Nasa gegen Raketenrecycling

Zu unsicher, zu teuer, so argumentiert die Nasa. Sie hätten versucht, die Triebwerke der Spaceshuttles so zu konstruieren, dass sie auf 55 Flügen eingesetzt werden könnten, sagte Dan Dumbacher, ein hochrangiger Nasa-Mitarbeiter, der früher am Spaceshuttle mitgearbeitet hat, bei einer Raumfahrtkonferenz im Frühjahr in Paris laut einem Bericht des Fachmagazins Aviationweek.

Stellenmarkt
  1. IT Service Desk Agent*in/IT-First-Level-Supp- orter*in
    Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES, Bremerhaven
  2. Linux Architekt zur Betreuung / Weiterentwicklung des Bestandssystems (m/w/d)
    Allianz Technology SE, Unterföhring (bei München)
Detailsuche

Es habe lange gedauert, viel Geld gekostet, und sie seien am Ende doch nicht mit allem erfolgreich gewesen, sagte Dumbacher: Sie hätten die Feststoffbooster-Raketen der Spaceshuttles aus dem Meer gefischt, sie dann gereinigt und anschließend viel Zeit darauf verwendet, sie zu inspizieren und für den nächsten Einsatz zu überholen. Der Aufwand sei von den Kosten her nicht zu rechtfertigen gewesen.

Zu wenig Routine

Ein Problem sei, dass die Raketentriebwerke zu selten eingesetzt würden, erklärte Dumbacher. Zwar starteten die Raketen relativ häufig - aber viel seltener als Flugzeuge. Da diese so oft flögen, gebe es jede Menge Gelegenheiten, herauszufinden, was nicht funktioniert habe, und es zu reparieren. Diese Routine fehle in der Raumfahrt.

Christophe Bonnal von der französische Raumfahrtagentur Centre national d'études spatiales (CNES) hat einen weiteren Grund, der gegen wiederverwendbare Raumfahrzeuge spricht: Sie benötigten eine Landeeinrichtung wie Füße, auf denen die Rakete aufsetzen könne, und natürlich zusätzlichen Treibstoff für die Bremstriebwerke. Am Ende werde die Rakete größer und schwerer, wodurch sie wiederum 25 bis 30 Prozent mehr Treibstoff brauche, und das alles gehe auf Kosten der Nutzlast - die ist ohnehin schon sehr gering: Sie macht am Gewicht des gesamten Raumfahrzeugs nur einen Anteil im niedrigen einstelligen Prozentbereich aus. Alle Einrichtungen, die für eine Wiederverwendbarkeit benötigt werden, verringern demnach die Nutzlast - und damit auch die Einnahmen für deren Transport.

Machbarkeitsstudie mit Ariane

Golem Karrierewelt
  1. Container Technologie: Docker und Kubernetes - Theorie und Praxis: virtueller Drei-Tage-Workshop
    14.-16.12.2022, virtuell
  2. Apache Kafka Grundlagen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    22./23.11.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Das CNES und die russische Raumfahrtagentur Roskosmos hätten vor einigen Jahren eine Studie erstellt, die Feststoffbooster der Trägerrakete Ariane in wiederverwendbare Raketen mit Flüssigtreibstoff umzuwandeln. Anfangs seien die Booster Zylinder mit einem Triebwerk und kleinen Flügeln gewesen. Drei Jahre später seien daraus Gebilde von der Größe eines Airbus mit je vier Triebwerken geworden.

Auch Bonnal hat Sicherheitsbedenken: Damit eine Abstiegsstufe landen könne, müsse auf der Erde eine entsprechende Infrastruktur vorhanden sein. Auf dem europäischen Raketenstartplatz in Kourou im französischen Überseedepartement Französisch-Guayana etwa könne das problematisch werden, sagte Bonnal bei der gleichen Podiumsdiskussion wie Dumbacher.

Die Neueinsteiger in der Raumfahrt lassen sich indes von den Bedenken der Eingesessenen nicht beirren.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 McDonnell Douglas baut den DC-XNeueinsteiger mit neuen Konzepten 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7. 6
  8.  


wraith 27. Jun 2014

Naja, Du rechnest hier die Betriebskosten einer erprobten Technik gegen eine noch zu...

munk86 25. Jun 2014

wir reden hier von Orion und nicht von dem in 2010 gecancelten Orion, get your facts...

munk86 25. Jun 2014

lebensdauer ist kein problem, siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Grasshopper_%28Rakete...

AndyMt 25. Jun 2014

Das Space-Shuttle war auch zu komplex, eigentlich zu gross (wegen Anforderungen des...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Cloudgaming
Google Stadia scheiterte nur an sich selbst

Die Technik war nicht das Problem von Alphabets ambitioniertem Cloudgaming-Dienst. Das Problem liegt bei Google. Ein Nachruf.
Eine Analyse von Daniel Ziegener

Cloudgaming: Google Stadia scheiterte nur an sich selbst
Artikel
  1. Tiktok-Video: Witz über große Brüste kostet Apple-Manager den Job
    Tiktok-Video
    Witz über große Brüste kostet Apple-Manager den Job

    Er befummle von Berufs wegen großbrüstige Frauen, hatte ein Apple Vice President bei Tiktok gewitzelt. Das kostete ihn den Job.

  2. Copilot, Java, RISC-V, Javascript, Tor: KI macht produktiver und Rust gewinnt wichtige Unterstützer
    Copilot, Java, RISC-V, Javascript, Tor
    KI macht produktiver und Rust gewinnt wichtige Unterstützer

    Dev-Update Die Diskussion um die kommerzielle Verwertbarkeit von Open Source erreicht Akka und Apache Flink, OpenAI macht Spracherkennung, Facebook hilft Javascript-Enwicklern und Rust wird immer siegreicher.
    Von Sebastian Grüner

  3. Vantage Towers: 1&1 Mobilfunk gibt Vodafone die Schuld an spätem Start
    Vantage Towers
    1&1 Mobilfunk gibt Vodafone die Schuld an spätem Start

    Einige Wochen hat es gedauert, bis 1&1 Mobilfunk eine klare Schuldzuweisung gemacht hat. Doch Vantage Towers verteidigt seine Position im Gespräch mit Golem.de.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • LG OLED TV 2022 65" 120 Hz 1.799€ • ASRock Mainboard f. Ryzen 7000 319€ • MindStar (G.Skill DDR5-6000 32GB 299€, Mega Fastro SSD 2TB 135€) • Alternate (G.Skill DDR5-6000 32GB 219,90€) • Xbox Series S + FIFA 23 259€ • PCGH-Ratgeber-PC 3000€ Radeon Edition 2.500€ [Werbung]
    •  /