Space Apps Challenge: Hacken für die Raumfahrt

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa veranstaltet zusammen mit Partnern auf der ganzen Welt die zweite International Space Apps Challenge(öffnet im neuen Fenster) . Entwickler auf der ganzen Welt sind am kommenden Wochenende aufgerufen, Anwendungen für die Raumfahrt zu entwickeln.
Die Teilnehmer können aus über 50 Aufgaben(öffnet im neuen Fenster) eine auswählen, die sie lösen möchten. Diese gliedern sich in vier Bereiche: Software, Hardware, Datenvisualisierung sowie mobile oder Webanwendungen. Ein Teil der Aufgaben kommt von der Nasa, die anderen haben die Partner gestellt. Darunter sind verschiedene offizielle US-Stellen wie das Außenministerium oder die Forschungsförderungsorganisation National Science Foundation (NSF), die europäische, die japanische und die britische Raumfahrtagentur, Universitäten und die Raspberry Pi Foundation.
3D-Druck und Minisatelliten
Die Entwicklungen müssen Open Source sein sowie "zu Weltraummissionen beitragen und helfen, das Leben auf der Erde zu verbessern" , schreibt die Nasa(öffnet im neuen Fenster) . Dazu gehört etwa, ein Gerät für die Raumfahrt zu entwerfen, das später von einem 3D-Drucker hergestellt(öffnet im neuen Fenster) werden kann. Andere Aufgaben sind, einen Cubesat für eine künftige Marsmission(öffnet im neuen Fenster) zu konstruieren oder neue Funktionen für den auf dem Arduino basierenden Ardusat(öffnet im neuen Fenster) zu entwickeln.
Curiosity-Fans können eine App oder eine Software entwickeln, um besser über die Mission des Marsrovers zu informieren(öffnet im neuen Fenster) . Gefragt ist zudem eine Erweiterung des Dienstes Spot the Station(öffnet im neuen Fenster) , der Nutzer informiert, wann die Internationale Raumstation über sie hinwegfliegt . Wer weit weg möchte, kann sich eine neue Möglichkeit ausdenken, um die Daten zu visualisieren(öffnet im neuen Fenster) , die die Sonde Voyager I vom Rand des Sonnensystems zur Erde funkt.
Über das Internet oder vor Ort
Teilnehmer können über das Internet – allein oder in virtuellen Teams – mitmachen, oder sie besuchen eine der Veranstaltungen, die am 20. und 21. April 2013 an über 75 Orten auf der ganzen Welt(öffnet im neuen Fenster) stattfinden. Hierzulande gibt es allerdings keine. Interessenten müssen in eines der Nachbarländer wie Frankreich, die Niederlande, Polen oder die Schweiz reisen.
Die erste Space Apps Challenge fand im Jahr 2012 statt. Damals machten laut Nasa 2.000 Teilnehmer mit, die 101 Lösungen entwickelten.



