SpaceX: Explosion verzögert bemannte Flüge des Dragon-Raumschiffs

2018 sollen keine US-Astronauten mehr mit russischen Sojus-Raumschiffen zur ISS fliegen. Der erste Flug des Crew Dragon verzögert sich nach der Explosion bis zum Mai 2018. Deren Ursache wurde inzwischen gefunden.

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Nach der Explosion einer Falcon 9 im September gab es keine weiteren Starts der Rakete.
Nach der Explosion einer Falcon 9 im September gab es keine weiteren Starts der Rakete. (Bild: Screenshot Golem.de)

Die Explosion einer Falcon-9-Rakete im September verzögert den ersten Flug des Dragon-Raumschiffs mit Astronauten zur ISS. Wie die Nasa jetzt offiziell bekanntgab, soll der erste Flug mit Menschen an Bord nicht mehr im Jahr 2017 stattfinden, sondern erst im Mai 2018. Für November 2017 ist lediglich ein Testflug ohne Besatzung geplant.

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Durch die Verzögerung werden die USA im Jahr 2018 zunächst keine Astronauten mehr zur ISS schicken können, da für dieses Jahr keine weiteren Plätze an Bord der russischen Sojus-Raumschiffe gebucht wurden. Auch Boeing konnte seinen Zeitplan mit dem CST-100-Starliner-Raumschiff nicht halten. Die ersten Testflüge des Starliners, zuerst ohne und dann mit Besatzung, sind für Juni und August 2018 vorgesehen.

Fester Sauerstoff verursachte die Explosion

Seitdem eine Falcon-9-Rakete bei einem Test explodierte, wurden alle weiteren Starts ausgesetzt. Während der Befüllung des Sauerstofftanks kam es zu einer plötzlichen Explosion. Die Ursache konnte inzwischen gefunden und reproduziert werden. Im Inneren des Sauerstofftanks befinden sich auch mit Kohlefaser umwebte Heliumflaschen, mit denen der Druck im Tankinneren während des Fluges aufrechterhalten wird. Das Helium in den Flaschen ist dabei kälter als der flüssige Sauerstoff in den Tanks.

Bei der Befüllung des Heliums entstand fester Sauerstoff in der Kohlefaserverstärkung, bevor er in flüssiger Form herausfließen konnte. Das zerstört die Verstärkung und brachte die Flasche zum Bersten. Die Trümmer hatten genug Energie, um die Trennwand zwischen Sauerstoff- und Kerosintank zu durchschlagen und das Kerosin-Sauerstoff-Gemisch zu entzünden. Der Zwischenfall konnte bei Tests nachgestellt werden und soll durch eine andere Befüllungsprozedur vermieden werden. Details dazu nannte das Unternehmen nicht.

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Der erste Start einer Falcon 9 nach dem Unfall ist für Januar 2017 angesetzt. Dabei sollen zehn Iridium-Next-Satelliten von der Startrampe in Kalifornien starten. Auch der erste Start einer Falcon Heavy wird abermals verspätet. Bei der Schwerlastrakete kommen drei erste Stufen mit jeweils neun Triebwerken zum Einsatz. Die Verspätung veranlasste Inmarsat dazu, einen seiner mit SpaceX geplanten Starts auf eine Ariane 5 zu verlegen.

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