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Space Force: SpaceX erhält 739 Millionen Dollar für Raketenstarts

Die U.S. Space Force hat weitere Aufträge für den Start von Raketen an SpaceX vergeben. Weitere Startanbieter werden zur wachsenden Konkurrenz.
/ Patrick Klapetz
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Start einer Falcon-9-Rakete von SpaceX (Bild: SpaceX)
Start einer Falcon-9-Rakete von SpaceX Bild: SpaceX

Innerhalb der nächsten drei Jahre soll das private Raumfahrtunternehmen SpaceX mehrere Satelliten(öffnet im neuen Fenster) für die Raumfahrtentwicklungsagentur SDA (Space Development Agency) und das nationale Aufklärungsamt NRO (National Reconnaissance Office) der USA starten.

Dafür bewilligte das Raumfahrtsystemkommando SSC (Space Systems Command) der US-Weltraumstreitmacht Space Force der Raumfahrtfirma 739 Millionen US-Dollar.

Wie viele Missionen wird SpaceX für die Space Force starten?

Fünf der vergebenen Starts dienen dem Aufbau der SDA-Konstellation von Raketenwarn- und -verfolgungssatelliten in der erdnahen Umlaufbahn. Zwei der Starts sollen insgesamt 18 Satelliten ins All befördern, die vom US-Rüstungskonzern L3Harris gebaut wurden.

Hinzu kommen acht weitere Militärsatelliten, die von der Boeing-Tochter Millennium Space Systems gebaut wurden. Diese Feuerleitsatelliten (Fire Control Satellite) sollen Waffensysteme bei der Verfolgung, dem Anvisieren und der Neutralisierung von Raketenbedrohungen unterstützen. Diese Starts sind für Sommer oder Herbst 2026 vorgesehen. Mitte 2027 sollen zudem 18 Satelliten des US-Rüstungskonzerns Lockheed Martin ins All gebracht werden.

Die U.S. Space Force gab nicht bekannt, wie viele Satelliten bei den vier Missionen für die NRO zum Einsatz kommen werden, deren Raumfahrzeuge weitgehend geheim sind. Die für 2026 und 2028 geplanten Starts könnten zur Unterstützung der weitverbreiteten Multi-Mission-Satellitenkonstellation des Geheimdienstes dienen, die heute fast 200 Satelliten umfasst.

Vergabe der Militärmissionen: SpaceX, ULA und Blue Origin

Dies ist die dritte Auftragsrunde der U.S. Space Force in der aktuellen Phase ihres nationalen Raumfahrtsicherheitsprogramms(öffnet im neuen Fenster) . Dies umfasst zwei Bereiche: den der kommerziellen Missionen (Lane-1) und den Bereich, der nur an Startanbieter vergeben wird, deren Raketen anspruchsvollere Sicherheits- und Leistungsanforderungen erfüllen (Lane-2).

Obwohl es für die 30 Missionen des ersten Bereichs eine Vielzahl von Wettbewerbern gibt, erhielt bis jetzt SpaceX alle Aufträge dafür. Bereits im Oktober 2024 gab die Space Force bekannt , dass sie SpaceX für sieben SDA-Starts und eine nicht bekannt gegebene Anzahl von NRO-Missionen im Wert von 733 Millionen US-Dollar ausgewählt habe.

Im zweiten Bereich sind 54 Missionen vorgesehen, von denen 28 an SpaceX gehen sowie 19 an die ULA (United Launch Alliance) und sieben an Blue Origin. Bei den im Oktober 2025 angekündigten Starts wurden SpaceX jedoch fünf und der ULA nur zwei Missionen zugesprochen.

Wettbewerber für die Lane 1

Sowohl SpaceX als auch ULA verfügen über Raketen, die für Lane-2-Missionen zertifiziert sind. Die Falcon-9-Rakete konnte bereits mehrere hundert Raketenstarts absolvieren. Nun beginnt auch die ULA den Betrieb ihrer Vulcan-Centaur-Rakete hochzufahren. Blue Origin befindet sich derweil noch auf dem Weg zur Zertifizierung seiner New-Glenn-Rakete . Zwei erfolgreiche Flüge verbuchte diese bereits, zwei weitere stehen noch aus.

Alle drei Unternehmen sind für Lane 1 qualifiziert, deren einzige Voraussetzung darin besteht, dass eine Rakete mindestens einmal erfolgreich fliegen muss. Auch die Raketenbauer Rocket Lab und Stoke Space können sich für den Lane-1-Wettbewerb qualifizieren, sobald ihre Raketen erfolgreich geflogen sind. Beide Firmen wollen ihre Raketen noch in diesem Jahr starten.


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