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SpaceX: Falcon-9-Landung fiel ins Wasser

Mission erfolgreich, Landung gescheitert. Zwar ist die Rückkehr von Raketenstufen inzwischen Routine, doch nach dem Start eines Dragon Frachters ist die erste Raketenstufe einer Falcon 9 ins Trudeln geraten und im Meer gelandet.

Artikel veröffentlicht am ,
Beim Anflug auf Florida (rechts im Bild) versagte die Steuerung der Raketenstufe.
Beim Anflug auf Florida (rechts im Bild) versagte die Steuerung der Raketenstufe. (Bild: SpaceX / Screenshot (Golem.de))

Die Mission CRS-16, der Flug eines Dragon Frachters zur Internationalen Raumstation (ISS), ist am Mittwoch zwar erfolgreich verlaufen, aber nicht komplikationslos. Nachdem der Start bereits um einen Tag verschoben werden musste, weil die Nasa Schimmelbefall im Mäusefutter für die Experimente im Orbit festgestellt hatte, gab es Probleme bei der Rückkehr der ersten Raketenstufe zur Landezone beim Cape Canaveral.

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Die flugunerprobte Raketenstufe geriet während des Anflugs in Richtung der Küste Floridas ins Trudeln, woraufhin die Liveübertragung unterbrochen wurde. Anschließend sprachen die Kommentatoren von einer Landung im Meer. Kurz nach Abschluss der Mission nannte Firmenchef Elon Musk den Abbruch des Videostreams auf Twitter einen Fehler: SpaceX solle grundsätzlich alle Aufnahmen zeigen.

Kurz danach veröffentlichte Musk ein Video vom Rest des Fluges bis zur Landung auf dem Meer. Die Gitterflossen zur Steuerung der Rakete bewegten sich nicht mehr und konnten so die Drehmomente nicht mehr ausgleichen. Der Flugcomputer führte daraufhin den Anflug auf die Landezone nicht mehr durch. Während der Rückkehr zur Landezone wird die Flugbahn der Rakete so gewählt, dass ein ungesteuerter Flug im Meer endet. Erst beim Landemanöver mit dem Raketentriebwerk wird diese Abweichung korrigiert.

Kaputte Hydraulikpumpe war schuld

Beim Flug am Mittwoch fand diese Kurskorrektur nicht statt, die gesamte restliche Landesequenz hingegen schon. Das Resultat war eine sanfte Landung auf dem Wasser, die die Rakete weitgehend unbeschädigt überstand. Obwohl die Rakete im Wasser umkippte, durchlief sie noch die automatisierte Sicherungsprozedur zur Leerung der Drucktanks, die eine sichere Bergung der im Meer schwimmenden Raketenstufe ermöglichen sollte. Kurz vor Mitternacht veröffentlichte Musk ein weiteres Video, das den gesamten Vorgang vom Boden aus zeigt.

Als Grund für die Fehlfunktion wurde das Versagen der Hydraulikpumpe für die Steuerung der Gitterflossen angegeben. Bisher hat die Falcon 9 für dieses System keine Redundanz im Fall einer Fehlfunktion. Die Gitterflossen sind bei der Landung nötig, um die Rotation der Rakete auszugleichen, weil die Landung nur mit einem Triebwerk stattfindet. Ein einzelnes Triebwerk kann die Rakete zwar in der Kipprichtung stabilisieren, aber nicht in der Rotation. Dennoch hörte die Raketenstufe kurz vor Wasserkontakt weitgehend auf, sich zu drehen - wahrscheinlich eine Erhöhung des Trägheitsmoments beim Ausklappen der Landebeine.

Insgesamt führte SpaceX bisher 32 erfolgreiche Landungen durch. Die jüngste Reihe missglückter Landungen endete im Jahr 2016 bei der Erprobung von Landungen mit hohen Wiedereintrittsgeschwindigkeiten zur Maximierung der Nutzlast. Nachdem das Jahr 2017 ohne Fehlschläge bei Landungen verlaufen war, hatte die Zentralstufe der Falcon Heavy im Februar 2018 nicht mehr genug Zündflüssigkeit an Bord. Damit war die missglückte Landung am Mittwoch bereits die zweite in diesem Jahr.

Was mit der Raketenstufe nach der Bergung passiert, ist noch unklar. Musk spekulierte auf Twitter, dass sie für unternehmensinterne Zwecke Verwendung finden könnte.



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M.P. 11. Dez 2018

Überrtragen auf die aktuellen Weihnachtsmärkte ist es aber etwas mehr als "Der Glühwein...

Hotohori 07. Dez 2018

Natürlich ging etwas schief, aber nicht total und die Landung ist praktisch gesehen von...


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