SpaceX: Falcon-Rakete startet zu Thanksgiving

Rakete statt Truthahn: Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX will am heutigen Abend eine Rakete starten, die einen Satelliten in den Orbit bringen soll. Der Start war für Montag geplant.

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Falcon 9v1.1 auf der Startrampe (am 26. November 2013): Druckschwankungen im Flüssigsauerstofftank
Falcon 9v1.1 auf der Startrampe (am 26. November 2013): Druckschwankungen im Flüssigsauerstofftank (Bild: SpaceX)

Das US-Raumfahrtunternehmen Space Exploration Technologies (SpaceX) bereitet den nächsten Raketenstart vor: Am 28. November 2013 soll eine Trägerrakete vom Typ Falcon 9 v1.1 einen Kommunikationssatelliten ins All transportieren.

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Das Fenster zum Abheben öffne sich um 17:39 Uhr Ortszeit (23:39 Uhr mitteleuropäischer Zeit), erklärt das Unternehmen. Der Start vom Raketenstartplatz Cape Canaveral im US-Florida kann über das Internet verfolgt werden.

Startverzögerung

Der Start der Falcon-Rakete war ursprünglich für den 25. November geplant. Ein technischer Fehler verhinderte ihn. Es seien "Druckschwankungen im Flüssigsauerstofftank der Falcon-Booststufe" aufgetreten, teilte SpaceX-Chef Elon Musk mit. Wegen des verstärkten Flugverkehrs in dieser Woche - am heutigen Donnerstag ist Thanksgiving - verlangte die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration, dass der Start erst am Feiertag selbst erfolgt.

Die Rakete soll für das niederländische Unternehmen SES World Skies den rund 3,1 Tonnen schweren Satelliten SES-8 in einen geosynchronen Transferorbit transportieren. Der Kommunikationssatellit wird eine geostationäre Position im Bereich 95 Grad östlicher Länge einnehmen und soll den Raum Asien-Pazifik versorgen.

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Der Satellit soll in einer Höhe von etwa 80.000 Kilometern ausgesetzt werden. Es ist das erste Mal, dass eine SpaceX-Rakete so hoch hinaus soll. Die Internationale Raumstation (ISS), die die Raumfähre Dragon ansteuert, befindet sich in einer viel niedrigeren Umlaufbahn: Sie kreist in etwa 415 Kilometern Höhe über der Erde.

Die etwa 68 Meter hohe Falcon 9v1.1 ist eine Weiterentwicklung der Falcon 9. Sie ist größer, hat größere Tanks und kann eine größere Nutzlastverkleidung befördern. Zudem hat die Rakete eine neue Version des Merlin-Triebwerks, die mehr Schub liefert.

Zweiter Start

Es ist der zweite Start einer Falcon 9v1.1. Erstmals war die Rakete im September geflogen. Dabei hatte SpaceX auch den kontrollierten Abstieg der ersten Raketenstufe getestet. Ziel ist, diese Stufe aufrecht zur Erde zurückkehren und landen zu lassen, um sie anschließend wieder verwenden zu können.

Bei dem Flug wurde auch eine zweite Zündung der zweiten Stufe getestet. Dieses Manöver ist nötig, um den Satelliten in seine Umlaufbahn zu bringen. Wegen einer eingefrorenen Leitung konnte das Triebwerk jedoch nicht wieder gestartet werden. Eine verbesserte Isolierung soll verhindern, dass das noch einmal passiert.

Explosion in Texas

Die Startverschiebung war nicht das einzige Problem für SpaceX in dieser Woche: Am Dienstagabend gegen 22:30 Uhr (Ortszeit) erschütterten zwei Explosionen die Niederlassung des Unternehmens in McGregor im US-Bundesstaat Texas. Zwei Stickstofftanks waren geplatzt.

Bei dem Unfall sei niemand verletzt worden, teilte die lokale Polizei über das soziale Netzwerk Facebook mit. Für die Anwohner habe keine Gefahr bestanden.

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