SpaceX: Der Weg in den Weltraum ist frei

Das Raumschiff hob noch ohne Besatzung ab, aber der Testflug war ein voller Erfolg. Der Crew Dragon von SpaceX hat damit seine letzte große Bewährungsprobe bestanden, bevor die Astronauten auch mitfliegen dürfen.

Ein Bericht von veröffentlicht am
Bob Behnken und Douglas Hurley auf dem Weg zum Raumschiff, das den Test ohne sie flog.
Bob Behnken und Douglas Hurley auf dem Weg zum Raumschiff, das den Test ohne sie flog. (Bild: Nasa)

Es war ein wichtiger Test für SpaceX und die US-amerikanische Raumfahrt. Ein Dragon-Raumschiff ist mit einer Falcon-9-Rakete auf 40 Kilometer Höhe gebracht worden und ein Notfallsignal wurde im Bordcomputer eingespielt. Der gab den Befehl, die Haupttriebwerke abzuschalten und aktivierte das System für die Notfalltriebwerke. Die Treibstofftanks wurden unter Druck gesetzt, anschließend die Triebwerke gezündet und das Raumschiff in eine sichere Entfernung von der Rakete gesteuert. Am Ende landete der Dragon mit seinen vier Fallschirmen im Atlantik.

Inhalt:
  1. SpaceX: Der Weg in den Weltraum ist frei
  2. SpaceX will das Raumschiff in Zukunft per Netz einfangen

Der Test fand an dem Punkt der Flugbahn statt, an dem die Kräfte des Luftwiderstands am größten sind, was das Fluchtmanöver besonders schwierig macht. Tatsächlich explodierte die Rakete wenige Sekunden nach Abtrennung des aerodynamisch geformten Raumschiffs, nachdem sie von den Kräften in dem verbliebenen Stumpf unter dem Raumschiff zerrissen worden war.

Den Telemetriedaten zufolge soll der Test ein voller Erfolg gewesen sein. Die höchsten Beschleunigungskräfte lagen bei nur 3,5g, die Hälfte der Beschleunigung, die etwa Astronauten bei der Flucht von einer Sojus-Rakete im Oktober 2018 erlebten. Dabei haben die Fluchtraketen genug Schub für eine Beschleunigung von 7g, etwa wenn die Rakete gleich explodiert und der Startabbruch nicht von einem Signal des Bordcomputers eingeleitet wird. Das Steuerungssystem ist aber darauf programmiert, die Belastung der Astronauten so niedrig wie möglich zu halten.

Das schnelle Unter-Druck-Setzen der Treibstofftanks ist ein kritischer Teil des Notfallsystems. Dabei kam es im April zu einer schweren Fehlfunktion, die zur Explosion eines Dragon-Raumschiffs führte. Die Ursache war ein bis dahin nie beobachtetes Verhalten eines Titan-Ventils in Verbindung mit dem Stickstofftetroxid Oxidator des Treibstoffs. An den monatelangen Verzögerungen des Programms war aber nicht nur die Explosion schuld, deren Ursache inzwischen beseitigt wurde.

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Vor allem die Fallschirme machten Probleme, die erst in ihrer dritten Generation gelöst werden konnten. Dem heutigen Flug gingen etwa 80 Flugtests einzelner Fallschirme und 10 Tests mit vier Fallschirmen voran. Cathy Lueders, die Verantwortliche für das Commercial-Crew-Programm der Nasa, merkte in der anschließenden Pressekonferenz an, dass es eine "noch nie dagewesene Zahl von Fallschirmtests war, mehr als es die Nasa je gesehen hat."

Dort betonte Elon Musk auch, dass es sich bei der Explosion der Rakete während des Tests im Wesentlichen um einen Feuerball handelte und nicht um eine Detonation mit einer starken Druckwelle. Das Raumschiff sei dafür ausgelegt, eine solche Explosion zu überstehen, selbst wenn die Fluchttriebwerke noch nicht gezündet haben. Der Dragon ist ohnehin für die Hitzebelastung ausgelegt und würde dann einfach "aus dem Feuerball heraus fliegen [...] wie in Star Wars". Die explodierte Raketenstufe flog zum vierten Mal. Sie hatte die Seriennummer B1046. Es war die erste Rakete der neuen Generation, die zehn Wiederverwendungen ermöglichen soll.

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SpaceX will das Raumschiff in Zukunft per Netz einfangen 
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hottte 02. Feb 2020

damit Berliner dass auch verstehen ;-)

demon driver 21. Jan 2020

Hast du noch was zur Sache zu sagen? Oder selbst nur irgendwas Konkretes zu dem Post...

yumiko 21. Jan 2020

Na, bei Wernher von Braun hat es ja auch mit der Nasa geklappt.

KlugKacka 20. Jan 2020

Alles Fäknjuhs. Dann hoffen wir mal, daß es in Zunkunft genausogut weiterläuft.

Psy2063 20. Jan 2020

Ja, der Artikel hätte durchaus den Titel noch mal aufgreifen und erklären können, dass...


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