Space Data Highway: Satelliten-Relaisstation erfolgreich ausgesetzt

Die erste Spur einer Datenautobahn für Satelliten ist gelegt. Von Baikonur aus startete eine Relaisstation erfolgreich zu ihrer geostationären Umlaufbahn.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
EDRS-A: Übertragungsrate von 1,8 GBit/s, 50 TByte am Tag
EDRS-A: Übertragungsrate von 1,8 GBit/s, 50 TByte am Tag (Bild: ESA)

Eine Proton-Rakete hat vom kasachischen Baikonur aus den ersten Teil für eine neue "europäische Datenautobahn" ins All transportiert. Der russische Lastenträger hob am Freitagabend mit dem 5.175 Kilogramm schweren Telekommunikationssatelliten Eutelsat 9B vom Weltraumbahnhof ab. Daran angedockt ist die rund 50 Kilo schwere Relaisstation EDRS-A, die als Datenübermittler mit einer Übertragungsrate von 1,8 Gigabit/s dienen soll.

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Nach einer Flugzeit von gut neun Stunden wurde die Doppelfracht erfolgreich am Samstagmorgen auf einer geostationären Umlaufbahn in rund 36.000 Kilometern Höhe ausgesetzt, wie die Europäische Weltraumorganisation ESA mitteilte. Die ersten orbitalen Tests der Lasernutzlast für das Europäische Datenrelaissystem (EDRS) sollen drei Wochen nach dem Start beginnen.

Echtzeitnahe Übertragung von Beobachtungsdaten

Die Relaisstation wird mit Lasertechnik die Daten von Satelliten, der Internationalen Raumstation oder Drohnen einsammeln und beinahe in Echtzeit zur Erde übertragen. In seiner vollständigen Konfiguration soll EDRS pro Tag mehr als 50 Terabyte an Daten aus der Umlaufbahn zur Erde weiterleiten können. "Die derzeit noch bestehenden Zeitverzögerungen, die einen sofortigen Zugriff auf Satellitendaten unmöglich machen, werden damit der Vergangenheit angehören, ebenso wie die Abhängigkeit Europas von Bodenstationen in anderen Ländern", erläuterte die ESA.

Das Projekt der Esa in Partnerschaft mit Airbus soll einen Engpass bei der Übermittlung von Daten aus dem All auflösen. Viele Beobachtungssatelliten wie beispielsweise die Sentinel des EU-Programms Copernicus kreisen in niedriger Umlaufbahn um die Erde. Dadurch sind sie aber im Schnitt nur 10 von 90 Minuten in Reichweite ihrer Bodenstation. Nur in diesem Zeitraum können Daten übermittelt werden.

Nicht nur militärische Zwecke

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Als Einsatzmöglichkeiten sieht Airbus neben militärischen Zwecken auch Flutkatastrophen sowie die Beobachtung von Flüchtlingsströmen oder Umweltdelikten auf hoher See. Zentrale Herausforderung war dabei, den Laserstrahl zwischen Beobachtungssatellit auf 800 Kilometern Höhe und der Relaisstation auf 36.000 Kilometern Höhe abzustimmen. Das Projekt hat ein Budget von etwa 500 Millionen Euro, rund 140 Millionen steuert Airbus bei.

Die zweite EDRS-Station soll mit einem eigenen Satelliten 2017 starten. In der Diskussion sind zudem bis zu zwei weitere Stationen, um eine globale Abdeckung sicherzustellen, damit Beobachter rund um die Uhr Daten übermitteln können. Erste Dienste sollen in diesem Sommer angeboten werden, zunächst für zwei Copernicus-Satelliten.

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