Abo
  • Services:

SpaceX: Elon Musk beantwortet Fragen zu seinem Marsraumschiff

Auf Reddit hat sich Elon Musk den Fragen zu dem geplanten Marsraumschiff und der Kolonialisierung des Mars gestellt. Vor allem die Treibstofftanks für das Raumschiff machen ihm Sorgen.

Artikel veröffentlicht am ,
Der simulierte Blick auf den Mars, vom geplanten SpaceX-Raumschiff aus
Der simulierte Blick auf den Mars, vom geplanten SpaceX-Raumschiff aus (Bild: SpaceX)

Nachdem Elon Musk seine Pläne für die Kolonialisierung des Mars auf dem 67. Internationalen Astronautischen Kongress präsentierte, blieben viele Fragen offen. Das lag vor allem an den inzwischen legendär schlechten Fragen, die die anwesenden Gäste stellten. Um die offen gebliebenen Fragen zu beantworten, stellte sich Elon Musk den Fragen der Mitglieder einer SpaceX-Gruppe auf Reddit.

Stellenmarkt
  1. Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, Stuttgart, Esslingen
  2. eco Verband der Internetwirtschaft e.V., Köln

Dabei beantwortete er nicht nur Fragen zur Kolonialisierung des Mars, sondern auch zum laufenden Geschäft von SpaceX. So zum Beispiel auf die Frage, ob die Landung der neuen Rakete für das Marsraumschiff mit der Falcon 9 vergleichbar sei. Dabei kündigte er die übernächste Version der immer weiter verbesserten Falcon 9 an, die in der Mitte nächsten Jahres fliegen soll. Nach der Analyse der zurückgekehrten Stufen sollen vor allem Schwachstellen ausgebessert und die Leistung der Triebwerke nochmals erhöht werden. Die erste Stufe der aktuellen Falcon 9 kann nur ein bis zwei Mal wiederverwendet werden.

Im Vergleich zur Falcon 9 soll die neue Rakete für das Marsraumschiff bei der Rückkehr zur Erde deutlich weniger stark belastet werden. Das liegt vor allem an der kleineren Leermasse im Vergleich zur Oberfläche der Rakete. Dadurch sinkt die aerodynamische Belastung des Wiedereintritts für jeden Teil der Rakete. Beim Bremsmanöver für die Landung soll die unbemannte Raketenstufe aber bis zu 20 g aushalten können, um das Bremsmanöver möglichst effizient zu gestalten. Die Belastung im Raumschiff wird auf 5 g begrenzt.

Der Treibstofftank ist das größte Problem des neuen Raumschiffs

Wie das Raumschiff bezeichnet werden soll, ist dabei unklar. Elon Musk ist selbst unzufrieden mit ITS (interplanetary transport system) und benutzt innerhalb des Unternehmens weiterhin BFR und BFS (Big Fucking Rocket und Big Fucking Spaceship), die für die Kommunikation nach außen kaum geeignet sind.

Der schon vorgestellte Prototyp des Treibstofftanks für das Raumschiff soll in den nächsten Wochen getestet werden. Dabei soll der 12 Meter große Kohlefasertank bis auf zwei Drittel des Berstdrucks gebracht werden. Der Test soll auf dem Meer stattfinden. Im Raumschiff selbst soll eine längere Variante des Tanks mit dem gleichen Durchmesser zum Einsatz kommen. Im Inneren des großen Tanks befindet sich dabei ein weiterer, kleiner Tank mit dem Treibstoff für das Landemanöver, der dadurch besser isoliert ist.

Die größten Sorgen bereitet dabei, dass die Sauerstofftanks der Rakete und des Raumschiffs mit heißem Sauerstoffgas unter Druck gesetzt werden sollen. Der heiße Sauerstoff muss davon abgehalten werden, das Kohlefasermaterial des Tanks zu verbrennen. Elon hofft, dabei die Kohlefaser durch eine Beschichtung schützen zu können, schließt aber eine deutlich schwerere Lösung aus einer dünnen Schicht einer Stahllegierung nicht aus.

