SpaceX: Die Falcon Heavy ist da

Die neue Schwerlastrakete von SpaceX ist in Florida angekommen und steht für erste Tests bereit. Sie wird fast vollständig wiederverwendet, was ihre Leistung aber deutlich reduziert.

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Die 27 Triebwerke der Falcon Heavy im Hangar in Florida
Die 27 Triebwerke der Falcon Heavy im Hangar in Florida (Bild: SpaceX)

Vor zwölf Jahren hat SpaceX erstmals angekündigt, eine Schwerlastvariante der Falcon 9 zu bauen, die aus drei parallelen Raketenstufen besteht. Das Konzept blieb, der Name änderte sich. Von Falcon 9 - S9 zu Falcon 9 Heavy zu Falcon Heavy. Jetzt ist sie kein Konzept mehr, sondern eine echte Rakete. Elon Musk hat erste Fotos der vollständigen Rakete vom Cape Canaveral veröffentlicht.

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Eigentlich sollte die Falcon Heavy in ihrer heutigen Form schon 2013 fliegen, aber das Projekt verzögerte sich immer wieder. Anders als zunächst geplant besteht die Rakete nicht aus drei regulären ersten Stufen der Falcon 9. Die Zentralstufe musste neu entwickelt werden, um die Kräfte beim Start aufnehmen und die höheren Geschwindigkeiten bei der Landung besser verkraften zu können.

Die beiden Seitenbooster sind allerdings wiederverwendete Raketenstufen, die bereits den Satelliten Thaicom 8 und die Dragon Mission CRS-9 gestartet haben. Die Oberstufe wurde weitgehend von der Falcon 9 übernommen. Ob sie mit der Falcon-9-Oberstufe identisch ist, hat das Unternehmen noch nicht explizit bestätigt. Der erste Flug der Rakete, mit Elon Musks Tesla Roadster als Testnutzlast an Bord, wurde zuletzt vom 29. Dezember auf nächstes Jahr verschoben.

Nach Angaben von Elon Musk wird die Falcon Heavy beim ersten Flug nur 92 Prozent des geplanten Schubs entwickeln. Der Grund dafür sind wahrscheinlich die Seitenbooster, die noch aus einer älteren Generation der Falcon 9 stammen. Ihre Merlin Triebwerke haben noch einen geringeren Schub von etwa 730 kN als neuere Varianten mit 845 kN, die wohl in der Zentralstufe bereits verwendet werden.

Wiederverwendung senkt die Nutzlast der Falcon Heavy deutlich

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SpaceX plant, alle drei unteren Raketenstufen der Falcon Heavy zu landen. Die Seitenbooster werden zurück nach Florida fliegen, ein zweiter Landeplatz wurde dafür schon fertiggestellt. Die Zentralstufe wird auf der schwimmenden Landeplattform im Meer landen. Die Landung der Zentralstufe schränkt die mögliche Nutzlast der Falcon Heavy stark ein.

Weil die Oberstufe der Rakete direkt von der Falcon 9 übernommen wurde und keine zusätzlichen Treibstoffreserven hat, hängt jeder Nutzlastgewinn von einer höheren Geschwindigkeit vor der Stufentrennung ab. Jede zusätzliche Geschwindigkeit muss die Zentralstufe aber vor der Landung wieder abbauen. Dadurch steigt die Nutzlast von 5,5 Tonnen einer wiederverwendbaren Falcon 9 auf 8 Tonnen einer wiederverwendbaren Falcon Heavy. (Jeweils in den GTO Orbit.)

Flüge mit der voll wiederverwendbaren Falcon Heavy werden von SpaceX für 90 Millionen US Dollar angeboten. Ohne jede Wiederverwendung steigt die Nutzlast der Falcon Heavy aber auf bis zu 26 Tonnen in den gleichen Orbit - mehr als doppelt so viel wie die Ariane 5. Das Unternehmen gibt dafür aber öffentlich keine Preise bekannt, ebensowenig wurden bisher Leistungsdaten und Preise für Flüge bekanntgegeben, bei denen nur die Seitenbooster gelandet werden. Allerdings hatten alle bisher gebauten kommerziellen Nutzlasten ein Startgewicht von unter sieben Tonnen.

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Dwalinn 23. Dez 2017

Natürlich zählt nur der Preis... aber in den ersten Jahren würde es mich nicht wundern...

Birnbaum 22. Dez 2017

Vergiss deine Faktor 3. Eine A380 hat auch kein doppeltes Risiko abzustürzen als eine...

dopemanone 22. Dez 2017

deswegen auch der plan sie hochkant auf einer plattform landen zu lassen... empfehle die...

McWiesel 21. Dez 2017

Ich glaube, wenn man wollte, könnte man durchaus Raketen für bswp. ein Marsflug bauen...

BudeII 21. Dez 2017

Die "bis zu" Unsitte hat sich im Wikipedia-Artikel als "niedrige Umlaufbahn...



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