Abo
  • Services:

Nasa gegen Raketenrecycling

Zu unsicher, zu teuer, so argumentiert die Nasa. Sie hätten versucht, die Triebwerke der Spaceshuttles so zu konstruieren, dass sie auf 55 Flügen eingesetzt werden könnten, sagte Dan Dumbacher, ein hochrangiger Nasa-Mitarbeiter, der früher am Spaceshuttle mitgearbeitet hat, bei einer Raumfahrtkonferenz im Frühjahr in Paris laut einem Bericht des Fachmagazins Aviationweek.

Stellenmarkt
  1. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart

Es habe lange gedauert, viel Geld gekostet, und sie seien am Ende doch nicht mit allem erfolgreich gewesen, sagte Dumbacher: Sie hätten die Feststoffbooster-Raketen der Spaceshuttles aus dem Meer gefischt, sie dann gereinigt und anschließend viel Zeit darauf verwendet, sie zu inspizieren und für den nächsten Einsatz zu überholen. Der Aufwand sei von den Kosten her nicht zu rechtfertigen gewesen.

Zu wenig Routine

Ein Problem sei, dass die Raketentriebwerke zu selten eingesetzt würden, erklärte Dumbacher. Zwar starteten die Raketen relativ häufig - aber viel seltener als Flugzeuge. Da diese so oft flögen, gebe es jede Menge Gelegenheiten, herauszufinden, was nicht funktioniert habe, und es zu reparieren. Diese Routine fehle in der Raumfahrt.

Christophe Bonnal von der französische Raumfahrtagentur Centre national d'études spatiales (CNES) hat einen weiteren Grund, der gegen wiederverwendbare Raumfahrzeuge spricht: Sie benötigten eine Landeeinrichtung wie Füße, auf denen die Rakete aufsetzen könne, und natürlich zusätzlichen Treibstoff für die Bremstriebwerke. Am Ende werde die Rakete größer und schwerer, wodurch sie wiederum 25 bis 30 Prozent mehr Treibstoff brauche, und das alles gehe auf Kosten der Nutzlast - die ist ohnehin schon sehr gering: Sie macht am Gewicht des gesamten Raumfahrzeugs nur einen Anteil im niedrigen einstelligen Prozentbereich aus. Alle Einrichtungen, die für eine Wiederverwendbarkeit benötigt werden, verringern demnach die Nutzlast - und damit auch die Einnahmen für deren Transport.

Machbarkeitsstudie mit Ariane

Das CNES und die russische Raumfahrtagentur Roskosmos hätten vor einigen Jahren eine Studie erstellt, die Feststoffbooster der Trägerrakete Ariane in wiederverwendbare Raketen mit Flüssigtreibstoff umzuwandeln. Anfangs seien die Booster Zylinder mit einem Triebwerk und kleinen Flügeln gewesen. Drei Jahre später seien daraus Gebilde von der Größe eines Airbus mit je vier Triebwerken geworden.

Auch Bonnal hat Sicherheitsbedenken: Damit eine Abstiegsstufe landen könne, müsse auf der Erde eine entsprechende Infrastruktur vorhanden sein. Auf dem europäischen Raketenstartplatz in Kourou im französischen Überseedepartement Französisch-Guayana etwa könne das problematisch werden, sagte Bonnal bei der gleichen Podiumsdiskussion wie Dumbacher.

Die Neueinsteiger in der Raumfahrt lassen sich indes von den Bedenken der Eingesessenen nicht beirren.

 McDonnell Douglas baut den DC-XNeueinsteiger mit neuen Konzepten 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7. 6
  8.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-78%) 8,99€
  2. 5,99€
  3. 34,99€ (erscheint am 14.02.)
  4. 25,49€

wraith 27. Jun 2014

Naja, Du rechnest hier die Betriebskosten einer erprobten Technik gegen eine noch zu...

munk86 25. Jun 2014

wir reden hier von Orion und nicht von dem in 2010 gecancelten Orion, get your facts...

munk86 25. Jun 2014

lebensdauer ist kein problem, siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Grasshopper_%28Rakete...

AndyMt 25. Jun 2014

Das Space-Shuttle war auch zu komplex, eigentlich zu gross (wegen Anforderungen des...


Folgen Sie uns
       


Royole Flexpai - Hands on (CES 2019)

Das Flexpai von Royole ist das erste kommerziell erhältliche Smartphone mit faltbarem Display. Ein erster Kurztest des Gerätes zeigt, dass es noch einige Probleme mit der Software hat.

Royole Flexpai - Hands on (CES 2019) Video aufrufen
Kaufberatung: Die richtige CPU und Grafikkarte
Kaufberatung
Die richtige CPU und Grafikkarte

Bei PC-Hardware gab es 2018 viele Neuerungen: AMD hat 32 CPU-Kerne etabliert, Intel verkauft immerhin acht Cores statt vier und Nvidias Turing-Grafikkarten folgten auf die zwei Jahre alten Pascal-Modelle. Wir beraten bei Komponenten und geben einen Ausblick auf die kommenden Monate.
Von Marc Sauter

  1. Fujian Jinhua USA verhängen Exportverbot gegen chinesischen DRAM-Fertiger
  2. Halbleiter China pumpt 47 Milliarden US-Dollar in eigene Chip-Industrie
  3. Dell Neue Optiplex-Systeme in drei Größen und mit Dual-GPUs

Mobilität: Überrollt von Autos
Mobilität
Überrollt von Autos

CES 2019 Die Consumer Electronic Show entwickelt sich immer stärker zu einer Mobilitätsmesse. Größere Fernseher und leichtere Laptops sind zwar noch ein Thema, doch die Stars in Las Vegas haben Räder.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. Sonos Keine Parallelnutzung von Alexa und Google Assistant geplant
  2. Hypersense-Prototypen ausprobiert Razers Rumpel-Peripherie sorgt für Immersion
  3. ATH-ANC900BT Audio Technica zeigt neuen ANC-Kopfhörer

Nubia Red Magic Mars im Hands On: Gaming-Smartphone mit Top-Ausstattung für 390 Euro
Nubia Red Magic Mars im Hands On
Gaming-Smartphone mit Top-Ausstattung für 390 Euro

CES 2019 Mit dem Red Magic Mars bringt Nubia ein interessantes und vor allem verhältnismäßig preiswertes Gaming-Smartphone nach Deutschland. Es hat einen Leistungsmodus und Schulter-Sensortasten, die beim Zocken helfen können.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Videostreaming Plex will Filme und Serien kostenlos und im Abo anbieten
  2. People Mover Rollende Kisten ohne Fahrer
  3. Solar Cow angesehen Elektrische Kuh gibt Strom statt Milch

    •  /