Abo
  • IT-Karriere:

SpaceIL: Israelische Mondlandung fehlgeschlagen

Die israelische Raumsonde Beresheet ist bei der geplanten Landung auf dem Mond am Boden zerschellt. Acht Minuten nach Beginn des Manövers ist erstmals der Kontakt abgebrochen. Auch ein Neustart des Bordcomputers hat nicht geholfen. Der Hauptsponsor hat inzwischen Beresheet 2.0 angekündigt.

Artikel veröffentlicht am ,
Das letzte Bild des Landers, bevor der Kontakt abbrach
Das letzte Bild des Landers, bevor der Kontakt abbrach (Bild: SpaceIL)

Die geplante Mondlandung des von SpaceIL gebauten und am 22. Februar 2019 gestarteten israelischen Mondlanders Beresheet ist gescheitert. Um 21:11:30 Uhr MESZ startete in einer Höhe von 25 km über dem Mond das Bremsmanöver. Mit einem modifizierten Satellitentriebwerk begann der Abstieg. Alles verlief problemlos, bis die Trägheitssensoren zur Lagebestimmung ausfielen. 8 Minuten und 10 Sekunden nach Anfang des Manövers riss erstmals der Kontakt ab.

Stellenmarkt
  1. UnternehmerTUM GmbH, Garching bei München
  2. Bayern Facility Management GmbH, München

21 Sekunden später konnte der Kontakt wieder hergestellt werden. Mit einem Systemneustart hofften die Ingenieure, den Lander wieder unter Kontrolle zu bringen, aber das Haupttriebwerk reagierte nicht mehr zuverlässig. Drei Minuten später, um 21:23:01, schlug der Mondlander hart auf die Oberfläche auf.

Der Verlauf der Mission wurde unter anderem mit dem von niederländischen Amateuren betriebenen, 25 Meter großen Dwingeloo Radioteleskop verfolgt. Die Beobachtung der Dopplerverschiebung, ein Maß für die Geschwindigkeit relativ zur Erdoberfläche, zeigte den zunächst erfolgreichen Verlauf der Mission, die technischen Probleme und die letzten Radiosignale bis zum Absturz.

Probleme schon kurz nach dem Start

Tatsächlich hatte das Beresheet-Team bereits kurz nach dem Start der Sonde mit technischen Problemen zu kämpfen. Der Sternensensor, mit dem sich der Mondlander seine Lage im All feststellte, wurde von der Sonne geblendet. Außerdem gab es einen unerwarteten Computerausfall, in dessen Folge ein geplantes Manöver nicht ausgeführt wurde. Ob ein ähnliches Problem zum Fehlschlag der Landung führte, muss die Auswertung zeigen.

Vor zwei Wochen gab die X-Prize Stiftung bekannt, dass SpaceIL bei einer erfolgreichen Landung ein Preisgeld von einer Million US-Dollar erhielte, nachdem der Google-Lunar-X-Prize nicht vergeben wurde. Schon kurz nach dem Absturz gab Stiftungsgründer Peter Diamandis bekannt, dass SpaceIL trotz gescheiterter Landung das Preisgeld bekäme. Insgesamt kostete die Mission rund 100 Millionen US-Dollar. Ein zweiter Lander soll innerhalb der nächsten zwei Jahre gebaut werden.

Nachtrag vom 13. April 2019, 19:00 Uhr

Morris Khan, israelischer Milliardär und Hauptsponsor von Beresheet, hat auf Twitter inzwischen auch offiziell eine Nachfolgemission angekündigt.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 139,00€ (Bestpreis!)
  2. (aktuell u. a. Speedlink Velator Gaming-Tastatur für 9,99€, Deepcool New Ark Gehäuse für 249...
  3. 104,90€

MeinSenf 14. Apr 2019

Vielleicht hat er sich nicht richtig geöffnet.

Bradolan 14. Apr 2019

Hier wurde nun halt Redundanz im Sinne von "wenn eine Sonde abstürzt bauen wir halt...

Jakelandiar 13. Apr 2019

Huh? Du meinst also einen Beitrag mit dem Titel "@Golem" zu eröffnen, wie es bei sowas...

Frittenjay 12. Apr 2019

+1

1ras 12. Apr 2019

Hätte er mal besser nicht versucht, das Problem durch den 1st Level Support lösen zu...


Folgen Sie uns
       


World of Warcraft Classic angespielt

Spielen wie zur Anfangszeit von World of Warcraft: Golem.de ist in WoW Classic durch die Fantasywelt Azeroth gezogen und hat sich mit Kobolden und Bergpumas angelegt.

World of Warcraft Classic angespielt Video aufrufen
Ryzen 7 3800X im Test: Der schluckt zu viel
Ryzen 7 3800X im Test
"Der schluckt zu viel"

Minimal mehr Takt, vor allem aber ein höheres Power-Budget für gestiegene Frequenzen unter Last: Das war unsere Vorstellung vor dem Test des Ryzen 7 3800X. Doch die Achtkern-CPU überrascht negativ, weil AMD es beim günstigeren 3700X bereits ziemlich gut meinte.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Agesa 1003abba Microcode-Update taktet Ryzen 3000 um 50 MHz höher
  2. Agesa 1003abb Viele ältere Platinen erhalten aktuelles UEFI für Ryzen 3000
  3. Ryzen 5 3400G und Ryzen 3 3200G im Test Picasso passt

Party like it's 1999: Die 510 letzten Tage von Sega
Party like it's 1999
Die 510 letzten Tage von Sega

Golem retro_ Am 9.9.1999 kam in den USA mit der Sega Dreamcast die letzte Spielkonsole der 90er Jahre auf den Markt. Es sollte auch die letzte Spielkonsole von Sega werden. Aber das wusste zu diesem Zeitpunkt noch niemand.
Von Martin Wolf


    Acer Predator Thronos im Sit on: Der Nerd-Olymp
    Acer Predator Thronos im Sit on
    Der Nerd-Olymp

    Ifa 2019 Ob wir es nun den eisernen Thron oder den Sitz der Götter nennen: Der Predator Thronos von Acer fällt auf dem Messestand des Herstellers schon auf. Golem.de konnte den skurrilen Stuhl ausprobieren. Er ist eines Gaming-Kellers würdig.
    Ein Hands on von Oliver Nickel

    1. Nitro XV273X Acer baut ersten Monitor mit IPS-Panel und 240 Hz
    2. Acer Beim Predator-Notebook fährt die Tastatur wie eine Rampe aus
    3. Geräte für Mediengestalter Acer gibt Verfügbarkeit der Concept-D-Laptops bekannt

      •  /