Abo
  • Services:
Anzeige
Start einer Falcon-Rakete: einfache Technik
Start einer Falcon-Rakete: einfache Technik (Bild: SpaceX/CC0 1.0)

Space X und Spaceshuttle: Kann sich Wiederverwendung in der Raumfahrt lohnen?

Start einer Falcon-Rakete: einfache Technik
Start einer Falcon-Rakete: einfache Technik (Bild: SpaceX/CC0 1.0)

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa will nach dem Ende des Spaceshuttle-Programms zurück zur Einwegrakete. SpaceX-Chef Elon Musk hingegen plant, seine Raketen mehrfach ins All zu schießen. Das soll Raumflüge günstiger machen.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

Die erfolgreiche Landung der ersten Stufe der Trägerrakete Falcon 9 belebt das alte Versprechen einer billigeren Raumfahrt durch Wiederverwendbarkeit wieder. Viele erinnern sich noch an das Spaceshuttle-Programm, das mit einem Budget von über 200 Milliarden US-Dollar nur 135 Flüge realisierte. Was die Raumfahrt billiger machen sollte, wurde zum teuersten Programm aller Zeiten. Ist also Skepsis angebracht, wenn das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX nun wieder behauptet, dass es durch Wiederverwendung Raumfahrt viel billiger machen könne?

Die Argumentation von SpaceX-Chef Elon Musk ist durchaus einleuchtend. Fast niemand könnte sich einen Flug mit einem Flugzeug leisten, wenn das Flugzeug nach jedem Flug weggeworfen würde. Stattdessen würden sie im Allgemeinen nur kurz inspiziert, neu aufgetankt - und flögen dann weiter. Der Treibstoff macht nur etwa 0,3 Prozent der Startkosten einer Falcon-9-Rakete aus. Das Potenzial für Einsparungen ist also da.

Anzeige

Was lief beim Spaceshuttle schief?

Trotzdem erreichte das Spaceshuttle die Einsparungen nicht einmal im Ansatz. Aber ein gescheiterter Versuch ist noch kein Beweis, dass die gesamte Idee falsch ist. Viel interessanter ist die Frage, was beim Spaceshuttle schiefgelaufen sein muss, warum also die Kosten trotz Wiederverwendung so hoch ausfielen. Die Antwort: Verantwortlich waren letztlich politische Entscheidungen, die zu einer unsinnigen Konstruktion geführt haben.

Aus physikalischer Sicht war das Spaceshuttle eine klassische zweistufige Rakete. Zwei knapp 600 Tonnen schwere Feststoffraketen bildeten die erste Stufe. Das Shuttle mit dem großen Treibstofftank war die zweite Stufe - auch wenn die zweite Stufe zur Sicherheit zusammen mit der ersten am Boden gezündet wurde. Der Tank wog 26,5 Tonnen und fasste etwa 735 Tonnen Treibstoff. Dazu kam noch das 80 Tonnen schwere Shuttle selbst, mit jeweils etwa 20 Tonnen Treibstoff und 20 Tonnen Nutzlast - je nach Orbit.

Das Spaceshuttle kam nicht in den geostationären Orbit

Das Shuttle brauchte so viel eigenen Treibstoff, weil es nicht ganz in eine Umlaufbahn gebracht wurde. Nur so konnte der große Treibstofftank noch kontrolliert über dem Meer abstürzen. Das letzte Stück in den niedrigen Orbit musste das Shuttle selbst zurücklegen. Hohe Orbits wie die Übergangsbahn zum geostationären Orbit (GSO) konnte es gar nicht erreichen. Dazu musste es noch eine Raketenstufe als Nutzlast mitnehmen.

Für einen Satelliten wären dann höchstens noch 3,8 Tonnen übriggeblieben. Aber die dafür nötige Centaur-Stufe wurde nie eingesetzt. Mit der tatsächlich benutzten Oberstufe Inertial Upper Stage (IUS) blieben aber nur 2,3 Tonnen - weniger als die Nutzlast einer Sojus-2-Rakete.

Auf die letzte Stufe kommt es an 

eye home zur Startseite
Peter(TOO) 12. Jan 2016

Als erstes müsste man verstehen, wie die Gravitation überhaupt funktioniert, da hat man...

