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Spaceborne Computer: HPEs Weltraumcomputer rechnet mit 1 Teraflops

Vor einem Monat ins All geschossen, jetzt im Betrieb: HPEs Spaceborne Computer findet seinen Platz an der Decke der ISS . Erste Benchmarks bescheinigen dem System eine Rechenleistung von einem Teraflop pro Sekunde.
/ Oliver Nickel
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Kein Raumschiff aus dem Film Alien, sondern HPEs Spaceborne Computer in der ISS (Bild: HPE)
Kein Raumschiff aus dem Film Alien, sondern HPEs Spaceborne Computer in der ISS Bild: HPE

Nach dem Launch des Projektes Spaceborne Computer auf der internationalen Raumstation ISS hat HPE erste Erfahrungen in einem Blogeintrag(öffnet im neuen Fenster) bekanntgegeben. Das System wurde demnach erfolgreich installiert und der Boot-Prozess ging ohne Probleme vonstatten. Auch erste Benchmarktests wurden während des vergangenen Monats durchgeführt. Der Computer erreicht eine Rechenleistung von einem Teraflop pro Sekunde.

HPE Spaceborne Computer – Trailer
HPE Spaceborne Computer – Trailer (01:41)

Auf der Erde beobachteten HPE-Mitarbeiter die Installation und den Einbau des Computersystems. Astronauten auf der ISS haben den HPE Computer an die Decke der Raumstation mit winzigen Bolzen befestigt. Das sei wegen der Schwerelosigkeit ausreichend – obwohl das komplette System 56 Kilogramm wiegt.

Installation – Check

Bevor der Computer an die Energieversorgung der ISS angeschlossen wurde, haben die Astronauten die Kabel für die Wasserkühlung und die Ethernet-Netzwerkverbindung angeschlossen. Laut HPE ist das eine Sicherheitsmaßnahme, um eventuellen Schaden durch Wasserlecks zu verhindern.

Erst danach wurde das System an zwei Spannungsversorgungen mit 110 Volt und 48 Volt angeschlossen. Der Bootup-Prozess leitete sich automatisch ein. Am Boden haben HPE-Mitarbeiter dann Software auf den Computer geladen. Zum Vergleich hat HPE ein zweites System auf der Erde aufgebaut. Beide Geräte funktionieren identisch.

Benchmarktests – Check

Zum Testen des System hat HPE zwei verschiedene Benchmarks auf dem Spaceborne Computer laufen lassen. Erst wurde der Multi-Node High Performance Benchmark Test (HPL) durchgeführt. Dieser bescherte dem System die Kapazität von einem Teraflops. Um diesen Wert zu überprüfen und zu bestätigen, wurde ein zweiter Test, der High Performance Conjugate Gradients (HPCG), durchgeführt.

Beide Benchmarks werden auch für die Top-500-Liste der schnellsten Supercomputer der Welt entwickelt. Platz 500 ist laut der Tabelle vom November 2016(öffnet im neuen Fenster) ein HPE-System mit 510 Teraflops an Rechenleistung. Der Spaceborne Computer wird im Dauereinsatz noch ein Jahr lang getestet. Später soll das System für eventuelle bemannte Marsmissionen verwendet werden.


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