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SpaceIL: Der Mond ist keine Herausforderung mehr

Die Landung auf dem Mond hat zwar nicht geklappt, aber ein zweiter Versuch wäre langweilig: Die israelische Raumfahrtorganisation SpaceIL will ihr zweites Raumfahrzeug zu einem anderen Himmelskörper schicken. Welcher das sein wird, verrät sie noch nicht.
/ Werner Pluta
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Künstlerische Darstellung des Mondlandefahrzeugs Beresheet: großer Erfolg trotz Bruchlandung (Bild: Oshratsl)
Künstlerische Darstellung des Mondlandefahrzeugs Beresheet: großer Erfolg trotz Bruchlandung Bild: Oshratsl / CC-BY-SA 4.0

Nicht noch einmal zum Mond: Die israelische Nonprofit-Organisation SpaceIL will keine zweite Mondmission starten. Das neue Raumfahrzeug soll zu einem anderen Ziel fliegen, wie die Gruppe bekanntgab.

Nach der fehlgeschlagenen Mondlandung im April hatte SpaceIL angekündigt, ein neues Raumfahrzeug mit dem Namen Beresheet 2.0 zu bauen und damit noch einmal zum Mond zu fliegen. Von diesem Plan ist die Organisation offensichtlich abgekommen.

"Dieses Mal werden wir nicht zum Mond fliegen" , schreiben die Israelis in einem Tweet(öffnet im neuen Fenster) . Beresheets Reise zum Mond sei als großer Erfolg wahrgenommen worden. Für Beresheet 2.0 werde SpaceIL "ein anderes wichtiges Ziel" suchen. Der Versuch einer zweiten Mondlandung sei eine zu geringe Herausforderung, heißt es in der Mitteilung. Details will die Organisation zu einem späteren Zeitpunkt in Kürze bekanntgeben.

SpaceIL hatte das Landefahrzeug Beresheet im Zuge des Google-Lunar-X-Prize entwickelt, der Anfang vergangenen Jahres vorzeitig und ohne Ergebnis beendet wurde. Am 22. Februar flog Beresheet – zu deutsch: Schöpfung – an Bord einer Falcon-9-Rakete zum Mond .

Beresheets geplanter Weg zum Mond – SpaceIL
Beresheets geplanter Weg zum Mond – SpaceIL (03:56)

Die Landung auf dem Mond war für den 11. April geplant. Doch während des Abstiegs kam es zu Problemen mit einigen Sensoren sowie mit dem Haupttriebwerk. Der Lander geriet außer Kontrolle und schlug auf dem Mond auf . Zwei Tage nach der Bruchlandung kündigte Morris Khan, israelischer Milliardär und Hauptsponsor, eine Nachfolgemission an.


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