SpaceX: Erste Starlink-Geschwindigkeitstests geleakt

Erste Messwerte von Starlink-Internetverbindungen zeigen schnelle Ping-Werte bei mittelprächtigen Datenraten. SpaceX toleriert dabei den Bruch der Geheimhaltung.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Starlink-Satelliten werden von Raketen in großen Stapeln im Orbit ausgesetzt.
Die Starlink-Satelliten werden von Raketen in großen Stapeln im Orbit ausgesetzt. (Bild: SpaceX)

SpaceX hat bereits zehn Ladungen von Starlink-Satelliten in den Orbit gebracht und somit reicht die Netzabdeckung für erste Tests. In den USA hat eine Reihe von Betatestern schon die Ufo-förmigen Starlink-Antennen erhalten, sie konnten damit die Internetverbindung testen. Einige Nutzer veröffentlichten ihre Testergebnisse auf Reddit.

Stellenmarkt
  1. Softwareentwickler (m/w/d) Applikationsentwicklung
    WITRON Gruppe, Parkstein, Rimpar
  2. Principal Expert (m/w/d) Digital Work Security
    Atruvia AG, Karlsruhe
Detailsuche

Die Downloadraten bewegten sich im Bereich von etwa 30 bis 60 MBit/s, bei einem Upload von 4 bis 15 MBit/s. Der Ping lag zwischen 20 ms und 40 ms, mit einzelnen Werten bis 94 ms. Kein Wert lag über der Grenze von 100 ms. Vor den Tests mussten die Nutzer allerdings einem Non-Disclosure Agreement zustimmen, wonach sie eigentlich nichts über ihre Versuche veröffentlichten durften.

Der Wert von 100 ms ist entscheidend. Denn die US-Funkregulierungsbehörde FCC wurde beauftragt, mit 16 Milliarden US-Dollar den Breitbandausbau in ländlichen Gegenden der USA zu fördern. Dabei wurde der Wert auf einen Ping unter 100 ms gelegt und Internetsatellitenverbindungen zunächst pauschal mit der Begründung ausgeschlossen, dass sie 100 ms nicht erreichen können.

Das stimmt tatsächlich für Kommunikationssatelliten im rund 36.000 km hohen Geostationären Orbit oder die O3b-Satelliten in einem mittelhohen Orbit von rund 8.000 km Höhe. Da Signale für einen Ping die Strecke zwischen Erde und Satellit viermal durchlaufen müssen, ist mit solchen Satelliten wegen der Lichtgeschwindigkeit von etwa 300.000 km/s bestenfalls ein Ping von 480 ms oder 107 ms erreichbar.

SpaceX toleriert Bruch der Geheimhaltung

Golem Akademie
  1. Java EE 8 Komplettkurs: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    24.–28. Januar 2022, virtuell
  2. PowerShell Praxisworkshop: virtueller Vier-Tage-Workshop
    20.–23. Dezember 2021, virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Starlink-Satelliten befinden sich jedoch in nur rund 600 km hohen Orbits, was viel geringere Signallaufzeiten ermöglicht. Deshalb sind SpaceX, OneWeb, Telesat und andere Betreiber von niedrig fliegenden Satellitenkonstellationen im Streit mit der FCC, um ein Recht auf einen Anteil an den Subventionen zu erhalten.

Es kann deshalb nicht davon ausgegangen werden, dass die bekanntgewordenen Geschwindigkeitstests objektiv und fair durchgeführt und publiziert wurden. Zumindest wird die Veröffentlichung von SpaceX trotz des Bruchs des Non-Disclosure Agreements toleriert, zum eigenen Vorteil. Es gibt aber auch keinen physikalischen Grund, der Latenzen unter 100 ms verhindern würde, insofern es nicht zu Verzögerungen bei der Signalübertragung kommt.

Die Datenraten liegen hingegen weit unter den ursprünglich angekündigten bis zu 1 GBit/s. Es muss sich zeigen, ob das an Einschränkungen während des Testbetriebs der Satelliten und Empfangsstationen liegt, oder ob die dafür nötige Technik erst in zukünftigen Generationen der Satelliten und Empfänger verbaut wird.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


ConstantinPrime 19. Aug 2020

Ich weiß nicht worin dein Problem liegt. Auch habe ich nirgends geschrieben das Elon...

Sharra 18. Aug 2020

Solange ihr euren Stuss hier im Minutentakt posten könnt, habt ihr auch keine Probleme...

chartmix 18. Aug 2020

ADSL2+ geht technisch bis zu 24 Mbit/s.

ufo70 18. Aug 2020

Danke für die Info. Ich hatte irgendwie im Kopf, auch Starlink wollte Internet für alle...

tritratrulala 18. Aug 2020

Die Orbits bei 1100 km hat SpaceX mittlerweile abgekündigt, anscheinend u.a. aus Angst...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Pornhub, Youporn, Mydirtyhobby
Gericht bestätigt Zugangsverbot für Pornoportale

Die Landesmedienanstalt NRW hat zu Recht gegen drei Pornoportale mit Sitz in Zypern ein Zugangsverbot verhängt.

Pornhub, Youporn, Mydirtyhobby: Gericht bestätigt Zugangsverbot für Pornoportale
Artikel
  1. Zip: Ratenzahlung in Microsoft Edge empört die Community
    Zip
    Ratenzahlung in Microsoft Edge empört die Community

    Die App Zip wird seit Microsoft Edge 96 standardmäßig aktiviert. Diese bietet Ratenzahlung an, schürt aber nur Hass in der Community.

  2. Kompakter Einstieg in die Netzwerktechnik
     
    Kompakter Einstieg in die Netzwerktechnik

    Die Golem Akademie bietet Admins und IT-Sicherheitsbeauftragten in einem Fünf-Tage-Workshop einen umfassenden Überblick über Netzwerktechnologien und -konzepte.
    Sponsored Post von Golem Akademie

  3. Razer Zephyr im Test: Gesichtsmaske mit Stil bringt nicht viel
    Razer Zephyr im Test
    Gesichtsmaske mit Stil bringt nicht viel

    Einmal Cyberpunk mit Beleuchtung bitte: Tragen wir Razers Zephyr in der U-Bahn, fallen wir auf. Allerdings ist das Produkt nicht ausgereift.
    Ein Test von Oliver Nickel

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Last Minute Angebote bei Amazon • Crucial-RAM zu Bestpreisen (u. a. 16GB Kit DDR4-3600 73,99€) • HP 27" FHD 165Hz 199,90€ • Razer Iskur X Gaming-Stuhl 239,99€ • Adventskalender bei MM/Saturn (u. a. Surface Pro 7+ 849€) • Alternate (u. a. Adata 1TB PCIe-4.0-SSD für 129,90€) [Werbung]
    •  /