Mit dem Raumschiff zum Muskelkater
Die App selbst ist eigentlich ein typisches Casual-Spiel: minimale Steuerungsoptionen, kein Bildschirmtod und ein moderater Schwierigkeitsgrad. Gelegentlich gibt es zwar ein Zeitlimit, aber wer es nicht einhält, muss die Mission nicht wiederholen, sondern erhält lediglich weniger Belohnungen. Die Herausforderung liegt vor allem in der physischen Bedienung: Das über 40 cm lange Raumschiff ist kein Leichtgewicht.
Die jeweils bis zu 15-minütigen Missionen des Starter-Sets sind körperlich herausfordernd, wir müssen herumlaufen, das Raumschiff auf Kommando umherschwingen und dann wieder für einige Minuten kontrolliert in der Schwebe halten. Die Zwangspausen durch die Audio-Cutscenes waren uns deshalb öfters willkommen. Das relativiert auch die scheinbar kurze Gesamtspielzeit des Starter-Sets. Mehr als zwei Missionen am Stück zu spielen setzt eine gute Kondition voraus. Die App verzichtet auf nervige Hinweise, wie es sie zum Beispiel auf der Nintendo Wii gibt, doch mal eine Pause zu machen.
Neue Missionen auf neuen, kostenpflichtigen Planeten
Wer alle Missionen des Starter-Sets durchgespielt hat, kann entweder in den freien Flug wechseln oder eines der drei Erweiterungssets erwerben. Im freien Flug dient das Smartphone im Raumschiff als Geräuschgenerator, stellt uns aber keine weiteren Aufgaben mehr.
Die Erweiterungssets umfassen zusätzliche Missionen sowie neue Spielkarten und bringen damit neue Planeten und Akteure ins Spiel. Aktiviert werden die Inhalte in der App per Scan einer spezifischen Spielkarte aus dem jeweiligen Set. Weitere Ingame-Downloads oder App-Updates sind damit nicht verbunden.
Die Sets umfassen jeweils eine eigenständige Geschichte, führen dabei aber auch die Hintergrundgeschichte um die Schattenartefakte aus dem Starter-Set weiter fort. In den Erweiterungssets sind die einzelnen Missionen zum Teil länger und umfangreicher, und neue Spielelemente kommen hinzu. Außerdem wird bei der Aktivierung eines Erweiterungssets in der App eine weitere Spielvariante namens Patrouille freigeschaltet. Dabei werden Missionen per Zufallsgenerator erzeugt.
Einen Mehrspielermodus, in dem zwei oder mehr Space-Hawk-Besitzer gegeneinander antreten können, gibt es nicht. Allerdings unterstützt die App bis zu drei Nutzerprofile für die Speicherung der Spielstände, Streit unter Geschwistern dürfte diese Funktion abmildern.
Preis und Verfügbarkeit
Das Starter-Set und die Erweiterungssets sind bereits im Spielzeughandel verfügbar. Das Starter-Set hat einen empfohlenen Verkaufspreis von 44,99 Euro, ist bei einigen Versendern aber deutlich preiswerter. Der empfohlene Preis der Erweiterungssets beträgt jeweils 19,99 Euro, aber auch diese bieten einige Anbieter bereits für einen geringeren Preis an.
Die App gibt es kostenlos in den jeweiligen Stores für Android (ab Version 4.0) und iOS (ab Version 7.0). Ravensburger empfiehlt, keine Smartphones zu nutzen, die älter als fünf Jahre sind - die Rechenleistung für die verwendete Unity-Engine würde dann nicht mehr ausreichen. Mit dem von uns genutzten, drei Jahre alten Nexus 4 gab es keine Grafikruckler und die Auswertung der Bewegungssensoren erfolgte stets prompt und ohne Verzögerung. Allerdings sollte wirklich ein Smartphone zum Einsatz kommen, denn die Halteeinrichtung bietet Platz für Geräte bis zu circa 15 cm x 8 cm x 1 cm und ist für die meisten Tablets zu klein.
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Nein nein... Es ist eher sowas wie Bluestack für Windows Phone.
Ich find das ein interessantes Experiment. Ich geh auch davon aus, dass Ravensburger...
Über den tatsächlichen Grad der Anstrengung kann man jetzt intensiv diskutieren. Immerhin...
Mir auch, aber als ich in dem Alter war gab so etwas ähnliches: https://youtu.be/ORtzJ3gZ5ho