Spaceview: Crowdsourcing gegen Weltraumschrott

Die Darpa ruft Amateurastronomen auf, beim Schutz von Satelliten vor Weltraumschrott zu helfen. Die Astronomen sollen ihre Ausrüstung zur Verfügung stellen, um die Objekte im Orbit im Blick zu behalten.

Artikel veröffentlicht am ,
Weltaumschrott (künstlerische Darstellung): geringe finanzielle Vergütung
Weltaumschrott (künstlerische Darstellung): geringe finanzielle Vergütung (Bild: Esa)

Weltraumschrott bereitet den Betreibern von Satelliten große Sorgen: Trifft ein größeres Teil einen Satelliten, kann dieser sich schnell in weiteren Weltraumschrott verwandeln. Die Defense Advanced Research Project Agency (Darpa) will dem Problem mit Crowdsourcing beikommen.

Stellenmarkt
  1. Requirements Engineer (w/m/d) Softwareentwicklung
    SSI SCHÄFER IT Solutions GmbH, Dortmund
  2. Senior IT Projektmanager (w/m/d)
    Bechtle GmbH, Hamburg
Detailsuche

Spaceview heißt das Programm, das die Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums dazu eingerichtet hat. Sie will Amateurastronomen anwerben, die dabei helfen sollen, die Objekte im Orbit im Blick zu behalten und so die Satelliten zu schützen.

Die USA betreiben bereits das Space Surveillance Network (SSN), das den Weltraumschrott von der Erde aus beobachten soll. Es besteht aus 29 Beobachtungsstationen weltweit, die den Weltraum per Teleskop und Radar absuchen.

Das SSN könne aber nur 30.000 der 500.000 gefährlichen Objekte beobachten, erklärt die Darpa. Es so auszubauen, dass alle im Blick behalten werden, sei zu teuer, gibt die Darpa offen zu. Sie setzt deshalb auf die Mitarbeit von Amateurastronomen, die "ohnehin die Fähigkeit und die Leidenschaft haben, den Weltraum zu beobachten".

Die Darpa will ihnen nicht näher bezeichnete "qualitativ hochwertige Astronomiehardware und -software" zur Verfügung stellen. Die Spaceview-Teilnehmer sollen diese betreiben und unterhalten sowie ihre Teleskope zur Nutzung für das Programm zur Verfügung stellen. Dafür erhalten sie "eine relativ geringe finanzielle Vergütung" und dürfen offenbar auch alle oder einen Teil der Geräte, die die Darpa ihnen zur Verfügung stellt, behalten.

Alle angeschlossenen Spaceview-Stationen werden dann zu einem Netz zusammengeschlossen, das einen einzigen virtuellen Sensor ergibt. Mit diesem will die Darpa rund 500.000 Objekte, die zwischen 1 und 10 Zentimeter groß sind, beobachten.

Weltraumschrott stellt eine Bedrohung für Satelliten und andere Raumfahrzeuge in der Erdumlaufbahn dar. Verschiedene Projekte beschäftigen sich damit, das Problem in den Griff zu bekommen. Die Darpa etwa plant, Teile von außer Dienst gestellten Satelliten wieder zu verwenden. Das Deutsche Forschungsinstitut für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Bremen entwickelt einen Satelliten, der Weltraumschrott einfängt und unschädlich macht. US-Wissenschaftler sind gar auf die Idee gekommen, Objekte im Orbit mit einer Laserkanone abzuschießen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Der Nachfolger von Windows 10
Windows 11 ist da

Nun ist es offiziell: Microsoft kündigt das neue Windows 11 an. Vieles war bereits vorher bekannt, einiges Neues gibt es aber trotzdem.

Der Nachfolger von Windows 10: Windows 11 ist da
Artikel
  1. EE: Britische Netzbetreiber führen wieder Roaming ein
    EE
    Britische Netzbetreiber führen wieder Roaming ein

    Für britische Mobilfunk-Nutzer ist die Zeit des freien Telefonierens in der EU bald vorbei. EE und zuvor O2 und Three haben Einschränkungen angekündigt.

  2. Krypto-Betrug in Milliardenhöhe: Gründer von Africrypt stehlen 69.000 Bitcoin
    Krypto-Betrug in Milliardenhöhe
    Gründer von Africrypt stehlen 69.000 Bitcoin

    Die Gründer der Kryptoplattform Africrypt haben sich offenbar mit 69.000 gestohlenen Bitcoin abgesetzt. Der Betrug deutete sich schon vor Monaten an.

  3. Interview: Avatar und die global beleuchteten Mikrodetails von Pandora
    Interview
    Avatar und die global beleuchteten Mikrodetails von Pandora

    Waldplanet statt The Division: Golem.de hat mit dem Technik-Team von Avatar - Frontiers of Pandora über die Snowdrop-Engine gesprochen.
    Ein Interview von Peter Steinlechner

led02 13. Nov 2012

Also hier wird ja wild herumgemutmaßt... Also zunächst erstmal ist ganz klar: Solange die...

Technikfreak 13. Nov 2012

Das hatte ich schon verstanden, nur leider ist nicht klar, was die Darpa genau liefert...

SirFartALot 13. Nov 2012

http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/oesterreich/1241838/Grazer-orten...


Folgen Sie uns
       


  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Mega-Wiedereröffnung bei MediaMarkt - bis zu 30 Prozent Rabatt • Samsung SSD 980 Pro PCIe 4.0 1TB 166,59€ • Gigabyte M27Q 27" WQHD 170Hz 338,39€ • AMD Ryzen 5 5600X 251,59€ • Dualsense Midnight Black + R&C Rift Apart 99,99€ • Logitech Lenkrad-Sets zu Bestpreisen [Werbung]
    •  /