Nur zwölf Astronauten auf dem ersten Flug zum Mars

Bei den Fragen zur Kolonialisierung des Mars wurde klargestellt, dass das Raumschiff auf dem ersten bemannten Flug zum Mars wohl nur mit etwa zwölf Astronauten besetzt sein sollte. Sie sollen sich vor allem um den Aufbau der Infrastruktur auf dem Mars kümmern, die zuvor mit unbemannten Frachtern zum Mars gebracht würde. Vor allem müssen sie die zur Rückkehr notwendige Treibstoffgewinnung und die dafür nötige Energieversorgung sicherstellen.

Er schlägt auch vor, automatische Tunnelmaschinen auf den Mars zu bringen. In den Tunneln könnten die Industrie und die ersten Quartiere der Menschen untergebracht werden. Dazu käme das nötige Baumaterial für Kuppeln. Insgesamt wird klar, dass der Fokus in der Arbeit von SpaceX eindeutig auf der Entwicklung und dem Bau der für die Reise nötigen Raketen und Raumschiffe liegt. In seinem Vortrag fasste es Musk zusammen mit "Make Mars seem possible", den Mars als eine Möglichkeit erscheinen zu lassen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de

timo.w.strauss 26. Okt 2016

Ich habe nichts dagegen, das Leute ein Risiko eingehen. Solange sie mich damit nicht...


Folgen Sie uns
       


Dell Latitude 7400 - Hands on (CES 2019)

Das neue Latitude 7400 ist ein 2-in-1-Gerät für Geschäftskunden. Im ersten kurzen Test von Golem.de macht das Gerät einen guten Eindruck, der Preis ist mit mindestens 1.600 US-Dollar aber recht hoch.

Dell Latitude 7400 - Hands on (CES 2019) Video aufrufen
Nubia X im Hands on: Lieber zwei Bildschirme als eine Notch
Nubia X im Hands on
Lieber zwei Bildschirme als eine Notch

CES 2019 Nubia hat auf der CES eines der interessantesten Smartphones der letzten Monate gezeigt: Dank zweier Bildschirme braucht das Nubia X keine Frontkamera - und dementsprechend auch keine Notch. Die Umsetzung der Dual-Screen-Lösung gefällt uns gut.

  1. H2Bike Alpha Wasserstoff-Fahrrad fährt 100 Kilometer weit
  2. Bosch Touch-Projektoren angesehen Virtuelle Displays für Küche und Schrank
  3. Mobilität Das Auto der Zukunft ist modular und wandelbar

IT-Jobs: Ein Jahr als Freelancer
IT-Jobs
Ein Jahr als Freelancer

Sicher träumen nicht wenige festangestellte Entwickler, Programmierer und andere ITler davon, sich selbstständig zu machen. Unser Autor hat vor einem Jahr den Schritt ins Vollzeit-Freelancertum gewagt und bilanziert: Vieles an der Selbstständigkeit ist gut, aber nicht alles. Und: Die Freiheit des Freelancers ist relativ.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

  1. Job-Porträt Die Cobol Cowboys auf wichtiger Mission
  2. IT Frauen, die programmieren und Bier trinken
  3. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix

CES 2019: Die Messe der unnützen Gaming-Hardware
CES 2019
Die Messe der unnützen Gaming-Hardware

CES 2019 Wer wollte schon immer dauerhaft auf einem kleinen 17-Zoll-Bildschirm spielen oder ein mehrere Kilogramm schweres Tablet mit sich herumtragen? Niemand! Das ficht die Hersteller aber nicht an - im Gegenteil, sie denken sich immer mehr Obskuritäten aus.
Ein IMHO von Oliver Nickel

  1. Slighter im Hands on Wenn das Feuerzeug smarter als der Raucher ist
  2. Sonos Keine Parallelnutzung von Alexa und Google Assistant geplant
  3. Hypersense-Prototypen ausprobiert Razers Rumpel-Peripherie sorgt für Immersion

    •  /