SpaceX: 40 Starlink-Satelliten stürzen wegen Sonnensturms ab

Zur Weltraumschrottvermeidung setzt SpaceX die Starlinks in niedrigen Orbits aus. Das wurde einigen Satelliten zum Verhängnis.

Artikel veröffentlicht am ,
Starlink Satelliten werden in tiefen Orbits ausgesetzt, um Weltraumschrott zu vermeiden.
Starlink Satelliten werden in tiefen Orbits ausgesetzt, um Weltraumschrott zu vermeiden. (Bild: SpaceX)

Nach dem Start von 49 Starlink-Satelliten am 3. Februar ist es zu Problemen gekommen. Bis zu 40 der 49 beim Start ausgesetzten Satelliten werden ungeplant in der Erdatmosphäre verglühen. Das teilte SpaceX in einer Pressemeldung mit. Der Grund sei kein technisches Versagen der Falcon 9 oder der Satelliten, sondern schlechtes Weltraumwetter. Zwischen dem 2. und 4. Februar erreichten zwei Sonnenstürme die Erde. Darunter ein Ausbruch des Sonnenflecks AR2936 vom 30. Januar 2022.

Sonnenstürme sind massive Ausbrüche auf der Sonnenoberfläche, die große Mengen elektrisch geladener Wasserstoff- und Heliumatome auf hohe Geschwindigkeiten beschleunigen und manchmal auch Richtung Erde schleudern. Bei besonders heftigen Sonnenstürmen kann es zu Schäden an der Elektronik von Satelliten kommen.

Aber laut der Webseite Spaceweather.com waren es schwache Sonnenstürme, von denen keinerlei Probleme für die Elektronik von Satelliten oder Stromnetzen auf der Erde zu erwarten waren. Das Problem war eine andere Nebenwirkung solcher Sonnenstürme: Sie heizen die obere Atmosphäre der Erde auf, die sich daraufhin ausdehnt. Für neu gestartete Starlink-Satelliten sind die Auswirkungen besonders heftig.

Um Weltraumschrott zu vermeiden, werden die Starlinks in besonders niedrigen Orbits mit einer Höhe von nur 250 Kilometern ausgesetzt. Dort ist die Luftreibung schon im Normalfall groß genug, um Schrott innerhalb weniger Tage bis Wochen abzubremsen und aus der Umlaufbahn zu entfernen. Durch den Sonnensturm war die Luftreibung 50 Prozent höher als normal und bis zur Inbetriebsetzung waren die Orbits von 40 Satelliten schon so tief abgesunken, dass ihre schwachen Ionentriebwerke nicht mehr reichten, um der Atmosphäre zu entkommen.

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Engel 12. Feb 2022

+1

x2k 11. Feb 2022

Das ist kein Weltraumschrott, das ist ein Schutzschild gegen Aliens. Seit da oben die...

x2k 11. Feb 2022

Das ist richtig, aber man kann ja einfach behaupten man mache das wegen der Umwelt. Gro...

desaboya 10. Feb 2022

2-5 Jahre. Was immer noch sehr kurz ist verglichen zu den tausendenden von Jahren von...



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