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Space Data Highway: Esa schießt Laser-Kommunikationsstation ins All

Schnelle optische Datenübertragung im All soll der Satellit EDRS-A ermöglichen, den die europäische Raumfahrtagentur Esa in dieser Woche in den Orbit schießt. Er empfängt Daten per Laser von anderen Satelliten und sendet die Daten zur Erde.

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EDRS-A: Übertragungsrate von 1,8 GBit/s, 50 TByte am Tag
EDRS-A: Übertragungsrate von 1,8 GBit/s, 50 TByte am Tag (Bild: Airbus)

Schnelle Datenkommunikation ins Weltall: Die europäische Raumfahrtagentur (European Space Agency, Esa) schießt am 29. Januar 2016 einen Satelliten in die Umlaufbahn. Er soll als Zwischenstation im All dienen, über die andere Satelliten mit dem Kontrollzentrum auf der Erde kommunizieren. Der Satellit ermöglicht hohe Datenraten.

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European Data Relay System oder Space Data Highway heißt das System, das der europäische Konzern Airbus im Auftrag der Esa entwickelt hat. Es besteht aus mehreren Satelliten, die im geostationären Orbit (Geo) positioniert werden. Das Besondere an den Satelliten ist, dass sie nicht nur per Funk auf dem Ka-Band kommunizieren, sondern auch per Laser.

EDRS leitet Daten weiter

Die beiden ersten Satelliten, die über EDRS kommunizieren werden, sind Sentinel-1 und Sentinel-2 des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus, die seit 2014 und seit 2015 um die Erde kreisen. Die Erdbeobachtungssatelliten senden ihre Daten per Laser an den EDRS-Satelliten, der die Daten dann per Funk zur Erde schickt. Mit dem System soll laut Airbus eine Übertragungsrate von bis zu 1,8 GBit/s und eine Datenmenge von 50 TByte am Tag möglich sein.

Heute bleibt nur ein kurzes Fenster für die Kommunikation der Sentinel-Satelliten mit dem Kontrollzentrum auf der Erde. Dann verschwinden sie wieder hinter dem Horizont, wodurch es zu Verzögerungen in der Datenübertragung kommt. Durch EDRS-A wird das Fenster für die Kommunikation größer. Das ist beispielsweise wichtig, um Rettungskräfte in einer Katastrophenregion schnell mit wichtigen Daten zu versorgen.

Die ISS und Drohnen kommunizieren per EDRS

Neben diesen und weiteren Satelliten in einer niedrigen Erdumlaufbahn (Leo Earth Orbit, Leo) soll auch die Internationale Raumstation (International Space Station, ISS) über den Space Data Highway kommunizieren. Daneben ist das System auch für die militärische Nutzung gedacht. So können bemannte und unbemannte Aufklärer Daten per Laser an den Satelliten übertragen. Die Kommunikation soll dadurch unabhängig von überlasteten Frequenzbereichen und sicher vor Störungen oder vor Abhören sein.

EDRS-A startet am 29. Januar um 23:30 Uhr unserer Zeit (30. Januar, 4:20 Uhr Ortszeit) vom Startplatz Baikonur in Kasachstan. Eine Proton-Rakete wird den Satelliten ins All bringen und etwa neun Stunden nach dem Start aussetzen. Er soll dann Mitte des Jahres einsatzbereit sein.

EDRS-A deckt Europa, Afrika, den größten Teil Südamerikas sowie Indien und den Mittleren Osten ab. Der zweite Satellit, EDRS-C, soll im kommenden Jahr folgen. Dadurch verbreitert sich die Abdeckung um ein Stück nach Osten: Teile von Zentral- und Südasien kommen hinzu. Die Konstellation soll aus insgesamt vier Satelliten bestehen, die ab 2020 eine globale Abdeckung bieten sollen.



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amie 30. Jan 2016

Klasse :) Danke

Apollo13 25. Jan 2016

Stimmt, war mir nicht (mehr) bekannt. Insofern sorry, mein Fehler. Generell ist es aber...

Grisu__ 25. Jan 2016

Da bin ich ja mal gespannt wie teuer die Maut sein wird... 4 Geo-Satelliten bzw. Hosted...

gema_k@cken 25. Jan 2016

Die ESA sollte das lieber lassen sinnlos im All mit Lasern rumzuballern. Da stell sich...


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