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SpaceX: 60 von 12.000 Satelliten sind im Orbit

Die Starlink-Konstellation soll weltweit Internetverbindungen mit Satelliten möglich machen. Am Freitag sind die ersten Prototypen gestartet. Golem.de erklärt, was es mit der Konstellation auf sich hat.

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Eine künstlerische Darstellung zeigt die Satelliten beim Ausklappen der Solarzellen.
Eine künstlerische Darstellung zeigt die Satelliten beim Ausklappen der Solarzellen. (Bild: SpaceX / Screenshot (Golem.de))

Die ersten 60 Satelliten der Starlink-Internetsatellitenkonstellation sind im Orbit. Um 4.30 Uhr unserer Zeit startete eine Falcon-9-Rakete mit zwei Stapeln aus je 30 Satelliten an Bord. Während des Fluges wurden die 60 Satelliten durch lange Streben aus Kohlefaser stabilisiert. Ringe an den Satelliten dienten zur Befestigung an den Streben. Während der Entfernung dieser Streben wurde der Livestream für eine halbe Minute unterbrochen. Die Bilder zeigten anschließend nur noch die frei schwebenden Stapel der 60 Satelliten, die danach langsam auseinander drifteten. Die Satelliten wurden dafür gebaut, mögliche Kollisionen während dieses Manövers zu überstehen.

Es war bereits der dritte Startversuch. Der erste war wegen zu starker Höhenwinde abgebrochen worden. Als Grund für den Abbruch des zweiten Versuchs gab SpaceX an, die Software der Satelliten nochmals überprüfen zu wollen. In Zukunft will SpaceX 1.000 bis 2.000 Starlink-Satelliten pro Jahr starten. Dabei soll der Bau eines Satelliten weniger kosten als sein Start, also deutlich weniger als eine Million US-Dollar.

Bei den Satelliten handelt es sich noch um Prototypen, die nur für Funksignale im Ku-Band gebaut sind. Das Ka-Band wird erst von späteren Satelliten bedient werden. Auch die Laserverbindungen zwischen den Satelliten sollen erst später hinzukommen. Ohne die Laser können die Satelliten nur Signale von einer Bodenstation zu einer anderen weiterleiten. Die größtmögliche Distanz unter perfekten Bedingungen beträgt dabei unter 700 km.

Im Endausbau soll die Starlink-Konstellation mit 12.000 Satelliten alles bisher Dagewesene übertreffen. Zur Zeit gibt es nur rund 2.100 aktive Satelliten im Erdorbit. Dann soll Starlink auch Internetverbindungen in weit abgelegenen oder dünn besiedelten Gegenden zu erschwinglichen Preisen möglich machen. Außerdem könnten die Satelliten mit Laserverbindung auf große Entfernungen kürzere Latenzen als Glasfaserverbindungen erreichen - ein Service, der wohl zu deutlich höheren Preisen verkauft werden kann. Jede der 16 Richtantennen der Satelliten soll Verbindungen mit bis zu 1 GBit/s möglich machen. Die Bodenstationen haben ungefähr die Größe einer Haushaltssatellitenschüssel.

Niedrige Orbits verringern Schrottprobleme

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Die je 227 kg schweren Satelliten wurden in einem 440 km hohen Orbit ausgesetzt. Zusammen mit dem Nutzlastadapter bildeten sie eine 18 Tonnen schwere Nutzlast, die schwerste, die jemals von einer Falcon 9 gestartet wurde. Es ist allerdings nicht klar, ob damit 18 US-Short-Tons gemeint waren, die 16,3 metrischen Tonnen entsprechen.

Ihren endgültigen Orbit in 550 km Höhe sollen die Satelliten anschließend aus eigener Kraft erreichen, genauso wie rund 1.600 weitere Satelliten der ersten Ausbauphase. Sollte es dabei zu Fehlfunktionen kommen, würden die betroffenen Satelliten innerhalb eines Jahres abstürzen und in der Erdatmosphäre verglühen. Aus dem endgültigen Orbit dauert das etwa fünf Jahre.

Ursprünglich war eine Höhe von 1.150 km, in der Orbits über viele Jahrhunderte stabil bleiben, geplant und genehmigt worden. Oneweb, eine weniger leistungsfähige Konstellation aus 648 Satelliten, soll in dieser Höhe aufgebaut werden. Die ersten 6 Oneweb Satelliten sind bereits dort. SpaceX dürfte die höheren Orbits in der nächsten Ausbauphase mit rund 3.000 Satelliten besetzen. In der letzten Phase sollen etwa 7.500 Satelliten in niedrigen 340-km-Orbits ausgesetzt werden. Weitere Änderungen in den Plänen sind nicht ausgeschlossen.

Satelliten sollen Schrott selbst ausweichen

Auch mögliche Gefahren durch die Satelliten am Boden sollen minimiert werden. Insbesondere Triebwerksdüsen, Brennkammern, Treibstofftanks und andere massive Bestandteile überstehen oft den Wiedereintritt von Satelliten, weshalb sie bevorzugt über dem südlichen Pazifik zum Absturz gebracht werden. Die Starlink-Satelliten sollen beim Eintritt vollständig zerstört werden, das gilt allerdings noch nicht für die ersten 60 Satelliten. Erst spätere Versionen sollen zu mehr als 95 Prozent verglühen.

Zum Start der Satelliten teilte SpaceX mit, dass diese außerdem in der Lage seien, selbstständig Schrottteilen im Orbit zu auszuweichen. Dazu sollen sie Daten von Norad bekommen, der nordamerikanischen Luft- und Weltraumverteidigung, die Schrottteile mit Radaranlagen vom Boden ausfindig macht und verfolgt.

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SanderK 27. Mai 2019

Klingt doch Ideal ;-) Bekommt der Nutzer, kostenfrei einen Starlink Mobile Internet...

mightypanda 26. Mai 2019

Und wenn man dann einen Stern sieht freut man sich wie Spin aus Skyward :-)

Geistesgegenwart 26. Mai 2019

Die Statista Quelle zweifle ich stark an, bzw. wird da wohl als "Stadt" definiert was...

Neuro-Chef 25. Mai 2019

Die bishe üblichen Tarife waren ja auch abseits der Latenz in mehrfacher Hinsicht...

M.P. 24. Mai 2019

Ich denke doch, dass der komplette Kegel mit einem Winkel von 40° gegen die Senkrechten...


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