Peter(TOO) 12. Jan 2016

So ganz funktioniert deine Idee nicht wirklich. Grundsätzlich braucht man eine...

Peter(TOO) 12. Jan 2016

Meines Wissens wurden 30t Nutzlast und die Masse der Ladebucht vom Militär vorgegeben...

Peter(TOO) 12. Jan 2016

Wie Frank geschrieben hat, sollte das Shuttle ALLES ersetzen. Ursprünglich war geplant...

gehtjanx 10. Jan 2016

und komplett nichts mit IT-News zu tun hat. Kein einziger Satz über verwendete Computer...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. I.T.E.N.O.S. International Telecom Network Operation Services GmbH, Bonn
  2. DRÄXLMAIER Group, Vilsbiburg bei Landshut
  3. über Baumann Unternehmensberatung AG, Ingolstadt, München, Stuttgart
  4. Spheros GmbH, Gilching bei München


Anzeige
Top-Angebote
  1. (alle Angebote versandkostenfrei, u. a. CoD: Infinite Warefare Legacy Edition 25,00€)
  2. 59,00€
  3. (alle Angebote versandkostenfrei, u. a. Yakuza Zero PS4 29€ und NHL 17 PS4/XBO 25€)

Folgen Sie uns
       


  1. Service

    Telekom verspricht kürzeres Warten auf Techniker

  2. BVG

    Fast alle U-Bahnhöfe mit offenem WLAN

  3. Android-Apps

    Rechtemissbrauch ermöglicht unsichtbare Tastaturmitschnitte

  4. Electro Fluidic Technology

    Schnelles E-Paper-Display für Video-Anwendungen

  5. Heiko Maas

    "Kein Wunder, dass Facebook seine Vorgaben geheim hält"

  6. Virtual Reality

    Oculus Rift unterstützt offiziell Roomscale-VR

  7. FTP-Client

    Filezilla bekommt ein Master Password

  8. Künstliche Intelligenz

    Apple arbeitet offenbar an eigenem AI-Prozessor

  9. Die Woche im Video

    Verbogen, abgehoben und tiefergelegt

  10. ZTE

    Chinas großes 5G-Testprojekt läuft weiter



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Blackberry Keyone im Test: Tolles Tastatur-Smartphone hat zu kurze Akkulaufzeit
Blackberry Keyone im Test
Tolles Tastatur-Smartphone hat zu kurze Akkulaufzeit
  1. Blackberry Keyone kommt Mitte Mai
  2. Keyone Blackberrys neues Tastatur-Smartphone kommt später

The Surge im Test: Frust und Feiern in der Zukunft
The Surge im Test
Frust und Feiern in der Zukunft
  1. Computerspiele und Psyche Wie Computerspieler zu Süchtigen erklärt werden sollen
  2. Wirtschaftssimulation Pizza Connection 3 wird gebacken
  3. Mobile-Games-Auslese Untote Rundfahrt und mobiles Seemannsgarn

Vernetzte Hörgeräte und Hearables: Ich filter mir die Welt widdewiddewie sie mir gefällt
Vernetzte Hörgeräte und Hearables
Ich filter mir die Welt widdewiddewie sie mir gefällt
  1. Polar Fitnesstracker A370 mit Tiefschlaf- und Pulsmessung
  2. The Dash Pro Bragis Drahtlos-Ohrstöpsel können jetzt auch übersetzen
  3. Beddit Apple kauft Schlaf-Tracker-Hersteller

  1. Re: Wofür ist das BVG-WiFi gut?

    chithanh | 00:05

  2. Re: 1400W... für welche Hardware?

    Ach | 00:03

  3. Re: Erster!!!

    JarJarThomas | 28.05. 23:50

  4. Re: Sicherheit von öffentlichen wlans

    fuddel18 | 28.05. 23:48

  5. Re: Unangenehme Beiträge hervorheben statt zu...

    mnementh | 28.05. 23:42


  1. 12:31

  2. 12:15

  3. 11:33

  4. 10:35

  5. 12:54

  6. 12:41

  7. 11:44

  8. 11:10


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel