SpaceX vor der Insolvenz zu retten, war ein gutes Geschäft

Die Nasa schätzte 2019 die Entwicklungskosten (PDF) von Boeings Starliner auf 2,2 Milliarden US-Dollar. Nun kommen weitere 400 Millionen US-Dollar für eine Wiederholung des missglückten Testflugs hinzu. Sechs Flüge kosten 2,2 Milliarden US-Dollar, inklusive der Atlas-V-Trägerrakete. Den Crew Dragon entwickelte und testete SpaceX für nur etwa 1,2 Milliarden US-Dollar. Sechs weitere Crew Dragon kosten die Nasa 1,3 Milliarden US-Dollar, inklusive des Starts mit der Falcon 9.

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Möglich wurde das alles durch das Ende des Spaceshuttle-Programms, das wie nichts anderes die Raumfahrt des vergangenen Jahrzehnts prägte. SpaceX verdankt seine Existenz der Suche nach einem Ersatz für das Spaceshuttle, zuerst zum Frachttransport von und zur ISS und später zum Crewtransport. Der erste Frachtvertrag mit SpaceX rettete das Unternehmen nach drei fehlgeschlagenen Startversuchen der Falcon 1 vor der Insolvenz.

Die Nasa streckte damals rund 300 Millionen US-Dollar für die Entwicklung der ersten Falcon-9-Rakete vor und vergab schließlich einen 1,6 Milliarden US-Dollar umfassenden Frachtvertrag an SpaceX. Der damals entwickelte Dragon-Frachter war die Grundlage für den heutigen Crew Dragon.

Nachdem der letzte dieser Frachter geflogen ist, sollen die Crew Dragons künftig ohne Menschen an Bord als Frachter fungieren. Die Leistungsfähigkeit der Falcon 9 wurde seit ihrem ersten Flug 2010 in fünf Entwicklungsschritten fast verdoppelt und die Wiederverwendbarkeit sowohl der ersten Raketenstufe als auch der Dragon-Frachter demonstriert.

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Der Start und die Durchführung zuverlässiger und sicherer Flüge mit Menschen zur ISS wird die bislang größte Herausforderung für SpaceX sein. Im Vorfeld des Starts ließ SpaceX-Chef Elon Musk sogar die Arbeiten am Starship einstellen, um alle Ressourcen des Unternehmens auf den anstehenden Flug der Crew zu konzentrieren. Das einzige Problem ist nun das Wetter. Nach den Sicherheitsrichtlinien dürfen Raketen nicht bei Regen starten und auch nicht durch gewitterverdächtige Cumulus- oder Ambosswolken fliegen. Die Chancen auf ausreichend gutes Wetter sollen bei rund 60 Prozent liegen.

Nachtrag vom 27. Mai 2020, 22:49 Uhr

Der Start musste wegen des schlechten Wetters auf die nächste Startgelegenheit am Samstag verschoben werden. Der Artikel wurde entsprechend angepasst.

Nachtrag vom 30. Mai 2020, 21:55 Uhr

Der zweite Startversuch war erfolgreich. Die Astronauten sind unterwegs zur ISS.

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 Bessere Werkverträge sparen der Nasa Milliardenbeträge
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snugels 31. Mai 2020

Das ist wahr für den Dreamliner von Boing, allerdings ist hier der Dragon gestartet, und...

Kaiser Ming 31. Mai 2020

Dafür das Boing das mehrfache an Fördermilliarden bekommt haben sie noch nichtmal was...

positron 31. Mai 2020

Das ist so nicht richtig. Niedrigere Orbits sind schneller, höhere langsamer. Das hast...

Jesterfox 28. Mai 2020

Und es war eigentlich schon immer falsch und wurd vor allem auch sehr uneinheitlich...

Peter V. 27. Mai 2020

Oder direkt von der NASA mit ein paar anderen Infos. https://www.youtube.com/watch?v...



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