SpaceX: Entlassung von Musk-Kritikern soll unrechtmäßig gewesen sein

Elon Musk im eigenen Unternehmen zu kritisieren, ist keine gute Idee. Jetzt befasst sich eine US-Behörde mit einem Fall bei SpaceX.

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SpaceX-Chef Elon Musk: unangemessenes Verhalten
SpaceX-Chef Elon Musk: unangemessenes Verhalten (Bild: Gonzalo Fuentes/Reuters)

SpaceX hat acht kritische Mitarbeiter zu Unrecht entlassen. Eine US-Aufsichtsbehörde wirft dem US-Raumfahrtunternehmen vor, damit gegen das Arbeitsrecht verstoßen zu haben.

Ein Mitarbeiter des National Labor Relations Board (NLRB) habe eine Beschwerde gegen SpaceX eingereicht, berichtet Reuters. SpaceX habe die Rechte der Beschäftigten verletzt, sich zusammenzuschließen und sich für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen, sagte NLRB-Sprecherin Kayla Blado der britischen Nachrichtenagentur. Darin sieht die Behörde einen Verstoß gegen US-Arbeitsrecht.

Es geht dabei um acht Beschäftigte, die im Juni 2022 in einem offenen Brief an die Geschäftsleitung das Verhalten von SpaceX-Chef Elon Musk kritisiert hatten. Die acht wurden daraufhin von SpaceX entlassen.

Musks Tweets sind wie ein Unternehmensstatement

Die Beschäftigten warfen in dem Brief Musk vor, sein Verhalten verstoße gegen die Regeln des Unternehmens zum korrekten Verhalten am Arbeitsplatz. Zudem seien Tweets unangemessen. "Elons Verhalten in der Öffentlichkeit ist oft eine Ablenkung für uns und ist uns peinlich", hieß es in dem Brief. "Als unser CEO und bekanntester Sprecher wird Elon als Gesicht von SpaceX gesehen – jeder seiner Tweets ist de facto ein Unternehmensstatement."

Laut NLRB hatte SpaceX versucht, Mitarbeiter daran zu hindern, den offenen Brief weiterzugeben. Es sei ein "Eindruck von Überwachung" erweckt worden, indem Nachrichten von Mitarbeitern vorgelesen und Screenshots davon gezeigt worden seien. Schließlich sei Beschäftigten mit Entlassung gedroht worden, falls sie sich an organisierten Aktivitäten beteiligten.

Die Behörde forderte SpaceX zu einem Vergleich mit den Entlassenen auf. Sollte es zu keiner Einigung kommen, werde es am 5. März eine Verhandlung vor einem Verwaltungsrichter des NLRB geben, kündigte Blado an. Das NLRB kann anordnen, dass ein Unternehmen, das Beschäftigte unrechtmäßig entlassen hat, diese wieder einstellt.

SpaceX hat sich auf eine Anfrage von Reuters zu der Angelegenheit nicht geäußert.

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