Abo
  • Services:

SpaceX: Der Falke ist gelandet

SpaceX landet wieder eine Raketenstufe. Nach dem Start des 4,7 Tonnen schweren Satelliten JCSAT-14 hofft SpaceX damit auf eine Normalisierung des Landebetriebs.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Falke beim Start
Der Falke beim Start (Bild: SpaceX)

"Bergeteam hier, der Falke ist gelandet", so meldete sich am Freitagmorgen die Missionskontrolle von SpaceX. Um 7.21 Uhr (MESZ) war eine Falcon 9 Rakete mit dem Nachrichtensatelliten JCSAT-14 von der Cape Canaveral Air Force Station in Florida gestartet. Etwa zehn Minuten nach dem Start landete die erste Stufe abermals erfolgreich auf dem Drohnenschiff "Of course I still love you".

Stellenmarkt
  1. DIAMOS AG, Sulzbach am Taunus oder Hof/Saale
  2. Schwäbische Werkzeugmaschinen GmbH, Schramberg - Waldmössingen

Wegen der Umlaufbahn des Satelliten und seines hohen Gewichts hatte Unternehmenschef Elon Musk die Chancen dazu vor dem Start auf 50:50 geschätzt. 32 Minuten nach dem Start wurde der Satellit erfolgreich ausgesetzt.

  • Die erste Stufe einer Falcon 9 Rakete, kurz nach der Landung während der JCSAT-14 Mission.
Die erste Stufe einer Falcon 9 Rakete, kurz nach der Landung während der JCSAT-14 Mission.

Die beiden bisherigen erfolgreichen Landeversuche fanden bei Missionen in einen niedrigen Erdorbit statt, bei denen die Rakete deutlich unter ihrer potentiellen Leistung blieb. Auf diesen Missionen konnte die erste Stufe mit einer langsameren Geschwindigkeit und größeren Reserven abgetrennt werden.

Landung mit drei Triebwerken

Der jüngste Versuch einer Landung auf dem Schiff mit höherer Geschwindigkeit, SES-9, misslang und hinterließ ein Loch im Landedeck. Dabei benutzte die Falcon 9 drei der neun Raketentriebwerke zur Landung, um den Treibstoffverbrauch des Landemanövers möglichst klein zu halten.

Wegen der Gravitation müssen die Triebwerke für jede zusätzliche Sekunde des Landemanövers 10 m/s Geschwindigkeit zusätzlich abbremsen. Vor dem Landemanöver, im freien Fall, erledigt das die Luftreibung. Das eigentliche Bremsmanöver sollte deshalb im Idealfall so kurz wie möglich sein.

Bei den bisher erfolgreichen Landungen verwendete die Falcon 9 nur ein Triebwerk. Mit drei Triebwerken kann die Raketenstufe drei Mal so schnell abgebremst werden, allerdings hat das Manöver auch ein engeres Zeitfenster und verlangt damit mehr Präzision.

Die Rakete kann alleine stehen

Bei der jüngsten Landung auf dem Schiff stellte sich heraus, dass die etwa 18 Tonnen schwere Raketenstufe auf dem Landedeck nicht gesichert werden muss. Der größte Teil der Masse der Stufe wird durch die Triebwerke am unteren Teil ausgemacht, wodurch der Schwerpunkt der Stufe so tief liegt, dass sie nicht umkippen kann - vorausgesetzt, dass die Landebeine korrekt eingerastet sind. Trotz des schweren Seegangs reichte auch die Haftreibung auf dem Schiffsdeck aus, um die gelandete Stufe an Ort und Stelle zu halten.

Die erste Stufe macht etwa 70 Prozent der Kosten des Starts einer Falcon 9 Rakete aus, die Wiederverwendung lohnt sich also. Allerdings reduzieren die nötigen Treibstoffreserven für das Landemanöver auch die mögliche Leistung der Rakete um etwa 30 Prozent.

Ohne jede Wiederverwendung kann eine Falcon 9 über acht Tonnen Nutzlast in den geostationären Übergangsorbit bringen, mit Landung sind es nur noch 5,5 Tonnen. Dazu kommen die Kosten für den Einsatz des Schiffs, der Inspektionen und Vorbereitungen für den nächsten Start. Das Einsparpotential ist damit kleiner als 70 Prozent. SpaceX will Starts mit gebrauchten Raketenstufen langfristig ein Drittel billiger anbieten als Starts mit neuen Stufen.

Der luxemburgische Satellitenbetreiber SES hat bereits angekündigt, der erste Kunde für den Start mit einer gebrauchten Raketenstufe zu sein, wenn SpaceX wegen des höheren Risikos einen Nachlass von 50 Prozent gewähre.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 33,49€
  2. 4,99€
  3. 7,77€
  4. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 05.10.)

M.P. 09. Mai 2016

Naja, das Grundgerüst der positiven Entwicklung von Space X sind die NASA-Aufträge. Und...

muenchnerdanny 06. Mai 2016

Ich hab die letzte Landung im April auch live mitverfolgt, und es war richtig spannend zu...


Folgen Sie uns
       


Shadow of the Tomb Raider - Golem.de live Teil 2

In Teil 2 des Livestreams zu Shadow of the Tomb Raider finden wir lustige Grafikfehler und der Chat trinkt zu viel Bier, kann Michael aber trotzdem bei einigen Rätseln helfen.

Shadow of the Tomb Raider - Golem.de live Teil 2 Video aufrufen
Segelflug: Die Höhenflieger
Segelflug
Die Höhenflieger

In einem Experimental-Segelflugzeug von Airbus wollen Flugenthusiasten auf gigantischen Luftwirbeln am Rande der Antarktis fast 30 Kilometer hoch aufsteigen - ganz ohne Motor. An Bord sind Messinstrumente, die neue und unverfälschte Daten für die Klimaforschung liefern.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Luftfahrt Nasa testet leise Überschallflüge
  2. Low-Boom Flight Demonstrator Lockheed baut leises Überschallflugzeug
  3. Elektroflieger Norwegen will elektrisch fliegen

Network Slicing: 5G gefährdet die Netzneutralität - oder etwa nicht?
Network Slicing
5G gefährdet die Netzneutralität - oder etwa nicht?

Ein Digitalexperte warnt vor einem "deutlichen Spannungsverhältnis" zwischen der technischen Basis des kommenden Mobilfunkstandards 5G und dem Prinzip des offenen Internets. Die Bundesnetzagentur gibt dagegen vorläufig Entwarnung.
Ein Bericht von Stefan Krempl

  1. T-Mobile US Deutsche Telekom gibt 3,5 Milliarden US-Dollar für 5G aus
  2. Ericsson Swisscom errichtet standardisiertes 5G-Netz in Burgdorf
  3. Masterplan Digitalisierung Niedersachsen will flächendeckende Glasfaserinfrastruktur

Zahlen mit Smartphones im Alltagstest: Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein
Zahlen mit Smartphones im Alltagstest
Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein

In Deutschland gibt es mittlerweile mehrere Möglichkeiten, drahtlos mit dem Smartphone zu bezahlen. Wir haben Google Pay mit der Sparkassen-App Mobiles Bezahlen verglichen und festgestellt: In der Handhabung gleichen sich die Apps zwar, doch in den Details gibt es einige Unterschiede.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smartphone Auch Volksbanken führen mobiles Bezahlen ein
  2. Bezahldienst ausprobiert Google Pay startet in Deutschland mit vier Finanzdiensten

    •  /