• IT-Karriere:
  • Services:

SpaceX: Falcon 9 Rakete kippelt nach Landung auf Schiff

SpaceX ist die dritte Landung einer ersten Stufe in Folge gelungen, allerdings kippelt die Raketenstufe auf dem Deck des Landeschiffs. Inzwischen plant die Firma, weitere Teile der Rakete wiederzuverwenden.

Artikel veröffentlicht am ,
SpaceX: Falcon 9 Rakete kippelt nach Landung auf Schiff
(Bild: SpaceX (Twitter))

Während der erfolgreichen Mission zum Start des 3,1 Tonnen schweren Kommunikationssatelliten Thaicom 8 ist SpaceX die dritte Landung einer Falcon 9 Raketenstufe in Folge gelungen. Die erste Stufe der Rakete landete kurz vor Mitternacht unserer Zeit auf dem ferngesteuerten Schiff "Of course I still love you" im Atlantik.

Stellenmarkt
  1. Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR), Berlin
  2. Jetter AG, Ludwigsburg

Nach der Landung twitterte Elon Musk allerdings, dass die Knautschzone zumindest eines der Landebeine der Raketenstufe stark in Anspruch genommen worden sei. Das ist eine leicht ersetzbare Wabenstruktur aus Aluminium, die dazu dient, die Restenergie bei der Landung zu absorbieren. Weil die Landegeschwindigkeit dieses Mal am oberen Ende des vorgesehen Bereichs war, wurden sie wohl ungleichmäßig eingedrückt, weshalb die Raketenstufe nun kippelt. Laut Musk sollte die Stufe dennoch stehen bleiben, es besteht jedoch eine geringe Gefahr des Umkippens.

Die zweite Stufe setzte die Mission fort und brachte den Satelliten in seine vorgesehene Umlaufbahn. Diese Stufe der Rakete wird nicht wiederverwendet. Der Grund dafür ist, dass die gesamte Masse der Stufe zusammen mit der Nutzlast in die Umlaufbahn gebracht werden muss. Jedes zusätzliche Kilogramm Masse, das nötig wäre, um die zweite Stufe wieder zurück zur Erde zu bringen, ginge damit direkt von der Nutzlast ab.

Wegen ihrer sehr hohen Geschwindigkeit im Orbit müsste die zweite Stufe mit einem vollen Hitzeschutzschild ausgestattet werden und einen Landemechanismus bekommen. Der Verlust an Nutzlast wäre für SpaceX in der derzeitigen Variante der Falcon 9 damit zu groß, um die Rakete noch wirtschaftlich betreiben zu können.

Wiederverwendung der Nutzlastverkleidung

SpaceX spekuliert allerdings seit neuestem öffentlich über die Möglichkeit, die Nutzlastverkleidung wiederzuverwenden. Tatsächlich ist eine Nutzlastverkleidung letztes Jahr an den Bahamas angespült worden, an der eine GoPro Kamera befestigt war, die Filmaufnahmen gemacht hat.

Die Nutzlastverkleidung wird kurz nach der ersten Stufe abgetrennt. Sie ist aber viel leichter als eine Raketenstufe und hat dabei eine viel größere Oberfläche. Der größere Luftwiderstand im Vergleich zum Gewicht führt deshalb zu einer insgesamt deutlich geringeren Belastung des Materials beim Wiedereintritt. Eine kontrollierte Landung nach dem Wiedereintritt, ohne Beschädigungen davonzutragen, hat bisher noch keine Nutzlastverkleidung geschafft. Konkrete Pläne für ein mögliches Verfahren hat SpaceX noch nicht vorgestellt.

Erstmals wurden auch über große Strecken Videosignale der ersten Stufe während der Rückkehr zur Erde in den Livestream eingebunden. Sie zeigen das Zusammenspiel von Kaltgasdüsen und Gitterflossen bei der Stabilisierung der Raketenstufe und auch das Bremsmanöver mit den Haupttriebwerken. Allerdings wurde die Kameralinse kurz nach dem ersten Bremsmanöver vor dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre so stark verschmutzt, dass die letzten Kilometer ohne Filmaufnahmen blieben. Anschließend hat SpaceX eine komplette Aufnahme im Zeitraffer veröffentlicht.

Die erste tatsächliche Wiederverwendung einer Raketenstufe steht noch aus, soll aber in diesem Jahr stattfinden. Derzeit plant SpaceX allein bis Ende Juli fünf weitere Starts der Falcon 9, zwei davon sollen von der Startrampe in Vandenberg, Kalifornien, stattfinden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 106,68€ (Bestpreis!)
  2. 94,90€
  3. (u. a. Overwatch Legendary Edition für 18,99€, No Man's Sky für 20,99€, Star Wars Jedi...
  4. (aktuell u. a. Asus VG248QZ Monitor für 169,90€, Edifier R1280DB Lautsprecher 99,90€)

freddypad 02. Jun 2016

Na ja, diese Tendenz mag es durchaus geben. Dass Deutsche gerne meckern oder sich wegen...

xxsblack 30. Mai 2016

Das Problem hatte ich gestern Nachmittag/Abend bereits auch -_-*

xxsblack 29. Mai 2016

Kann mir jemand sagen, welche Himmelskörper man in dem Video "Falling Back to Earth...


Folgen Sie uns
       


Pixel 4 XL - Test

Das Pixel 4 XL ist Googles erstes Smartphone mit einer Dualkamera. Im Test haben wir uns diese genau angeschaut.

Pixel 4 XL - Test Video aufrufen
Autonomes Fahren: Wenn der Wagen das Volk nicht versteht
Autonomes Fahren
Wenn der Wagen das Volk nicht versteht

VW testet in Hamburg das vollautonome Fahren in der Stadt - und das recht erfolgreich, wie eine Probefahrt zeigt. Als größtes Problem erweist sich ausgerechnet die Höflichkeit der Fußgänger.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Volkswagen ID. Space Vizzion als Elektrokombi vorgestellt
  2. Elektroauto von VW Es hat sich bald ausgegolft
  3. ID.3 kommt Volkswagen verkauft den E-Golf zum Schnäppchenpreis

Need for Speed Heat im Test: Temporausch bei Tag und Nacht
Need for Speed Heat im Test
Temporausch bei Tag und Nacht

Extrem schnelle Verfolgungsjagden, eine offene Welt und viel Abwechslung dank Tag- und Nachtmodus: Mit dem Arcade-Rennspiel Heat hat Electronic Arts das beste Need for Speed seit langem veröffentlicht. Und das sogar ohne Mikrotransaktionen!
Von Peter Steinlechner

  1. Electronic Arts Need for Speed Heat saust durch Miami

Nitrokey und Somu im Test: Zwei Fido-Sticks für alle Fälle
Nitrokey und Somu im Test
Zwei Fido-Sticks für alle Fälle

Sie sind winzig und groß, sorgen für mehr Sicherheit bei der Anmeldung per Webauthn und können gepatcht werden: Die in Kürze erscheinenden Fido-Sticks von Nitrokey und Solokeys machen so manches besser als die Konkurrenz von Google und Yubico. Golem.de konnte bereits vorab zwei Prototypen testen.
Ein Test von Moritz Tremmel

  1. iOS 13 iPhone bekommt Webauthn per NFC
  2. Webauthn unter Android ausprobiert Dropbox kann, was andere nicht können

    •  /