Soziales Netzwerk: Verlage produzieren Exklusivvideos für Facebook Watch

Promikochen, Fußball, Nachrichten und Talks mit einem bekannten Beautymodel: Facebook stellt Verlagen mehrere Millionen Euro zur Verfügung, um exklusives Videomaterial für Facebook Watch zu bekommen.

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Logo von Facebook
Logo von Facebook (Bild: Denis Charlet/AFP/Getty Images)

Die europäische Niederlassung von Facebook hat Vereinbarungen mit mehreren Verlagen getroffen, um exklusive Videoinhalte für Facebook Watch zu bekommen. In Deutschland arbeitet Facebook mit dem Axel Springer Verlag sowie mit Burda und Gruner + Jahr zusammen. Gemeinsam sollen unter den Marken Bild und Welt tägliche Nachrichtensendungen entstehen, die über Politik und Wirtschaft berichten.

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Dazu kommen unter anderem eine Personalityshow mit einer ehemaligen Teilnehmerin aus Germany's Next Top Model, ein Fußballmagazin, ein Wissensformat sowie eine Kochsendung mit Prominenten.

Der zuständige Manager Jesper Doub erhofft sich durch die Zusammenarbeit laut einem Blogbeitrag "ein gesundes Nachrichten-Ökosystem und die Stärkung von Qualitätsjournalismus." Derzeit besteht das Angebot auf Watch vor allem aus billig produzierten Pranks, Trailern und vielen jahrealten Ausschnitten aus Fernsehsendungen, angereichert mit Nachrichtenvideos von kleineren regionalen Zeitungsverlagen.

Die redaktionelle Verantwortung für die neuen Sendungsinhalte soll vollständig bei den drei genannten Verlagen liegen. Gemeinsam wolle man aber untersuchen, "welche Geschichten, Inhalte und Formate die Menschen besonders interessieren und wie neue Wege des Nachrichtenkonsums aussehen können", schreibt Doub.

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Facebook investiert einen zweistelligen Millionenbetrag in die Projekte, die Werbeerlöse werden unter den Partnern aufgeteilt. Neben den Inhalten der deutschen Verlagshäuser soll es vergleichbare Angebote auch von Medien aus Frankreich, Großbritannien und Schweden geben.

In den vergangenen Jahren hatte Facebook seine Einstellung zu den Medien immer wieder geändert. Eine Zeitlang waren die Inhalte klassischer Verlage ausdrücklich erwünscht, weswegen sie unter anderem durch Reichweite gefördert wurden. 2018 hatte Firmenchef Mark Zuckerberg dann angeordnet, dass die Nutzer in ihrer Timeline weniger Medieninhalte und mehr Beiträge von Freunden und Familie angezeigt bekommen sollen.

Zu dieser Entscheidung kam es wohl auch wegen der Vorwürfe, Facebook habe unter anderem durch die übermäßige Herausstellung einseitiger oder falscher politischer Nachrichten die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten mit verursacht.

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