SpaceX: Die Falcon fliegt wieder zur ISS

Start frei für die Raumfähre Dragon: Ein gutes Dreivierteljahr nach der Explosion der Trägerrakete Falcon 9 fliegt die Raumfähre Dragon(öffnet im neuen Fenster) wieder zur Internationalen Raumstation(öffnet im neuen Fenster) (International Space Station, ISS).
Der Start der Falcon 9(öffnet im neuen Fenster) ist für 16:43 Uhr Ortszeit (22:43 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit) vom Startplatz Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida geplant. Ein Triebwerkstest am Mittwoch und die Überprüfung aller Systeme am Donnerstag verliefen problemlos.
Die ISS bekommt ein aufblasbares Modul
Die Dragon ist mit gut drei Tonnen Versorgungsgütern für die ISS beladen. Darunter ist auch das aufblasbare Bigelow Expandable Activity Module(öffnet im neuen Fenster) (Beam), das vom US-Raumfahrtunternehmen Bigelow Aerospace(öffnet im neuen Fenster) (BA) entwickelt wurde. Beam wird ans ISS-Modul Tranquility gedockt und aufgeblasen. Dann wird das Modul 3,96 Meter lang sein und einen Durchmesser von 3,04 Metern haben.

Beam soll zwei Jahre lang an der ISS angedockt bleiben. Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa) will die Tauglichkeit solcher aufblasbaren Module im Weltall testen . Diese haben den Vorteil, dass sie beim Transport weniger Platz benötigen als feste und dass ihre Größe nicht durch die Größe des Transportmittels vorgegeben wird.
SpaceX will stehend landen
SpaceX will die nächste stehende Landung versuchen. Die erste Stufe der Falcon 9 soll senkrecht absteigen und dann auf der schwimmenden Landeplattform, dem Autonomous Spaceport Drone Ship, aufsetzen. Er hoffe, dass es dieses Mal klappen werde, sagte ein SpaceX-Mitarbeiter am Donnerstag in einer Pressekonferenz.

Eine stehende Landung auf festem Boden hat SpaceX geschafft, eine Landung auf dem Schiff hingegen nicht: Die Rakete kippte jedes Mal um und explodierte – zuletzt im Januar dieses Jahres .
Der Grund, dass SpaceX dennoch an der Landung auf dem schwankenden Schwimmponton festhält, ist, dass die Falcon-Stufe nach dem Abkoppeln der zweiten Stufe gerade absteigen kann und nicht zum Startplatz zurückfliegen muss. Das bedeutet, die Rakete muss weniger Treibstoff an Bord mitführen.



