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Spaceborne Computer 2: HPE schießt zweiten Weltraumcomputer ins All

Der Spaceborne Computer 2 soll auf der ISS zwei bis drei Jahre Daten sammeln und verarbeiten – auch als Vorbereitung für Mars-Missionen.
/ Oliver Nickel
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Der Spaceborne Computer 2 wird zur ISS befördert. (Bild: NASA/HPE/Montage: Golem.de)
Der Spaceborne Computer 2 wird zur ISS befördert. Bild: NASA/HPE/Montage: Golem.de

Nach dem erfolgreichen Test des Spaceborne Computers auf der Internationalen Raumstation ISS hat Hersteller HPE dessen Nachfolger angekündigt. Der Spaceborne Computer 2(öffnet im neuen Fenster) soll am 20. Februar ins All geschossen werden und dann zwei bis drei Jahre lang auf der ISS genutzt werden. Das System soll insgesamt doppelt so schnell arbeiten, was in der Theorie eine Rechenleistung von etwa 2 TFlops bedeutet. Zum Vergleich: Eine Playstation 5 kann insgesamt etwa 10 Tflops berechnen.

Allerdings würde eine Spielkonsole ohne nennenswerten Strahlenschutz nicht sehr lange im Orbit um die Erde überleben, geschweige denn auf künftige Mars-Missionen gehen können. Dafür soll der Spaceborne Computer 2 gemacht sein. Das System soll etwa für die Berechnung von Wetterverhältnissen genutzt werden und könnte bei künftigen Missionen Staubstürme auf dem Mars vorausberechnen. Das HPE-System soll zudem mehrere GPUs beinhalten, mit denen Bilder analysiert werden können.

Weltraumcomputer auf Basis von HPE-Servern

Der HPE-Computer soll diverse Sensorendaten von der Raumstation selbst und von diversen Satelliten direkt auf der ISS sammeln und der Astronautenbesatzung zur Verfügung stellen. Solche Daten sollen etwa Einsichten in Verkehrsbewegungen auf der Erde, in Luftqualitätsmessungen oder in die Bewegungen von Objekten im Orbit geben.

HPE kooperiert dazu mit Microsoft und dessen Azure-Space-Programm. Somit sollen auch Forscherteams auf der Erde auf Daten des Spaceborne Computer 2 zugreifen können. Dabei sollte kaum ein Unterschied zur Nutzung eines Servers auf der Erde bestehen. Schließlich wurde der Spaceborne Computer 2 aus existierenden HPE-Produkten zusammengesetzt: Einem Proliant DL360 und einem Edgeline Converged System.

Interessierte können ihre Projekte für das System in einem Online-Formular(öffnet im neuen Fenster) einreichen.


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