Spacesail: China schießt Satelliten für Starlink-Konkurrenten ins All
China baut ein eigenes Satelliteninternet: Die ersten Satelliten einer neuen Konstellation sind gestartet und in den vorgesehenen Orbit ausgesetzt worden.
Die 18 Qianfan-Satelliten seien von einer Rakete vom Typ Langer Marsch 6A ins All gebracht worden, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua(öffnet im neuen Fenster). Es handele sich um die erste Tranche der Spacesail-Konstellation, die in einer niedrigen Erdumlaufbahn (Low Earth Orbit, Leo) aufgebaut wird.
Initiator der Spacesail-Konstellation ist die Shanghai Spacecom Satellite Technology (SSST). Spacesail soll Nutzer laut Xinhua weltweit "Breitband-Internetdienste mit niedrigen Latenzzeiten, hoher Geschwindigkeit und hoher Zuverlässigkeit über Satellit" bieten.
SSST will zunächst 1.300 Satelliten starten
SSST hat im vergangenen Jahr bei der Internationalen Fernmeldeunion (International Telecommunication Union, ITU) angekündigt, zunächst 1.296 Satelliten in einer Höhe von etwa 1.100 Kilometern auszusetzen. Insgesamt soll die komplette Konstellation aus rund 14.000 Satelliten bestehen.
Spacesail ist nicht die einzige Konstellation für Satelliteninternet aus China. Das vom Staat unterstützte Unternehmen Satnet will eine Konstellation mit der Bezeichnung Guowang (GW) – übersetzt: Nationales Netz – aufbauen.
Angekündigt wurde Guowang Anfang vergangenen Jahres als Antwort auf die Starlink-Konstellation US-Raumfahrtunternehmens SpaceX. Guowang soll aus knapp 13.000 Satelliten bestehen. Bisher wurde aber noch keiner ins All geschossen.
Die meisten Satelliten kreisen in niedrigen Umlaufbahnen um die Erde. Dazu gehören vor allem Megakonstellationen für Satelliteninternetdienste wie Starlink oder künftig Kuiper von Amazon. Experten sehen darin die Gefahr, dass sich das Problem mit Weltraummüll verschärfen wird. Auch die Internationale Raumstation (International Space Station, ISS) muss immer mal wieder bei Kollisionsgefahr ihre Position ändern.
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