Space Force: Die Realität ist witziger als die Fiktion

Über Trumps United States Space Force ist schon viel gelacht worden. Steve Carrell hat daraus eine Serie gemacht. Die ist allerdings nicht ganz so lustig geworden.

Artikel von Peter Osteried veröffentlicht am
Das ist keine Szene aus der Serie.
Das ist keine Szene aus der Serie. (Bild: Samuel Corum - Pool / Getty Images)

Im Februar 2019 unterzeichnete US-Präsident Donald Trump ein Dekret, das die Schaffung der United States Space Force ermöglichte. Die Space Force wie Trump sie sich vorstellt, ist die sechste Teilstreitkraft der Streitkräfte der Vereinigten Staaten. Bis dahin war die U.S. Air Force für militärische Raumfahrtmissionen zuständig gewesen, was Trump aber nicht reichte. Hatte Ronald Reagan in den 1980er Jahren sein Star-Wars-Programm, sollte es bei Trump eine eigene Weltraumarmee sein.

Inhalt:
  1. Space Force: Die Realität ist witziger als die Fiktion
  2. Sieht toll aus, plätschert aber dahin

Truppen auf dem Mond eben, wie es der Präsident in der neuen Netflix-Serie Space Force so schön sagt. "Boots on the Moon" ist das im Original, getwittert hatte er jedoch "Boobs on the Moon", also "Möpse auf dem Mond". Das halten seine Generäle aber für einen Tippfehler. Der Präsident in der Serie heißt nicht Trump, allerdings wird sich eindeutig und kräftig über den aktuellen Potus lustig gemacht.

Steve Carrell und der Autor Greg Daniels arbeiteten schon bei The Office zusammen und liegen humoristisch auf einer Wellenlänge. Carrell sah in der Absurdität der Weltraumarmee sehr schnell eine großartige komödiantische Idee und machte sich gemeinsam mit Daniels daran, eine Serie zu entwickeln, bei der die Space Force im Mittelpunkt steht. Interessenten fand man schnell und so kam die Show gleich beim Streaming-Dienst Netflix unter.

Auf ins All

Die Geschichte beginnt damit, dass General Naird (Carrell) glaubt, dass man ihm die Führung der Air Force anvertrauen wird. Zwar wird Naird tatsächlich Oberkommandierender, nicht jedoch der Air Force, sondern der neu gegründeten Space Force. Er sieht das als Chance, etwas Neues aufzubauen, seine Frau und seine Tochter aber hassen seinen neuen Job, denn sie müssen deswegen von Washington nach Colorado umziehen.

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Ein Jahr später steht der Start einer Rakete an, die einen Satelliten ins All bringen soll. Die Wissenschaftler raten Naird, den Start zu verschieben, da die Wetterbedingungen nicht perfekt sind, er lässt sich jedoch nicht beirren. Hin und wieder muss man auch ein Risiko eingehen, findet er. Es zahlt sich aus, der Start gelingt. Das böse Erwachen folgt aber schon wenige Stunden später, als ein chinesisches Raumschiff den neuen Satelliten zerlegt und damit so etwas wie einen sehr moderaten Krieg der Sterne heraufbeschwört.

Die Erwartungen waren angesichts des vor und hinter der Kamera versammelten Talents hoch, erfüllen kann Space Force sie leider nicht. Das liegt nicht an den Schauspielern, auch nicht am technischen Aufwand, sondern einzig und allein an den Drehbüchern, die ihre Geschichten sehr tranig erzählen.

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Sieht toll aus, plätschert aber dahin 
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neocron 14. Jun 2020

oder aber einem fehlt der Humor ... gibt viele Moeglichkeiten ...

Dino13 03. Jun 2020

Into The Night finde ich persönlich sehr spannend.

HeroFeat 01. Jun 2020

Warum sollte man von dort nicht wieder starten können? Gerade das ist doch der Plan mit...

wupme 27. Mai 2020

Seltsam da berichten auch Amerikanische Medien anderes als du hier behauptest. Den...

Z101 26. Mai 2020

Apple hat die "Drama"-Serien nur deswegen halbstündig gemacht, um zu suggerieren, das...



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