SpaceX: Booster und Hitzeschild versagen beim 13. Flug des Starship
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Der 13. Flug des Starship(öffnet im neuen Fenster) begann gut und schien gut zu enden. Tatsächlich gelang die Landung so gut, dass das Starship erstmals nicht explodierte. Aber das offenbarte im Ergebnis weitere Probleme an dem Raumschiff. Sie zeigen, dass es auch mit einer weichen Landung noch längst nicht voll und schnell wiederverwendbar sein wird, falls überhaupt.
Nach dem Start liefen alle 33 Triebwerke des Boosters und beschleunigten ihn auf 5.970 km/h, etwas mehr als beim letzten Flug, als ein Triebwerk ausfiel. Auch die Triebwerke des Starships zündeten und der Booster kehrte erfolgreich die Flugrichtung um. Nach dem Wiedereintritt in die Atmosphäre zündeten jedoch nur 10 von 13 Triebwerken ein drittes Mal. Zwei weitere fielen binnen weniger Sekunden aus, später folgten noch einmal drei.
Obwohl der Booster deutlich sichtbar nie über dem Wasser schwebte und der Funkkontakt sofort bei Kontakt mit der Wasseroberfläche abriss – weil der Booster explodierte – wurde im Livestream sofort zu "einer weiteren eindrucksvollen Landung" gratuliert und erst später eine "etwas zu hohe Landegeschwindigkeit" eingestanden. Beim Landemanöver am Fangturm muss die Raketenstufe mit dem Schub der Triebwerke für etwa 10 Sekunden in der Luft schweben, nichts dergleichen war zu sehen.
Triebwerksausfälle haben wohl eine gemeinsame Ursache
Es scheint offensichtlich, dass der Ausfall so vieler Triebwerke nach dem Wiedereintritt bei der dritten Zündung eine gemeinsame Ursache hat. Es könnte sein, dass es eine Explosion eines der Triebwerke gab, die unterschiedlich schwere Schäden an umliegenden Triebwerken verursachte, oder dass die Belastung beim Wiedereintritt zu groß war. Die Triebwerke dienen auch als Hitzeschutzschild und die Geschwindigkeit der Stufe war bei diesem Flug höher als bei allen vorangegangenen.
Nun müssen die Ursache geklärt und vermutlich bauliche Änderungen zum Schutz des Boosters und dessen Triebwerken vorgenommen werden. Das geht im Allgemeinen mit einem größeren Gewicht und einer geringeren Leistung der Raketenstufe einher. Sollte sich eine zu große aerodynamische Belastung als Ursache herausstellen, könnte ein vorheriges Bremsmanöver wie bei der Falcon 9 Abhilfe schaffen, was aber ebenfalls die Leistung reduziert.
Das Starship gelangte anschließend ohne weitere Zwischenfälle ins Weltall, erreichte nördlich der Ostküste Brasiliens mit 198 km den höchsten Punkt der Flugbahn und setzte 20 Starlink-Satelliten aus, die 20 Minuten im Weltall blieben. Der suborbitale Test von 20 vollständigen Satelliten ist ein einzigartiger Vorgang, der zeigt, wie dringend SpaceX eine Rakete mit ausreichender Nutzlastkapazität für deren Start benötigt.
Einige Satelliten wurden mit Kameras und Lichtern ausgestattet, um den Hitzeschild nach dem Start zu inspizieren. Im Livestream hieß es, dass nach einer ersten Auswertung keine sichtbaren Schäden zu sehen gewesen seien. Warum SpaceX diesen Aufwand betreibt, zeigte sich später.
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