SpaceX: Dragon-Raumschiff ist auf seinem ersten Testflug

Ein erfolgreicher Start ist noch kein erfolgreicher Flug. Das Raumschiff Dragon, noch ohne Crew, absolviert derzeit auf einer Mission zur Internationalen Raumstation seine erste große Bewährungsprobe. Nach dem Dockingmanöver an der ISS laufen noch letzte Tests.

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Das Dragon Raumschiff beim Anflug auf die ISS
Das Dragon Raumschiff beim Anflug auf die ISS (Bild: Screenshot/Nasa TV)

Die Startrampe LC-39A von Cape Caneveral ist ein historischer Ort. Von dort flogen 13 von 17 Apollo-Missionen und 82 der 135 Starts des Spaceshuttles. In den acht Jahren seit dem letzten Start des Spaceshuttles wurde die Rampe für Starts der Raketen Falcon 9 und Falcon Heavy umgebaut. Der letzte Schritt war der Umbau des Startturms, mit dem Astronauten das Spaceshuttle betraten, für die Zwecke des neuen Dragon-Raumschiffs von SpaceX.

Inhalt:
  1. SpaceX: Dragon-Raumschiff ist auf seinem ersten Testflug
  2. Dragon soll sicherer als das Spaceshuttle sein

Der erste Testflug des neuen Raumschiffs, noch ohne Astronauten, ist seit Samstagmorgen unterwegs zur Internationalen Raumstation (ISS). Mit an Bord sind etwa 220 Kilogramm Fracht für die Besatzung und ein mit Sensoren bestückter Testdummy namens Ripley, benannt nach der Hauptfigur im Film Aliens. Eine neu gebaute Falcon 9 brachte das Dragon-Raumschiff in eine niedrige Erdumlaufbahn. Bei einer Pressekonferenz nach dem Start dankte Elon Musk zuerst dem SpaceX-Team für 17 Jahre "unglaublich harte Arbeit" und anschließend der Nasa: "Ohne die Unterstützung der Nasa wäre SpaceX heute nicht hier."

Aber der Start der Rakete ist inzwischen Routine, auch wenn die Flugbahn etwas flacher verläuft als sonst, was die Astronauten bei einem Startabbruch im Flug weniger harschen Bedingungen aussetzt. Die Nasa und SpaceX interessieren sich vor allem für die Funktionen des Raumschiffs selbst: Navigation, Steuerkontrolle, Triebwerke, Stromversorgung, Wärmekontrolle, die Öffnung der Nasenkappe des Raumschiffs.

Der Wiedereintritt macht die meisten Sorgen

Bisher verläuft die Mission durchweg erfolgreich. Die wichtigsten Meilensteine stehen aber noch bevor. Erst am Sonntagmorgen erreicht das Raumschiff die ISS. Auf dem ersten Demonstrationsflug wird mit Absicht mehr Zeit eingeplant als später mit Crew in der Kapsel. Der erste kritische Meilenstein wird das Dockingmanöver am Sonntag sein. Die Dragon-Frachter fliegen lediglich in die Nähe der Raumstation und werden dann mit Hilfe eines Roboterarms angedockt. Das Raumschiff soll den Prozess erstmals selbstständig, mit den eigenen Triebwerken, erledigen.

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Fünf Tage später wird das Raumschiff abkoppeln und zur Erde zurückkehren. Von allen Teilen der Mission macht der Wiedereintritt Elon Musk noch die meisten Sorgen. Die neue Rückkehrkapsel ist nicht völlig symmetrisch, was potenziell zu Instabilitäten während des Flugs mit mehrfacher Schallgeschwindigkeit führen kann. Den Simulationen zufolge sollte es kein Problem darstellen, aber erst die Praxis kann die Simulationen ultimativ bestätigen.

Zu späte Zahlungen der Nasa verzögerten den ersten Start

Wenn der Rest des Fluges erfolgreich verläuft, steht im Sommer der erste Testflug mit den Astronauten Douglas Hurley und Robert Behnken an, bevor reguläre Flüge mit einer Missionsdauer von bis zu 210 Tagen durchgeführt werden. Es wird der vorläufige Höhepunkt des "Commercial Crew Development"-Prozesses der Nasa sein, der 2010 begann. Erstmals wurde den Vertragsfirmen die Entwicklung eines Raumschiffs überlassen, anstatt lediglich den Bau nach den vorgegebenen Plänen der Nasa durchzuführen.

Bis 2015 sollten die ersten Raumschiffe fliegen. Im Gegenzug erhielt SpaceX insgesamt umgerechnet 2,8 Milliarden Euro, deutlich weniger als die 4,2 Milliarden Euro für den Mitbewerber Boeing. Die Entwicklung wurde dabei hauptsächlich von der schlechten Zahlungsmoral der US-Regierung verzögert, die dem Programm von 2011 bis 2014 deutlich weniger Geld als veranschlagt zur Verfügung stellte. Stattdessen wurde das Budget der Schwerlastrakete SLS und des Orion-Raumschiffs der Nasa zugeschlagen, die sich noch immer in Entwicklung befinden.

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Dragon soll sicherer als das Spaceshuttle sein 
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Balgam 07. Mär 2019

Jap so ähnlich läuft es ab, such einfach mal nach Athmosperic Reentry, da gibt's wirklich...

PaBa 06. Mär 2019

Naja, eigentlich ist SpaceX ein Beispiel, dass es eben nicht reicht das Problem mit Geld...

PaBa 06. Mär 2019

Weil man die Bodenfreiheit in der Stadt und auf der Autobahn so dringend braucht. Da ist...

PearNotApple 04. Mär 2019

Offensichtlich sind mächtige Lobbyisten von Boeing am Werke. Auch das Nachfolgemodell...



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