• IT-Karriere:
  • Services:

SpaceMobile: Vodafone investiert in Satellitennetz für LTE und 5G

Ein US-Unternehmen will per Satellit ein LTE- und später ein 5G-Netz über der Erde aufspannen. Vodafone investiert in AST & Science und das Projekt SpaceMobile.

Artikel veröffentlicht am , /
BlueWalker 1 Launch
BlueWalker 1 Launch (Bild: Indian Space Research Organization)

Vodafone wird zusammen mit dem japanischen Netzbetreiber Rakuten Hauptinvestor für das satellitengestützte 4G-Netzwerk von AST & Science. Wie Vodafone am 3. März 2020 bekanntgab, kann das SpaceMobile-Netzwerk Verbindung zu Standard-Smartphones herstellen und verspricht in Zukunft 5G-Konnektivität.

Stellenmarkt
  1. Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), Düsseldorf
  2. HABA Group B.V. & Co. KG, Bad Rodach

Durch diese neue Investition erhöht sich die Gesamtsumme des Kapitals von AST & Science auf 128 Millionen US-Dollar.

AST & Science wird zunächst 4G-Dienste für Partnernetzwerke weltweit anbieten. Das SpaceMobile-Netzwerk verspricht "Roaming zu terrestrischen Mobilfunknetzen mit vergleichbaren Datenraten, ohne dass spezielle Satellitentelefone erforderlich sind". Nick Read, Chef der Vodafone Group, erklärte, SpaceMobile sei in der Lage, eine "universelle Mobilfunkabdeckung bereitzustellen, insbesondere in ländlichen Gebieten und während Natur- oder humanitären Katastrophen".

Zusätzlich zu seiner Investition in AST & Science hat Vodafone vereinbart, technisches, operatives und regulatorisches Know-how zur Unterstützung des weltweiten Einsatzes von SpaceMobile einbringen.

Über die Technik sagt AST Science auf seiner Webseite wenig und beschreibt sie lediglich als eine "revolutionäre Technologie, die die Art und Weise verändern werde, wie Satelliten gebaut, gestartet und genutzt werden". Es soll eine große Anzahl "ultra-leistungsfähiger Low-Cost-Satelliten" für den niedrigen Erdorbit gebaut werden.

Details gab ein Sprecher der Firma in einem Interview mit dem Online-Magazin Wired bekannt. Demnach sollen die Funksignale im Orbit von kleinen Modulen gesendet werden, die wie ein großer Satellit in Netzwerken zusammenarbeiten und eine große Antenne bilden. Dies dürfte der Phased-Array-Technik ähneln, mit der etwa eine große Anzahl von Radioteleskopen zu einer Antenne verbunden werden. Die Module sollen dabei über mehrere Hundert Fuß, also vielleicht 100 Meter, um den zentralen Satelliten verteilt werden. In der ersten Generation sollen die Module dabei physisch mit dem zentralen Satelliten verbunden sein. Später will das Unternehmen WLAN-Verbindungen nutzen.

Satelliten durch Fliehkraft in Position gehalten

Die großen Antennen sind aus mehreren Gründen notwendig. Zum einen durchdringen die Millimeterwellen des 5G-Standards nicht die Erdatmosphäre, so dass nur die langwelligeren Teile des Mobilfunkspektrums in Frage kommen. Größere Wellenlängen erfordern aber größere Antennendurchmesser, um sie zu bündeln. Eine bessere Bündelung senkt außerdem den Energiebedarf der Satelliten, weil so bei gleicher Sendeleistung die Signalstärke am Boden steigt.

Die physische Verbindung dürfte dabei nicht nur die Signalübertragung erleichtern, sondern auch für einen konstanten Abstand zwischen den Satelliten sorgen. Das sogenannte Station-Keeping im Orbit funktioniert nur mit hintereinander fliegenden Satelliten, da sich die Flugbahnen von nebeneinander fliegenden Satelliten während der Erdumkreisung zweimal überkreuzen. Bei übereinander fliegenden Satelliten wird der untere Satellit den oberen langsam überholen. Deswegen hilft es, wenn die Module starr miteinander verbunden oder mit Drähten an den zentralen Satelliten gekoppelt werden. Dann könnte die ganze Formation in Rotation versetzt werden, so dass die Satelliten durch die Fliehkraft in Position gehalten werden, wie es etwa bei der Mission Gemini 12 demonstriert wurde.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de

kernash 04. Mär 2020 / Themenstart

Vermutlich die Regulationsbehörden. Die bisherigen Mobilfunkfrequenzen sind nur für...

TrollNo1 04. Mär 2020 / Themenstart

Schau dir mal seine Signatur an. Profitipp: Dieser Autor schreibt viele Artikel über...

AllDayPiano 03. Mär 2020 / Themenstart

Oder doch? Kann es sein, dass man hier wiedermal wirtschaftliche Interessen über jede...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Tesla baut Gigafactory in Brandenburg - Bericht

Wald weg, Wasser weg, Tesla da? Wir haben Grünheide besucht.

Tesla baut Gigafactory in Brandenburg - Bericht Video aufrufen
Homeschooling-Report: Wie Schulen mit der Coronakrise klarkommen
Homeschooling-Report
Wie Schulen mit der Coronakrise klarkommen

Lösungen von Open Source bis kommerzielle Lernsoftware, HPI-Cloud und Lernraum setzen Schulen derzeit um, um ihre Schüler mit Aufgaben zu versorgen - und das praktisch aus dem Stand. Wie läuft's?
Ein Bericht von Stefan Krempl

  1. Kinder und Technik Elfjährige CEO will eine Milliarde Kinder das Coden lehren
  2. IT an Schulen Intelligenter Stift zeichnet Handschrift von Schülern auf
  3. Mädchen und IT Fehler im System

Arduino: Diese Visitenkarte ist ein Super-Mario-Spielender-Würfel
Arduino
Diese Visitenkarte ist ein Super-Mario-Spielender-Würfel

Eine Visitenkarte aus Papier ist langweilig! Der Elektroniker Patrick Schlegel hat eine Platine als Karte - mit kreativen Funktionen.
Von Moritz Tremmel

  1. Thinktiny Mini-Spielekonsole sieht aus wie winziges Thinkpad

Videostreaming: So verändert Disney+ auch Netflix, Prime Video und Sky
Videostreaming
So verändert Disney+ auch Netflix, Prime Video und Sky

Der Markt für Videostreamingabos in Deutschland ist jetzt anders: Mit dem Start von Disney+ erhalten Amazon Prime Video, Netflix sowie Sky Ticket ganz besondere Konkurrenz.
Von Ingo Pakalski

  1. Disney+ Surround-Ton nur auf drei Fire-TV-Modellen
  2. Telekom-Kunden Verzögerungen bei der Aktivierung für Disney+
  3. Coronavirus-Krise Disney+ startet mit reduzierter Streaming-Bitrate

    •  /