SpaceX: Aufnahmen vom Raketeneinschlag auf dem Mond
Am 5. August 2026 schlug die Oberstufe einer Falcon-9-Rakete von SpaceX ungeplant auf der Mondoberfläche ein. Der südkoreanische Satellit Danuri nahm die ersten Bilder der Absturzstelle auf dem Mond auf. Diese wurden am 6. August 2026 von der südkoreanischen Raumfahrtbehörde Kasa (Korea AeroSpace Administration) veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster).
Danuri und die Falcon-9-Oberstufe
Der Einschlag erfolgte am vierten Jahrestag des Startdatums von Danuri, der damals mehrere Monate unterwegs war, um in die Mondumlaufbahn einzuschwenken. Ursprünglich hatte das Missionsteam geplant, die Mission nur ein Jahr lang laufen zu lassen, jedoch wurde das Projekt bereits zweimal verlängert und soll nun noch bis zum Jahr 2027 aktiv bleiben. Anschließend sollen der kontrollierte Abstieg und der Einschlag auf die Mondoberfläche für März 2028 eingeleitet werden.
Die Oberstufe von SpaceX befindet sich bereits seit einem Jahr im Weltraum. Sie brachte im Januar 2025 die Mondlandefähren Blue Ghost vom US-Unternehmen Firefly Aerospace und die zweite Hakuto-R-Mission (Resilience) von der japanischen Firma Ispace ins Weltall. Während der Landeanflug von Resilience fehlschlug, gelang es Firefly als erstem privatwirtschaftlichen Unternehmen überhaupt, eine sichere und fehlerfreie Mondlandung zu absolvieren.
Einschlag konnte nicht verhindert werden
Bei den meisten Falcon-9-Missionen verbrennt die Oberstufe beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre, aber die ferne Mondtransferumlaufbahn dieser Mission machte dies unmöglich. Die Oberstufe ist zu weit von der Erde entfernt und die Schwerkraft vom Mond wirkt stärker auf die ausrangierte Raketenstufe als die Anziehungskräfte der Erde. "Auswirkungen wie diese sind selten, aber sie können mit Objekten in diesen Arten von Umlaufbahnen passieren, und wir haben mit der NASA an der optimalen Entsorgungslösung gearbeitet", teilte SpaceX auf der Social-Media-Plattform X mit(öffnet im neuen Fenster).
Mit einer Geschwindigkeit von 8.700 km/h stürzte die Oberstufe schließlich in der Nähe des Einstein-Kraters auf die Mondoberfläche. Die Vorher- und Nachheraufnahmen von Danuri zeigen, dass das Gelände an der Stelle, an der die Rakete einschlug und einen Krater hinterließ, deutlich dunkler ist. Dabei wurden Staub und Gesteinsbrocken in alle Richtungen geschleudert.
Auch die LRO-Raumsonde der US-Raumfahrtbehörde Nasa soll die Einschlagsstelle in den kommenden Wochen abfliegen, um die Folgen des Einschlags genauer zu begutachten.
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