Space One: Japanische Rakete explodiert bei Erstflug
Der erste Start der Rakete Kairos des japanischen Raumfahrtunternehmens Space One ist am 13. März 2024 gescheitert. Die Rakete explodierte wenige Sekunden nach dem Start. Es sollte der erste private japanische Satellitentransport werden.
Kairos startete von Space Ones eigenem Startplatz auf der Halbinsel Kii in der Präfektur Wakayama im Süden der Hauptinsel Honshu. Fünf Sekunden nach dem Abheben sei die Rakete explodiert, berichtet die britische Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) . Space One habe noch keine Angaben zur Ursache gemacht.
Ein Video der japanische Nachrichtenagentur Kyodo News Plus(öffnet im neuen Fenster) zeigt die Explosion. Anschließend fielen Trümmerteile vom Himmel und setzten an mehreren Stellen den umliegenden Wald in Brand. Die Brände wurden von der Feuerwehr gelöscht.
Canon ist an Space One beteiligt
Space One(öffnet im neuen Fenster) wurde 2018 gegründet. Zu den Gründern gehören mehrere große japanische Unternehmen, darunter der Elektronikkonzern Canon, der Luft- und Raumfahrtkonzerns IHI Aerospace, das Bauunternehmen Shimizu und die staatliche Development Bank of Japan.
Kairos(öffnet im neuen Fenster) ist eine dreistufige Rakete mit einer Höhe von etwa 18 Metern und einem Durchmesser von 1,35 Metern. Der Name geht auf die griechische Mythologie zurück. Kairos bezieht sich auf die Gottheit für den günstigen Zeitpunkt und ist gleichzeitig Abkürzung für Kii-based Advanced & Instant Rocket System. Sie kann 250 Kilogramm Nutzlast in eine nahe Erdumlaufbahn oder 150 Kilogramm in eine sonnensynchrone transportieren.
Kairos hatte einen Satelliten an Bord. Diesen sollte sie 51 Minuten nach dem Start aussetzen. Es handelte sich um einen experimentellen Aufklärungsatelliten, der im Auftrag der Regierung ins All transportiert werden sollte. Er war dazu gedacht, Militäreinrichtungen in Nordkorea zu überwachen.
Der Erstflug der Kairos sollte schon Ende März 2022 stattfinden. Unter anderem wegen fehlender Teile verzögerte er sich mehrfach. Insgesamt wurde der Start fünfmal verschoben, zuletzt am 9. März.
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