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SpaceX: Dragon-Raumschiff bei Test explodiert

Bei einem Triebwerkstest ist ein SpaceX-Raumschiff auf dem Teststand explodiert. Das Raumschiff wurde dabei vollständig zerstört.

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Ein Bild von einem erfolgreichen Test des Fluchtsystems des Dragon Raumschiffs
Ein Bild von einem erfolgreichen Test des Fluchtsystems des Dragon Raumschiffs (Bild: SpaceX/Wikimedia)

Ein Dragon-Raumschiff ist am 20. April 2019 bei einem Test der Notfalltriebwerke explodiert. Es ist unklar, ob sich die Explosion bei der geplanten Zündung ereignete oder einige Sekunden davor. Das Raumschiff war im März zur Internationalen Raumstation (ISS) geflogen und sollte auf einen Test der Notfallsysteme während des Startvorgangs vorbereitet werden.

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Bisher gab SpaceX dazu nur ein einfaches Statement heraus. "SpaceX führte heute eine Reihe von Triebwerkstests an einem Crew-Dragon-Testraumschiff auf unserem Teststand auf der Landezone 1 im Cape Canaveral durch. Die ersten Tests verliefen erfolgreich, aber der letzte Test führte zu einer Anomalie auf dem Teststand. Sicherzustellen, dass unsere Systeme rigorosen Sicherheitsstandards entsprechen und solche Anomalien vor dem Flug zu finden, ist der Hauptgrund, weshalb wir testen. Unsere Teams arbeiten bei der Untersuchung eng mit unseren Nasa-Partnern zusammen."

Das Wort "Anomalie" wird in der Raumfahrt bereits seit Jahrzehnten für alle Abweichungen, bis hin zur Zerstörung von Raketen und Raumschiffen, verwendet. Auf dem Testgelände befanden zum Zeitpunkt der Explosion keine Menschen, es wurde niemand verletzt. Ein Video der Explosion wurde auf Twitter gepostet. Die ersten Nachrichten von dem Unglück resultierten aus der orangefarbenen Rauchwolke der Treibstoffe, die bei der Explosion entstand.

Das Fluchtsystem des Dragon-Raumschiffs besteht aus acht sogenannten Super-Draco-Triebwerken. Dabei handelt es sich um druckgeförderte Triebwerke mit hypergolischem Treibstoff. Das heißt, dass der Treibstoff von allein zündet, wenn die beiden Komponenten aus Monomethylhydrazin (MMH) und Distickstofftetroxid (NTO) in Kontakt kommen. NTO zersetzt sich an der Luft zu Stickstoffdioxid, das in hoher Konzentration orangefarben aussieht.

Die Triebwerke funktionieren ohne Pumpen. Stattdessen werden die Treibstofftanks mit Helium unter hohen Druck gesetzt, um pro Sekunde 30 Kilogramm Treibstoff in die Brennkammer zu befördern. Im Inneren der Brennkammer herrscht bei vollem Schub ein Druck von 70 Bar. Diese einfache Bauart ist üblich für Triebwerke die besonders zuverlässig sein müssen und mit hoher Reaktionsgeschwindigkeit arbeiten. Sie wird in allen Raumschiffen und den meisten Satelliten und Raumsonden verwendet.

Die Ursache ist noch unklar. Allerdings lässt die plötzliche, vollständige Zerstörung des Raumschiffs vermuten, dass ein Treibstofftank oder eine Heliumdruckflasche geplatzt ist. Diese Druckflaschen waren bereits für die Zerstörung von zwei Falcon-9-Raketen im Jahr 2015 und 2016 verantwortlich. Der erste Defekt wurde auf eine gebrochene Halterung zurückgeführt, der zweite stand im Zusammenhang damit, dass sich die Flasche in flüssigem Sauerstoff befand. Weiteres muss die Untersuchung des Vorfalls zeigen.

Nachtrag vom 21. April 2019, 23:56 Uhr

Mitglieder des Nasaspaceflight-Forums (nicht mit der Nasa verbunden) hörten auf der Tonspur des veröffentlichten Videos einen zweiten, sehr leisen Countdown. Er kann auf einer bearbeiteten Audiospur deutlich gehört werden. Dieser Countdown erreicht die Null zum Zeitpunkt der Explosion. Möglicherweise war der lautere Countdown lediglich eine verzögerte Wiedergabe des leiseren Countdowns. Der Artikel wurde entsprechend angepasst.

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SJ 24. Apr 2019

Das macht es doch noch viel schlimmer, wenn die anfangen abzubrennen während noch...

norbertgriese 23. Apr 2019

https://www.googlewatchblog.de/2019/04/die-waymo-app-android norbert

Aluz 23. Apr 2019

Jeden humoristischen Beitrag oder Witz zu kennzeichnen, besonders im Bereich Satire und...

Aluz 23. Apr 2019

Supertprotipp: Youtube schreibt selbst fett "LIVE" auf die Promotion von alten...

quineloe 23. Apr 2019

Mit einer angemessenen Erbschaftssteuer drauf: Ja! Warum fühlst du dich eigentlich so...


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