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Space Force: US-Militär bestätigt erstmals Waffen im Weltraum

Ein hochrangiger US-Beamter hat erstmals öffentlich eingeräumt, dass die Vereinigten Staaten Waffen im Orbit stationiert haben.
/ Michael Linden
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Taos-Satellit der US-Luftwaffe (Bild: U.S. Air Force)
Taos-Satellit der US-Luftwaffe Bild: U.S. Air Force

Air-Force-Minister Troy Meink hat am Montag auf der jährlichen Air, Space & Cyber Conference der Air and Space Forces Association nahe Washington, D.C. in einer Rede erklärt, die Vereinigten Staaten verfügten nun über "Weltraumkontrollwaffen im Orbit, die in der Lage sind, die Streitkräfte gegen feindliche Angriffe zu verteidigen". Das schreibt die BBC in einem Bericht(öffnet im neuen Fenster)

Details zu Art, Anzahl oder Zeitpunkt der Stationierung nannte Meink nicht. Vermutlich mit Absicht: Die Offenlegung von Einzelheiten würde die Abschreckung eher schwächen als stärken.

Die Erklärung könnte einen Kurswechsel im Pentagon anzeigen. Noch vor wenigen Jahren mieden hohe Beamte jede öffentliche Diskussion über Kampfhandlungen im Orbit. In jüngerer Zeit sprachen Militärführer jedoch offen über Satellitenabwehr und Gegenmaßnahmen im Weltraum, darunter ein bodengestütztes Störsystem namens Meadowlands, dessen Existenz im Juni bestätigt wurde.

Gegnerische Programme dürften die Entscheidung beeinflusst haben

Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Sorge über chinesische und russische Aktivitäten im Orbit. US-Beamte warfen Russland vor, 2020 eine Anti-Satelliten-Waffe getestet und seit 2024 einsatzbereite Weltraumabwehrsysteme stationiert zu haben. Abgeordnete verwiesen auf Einschätzungen, wonach Moskau erwägen könnte, eine Atomwaffe im Weltraum zu platzieren, was Tausende Satelliten gefährden würde.

China wiederum betreibt hochmanövrierfähige Satelliten, die sich nach Angaben aus Open-Source-Tracking-Daten regelmäßig US-Militärsatelliten nähern.

Auf die Frage nach einer Rechtfertigung für die US-Stationierung verwies Meink direkt auf diese Programme. "Wir müssen uns darauf konzentrieren, sicherzustellen, dass wir uns in dieser Umgebung schützen können."

Victoria Samson von der Secure World Foundation vermutete(öffnet im neuen Fenster), es könnte sich um weltraumgestützte Störsender handeln, über die Peking und Moskau mutmaßlich ebenfalls verfügen. Kinetische Waffen gelten als unwahrscheinlicher, da US-Beamte wiederholt ihre Präferenz für Systeme bekundeten, die keinen Weltraumschrott erzeugen.


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