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SpaceX: Die Rakete wird recycelt

Raketen wiederverwenden oder jedes Mal alles neu bauen? Die neuen Raumfahrtunternehmen wie SpaceX wollen Raumfahrzeuge, die nach der Rückkehr aus dem All schnell wieder startbereit gemacht werden können. Die staatlichen Raumfahrtagenturen hingegen sind skeptisch.

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Raumfähre Dragon V2: landen, auftanken, wieder starten
Raumfähre Dragon V2: landen, auftanken, wieder starten (Bild: SpaceX/Screenshot: Golem.de)

Mit dem ersten Start eines Spaceshuttles im Jahr 1980 trat die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa) in ein neues Zeitalter ein: Statt wie bei den vorherigen Programmen für jede Mission ein neues Raumfahrzeug zu bauen, konnte sie die Raumgleiter wiederverwenden. Während sich die Nasa davon abgewandt hat, setzen die neuen Raumfahrtunternehmen weiterhin auf wiederverwendbare Raumschiffe.

In den Augen der Nasa hat das Konzept - nicht zuletzt nach zwei schweren Unfällen - aus Sicherheitsgründen ausgedient. Eine Raumfähre, die von einer interplanetarischen Mission zurückkehre, etwa zum Mars, werde mit einer viel höheren Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eintreten als ein Rückkehrer aus einer niedrigen Erdumlaufbahn (Low Earth Orbit, Leo), argumentiert die Nasa. Auch beim Start und beim Steigflug sei das Orion MPCV sicherer als das Spaceshuttle. Es verfügt über ein Rettungssystem, das Launch Abort System (LAS), das die Mannschaftskapsel im Falle eines Unfalls von der Trägerrakete weg katapultieren soll.

Elon Musk, Chef des US-Raumfahrtunternehmens Space Exploration Technologies (SpaceX), hält die Rückkehr zur Einwegkapsel dennoch für ein veraltetes Konzept. Seiner Ansicht nach sind wiederverwendbare Komponenten unerlässlich, um Raumfahrt erschwinglich zu machen.

Schnell wieder startbereit

"Solange wir weiterhin Raketen und Raumschiffe wegwerfen, werden wir nie echten Zugang zum Weltraum haben. Es wird immer unglaublich teuer sein", sagte Musk Ende Mai bei der Vorstellung der Raumfähre Dragon V2, die in einigen Jahren die Besatzungen zur Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) und wieder zurück zur Erde transportieren soll. Flugzeuge würden schließlich auch nicht nur einmal benutzt.

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Dragon V2 soll nicht nur wiederverwendbar sein. SpaceX will sich damit auch von der Wasserung und dem Abstieg am Fallschirm verabschieden: Die Dragon V2 hat Bremstriebwerke, die einen kontrollierten Abstieg der Raumfähre nach dem Wiedereintritt ermöglichen sollen. Dadurch könne diese nicht nur an jedem beliebigen Ort landen. Sie könne zudem schnell wiederverwendet werden, sagt das Raumfahrtunternehmen: Nach dem Betanken sei sie wieder einsatzbereit.

Das Servicemodul verglüht

Allerdings: Nicht die ganze Raumfähre wird zur Erde zurückkehren. Die Dragon V2 besteht aus zwei Modulen: dem Mannschafts- und dem Servicemodul, Trunk genannt. In letzterem können Güter transportiert werden. Außerdem enthält es die Solarmodule, die die Dragon V2 mit Energie versorgen. Kurz vor dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre wird der Trunk abgetrennt und verglüht. Lediglich das Mannschaftsmodul kehrt zurück zur Erde.

SpaceX will aber nicht nur die Kapsel wiederverwenden.

Raketen-Recycling 
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wraith 27. Jun 2014

Naja, Du rechnest hier die Betriebskosten einer erprobten Technik gegen eine noch zu...

munk86 25. Jun 2014

wir reden hier von Orion und nicht von dem in 2010 gecancelten Orion, get your facts...

munk86 25. Jun 2014

lebensdauer ist kein problem, siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Grasshopper_%28Rakete...

AndyMt 25. Jun 2014

Das Space-Shuttle war auch zu komplex, eigentlich zu gross (wegen Anforderungen des...


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