Abo
  • Services:
Anzeige
Tränengaseinsatz gegen Demonstrantin
Tränengaseinsatz gegen Demonstrantin (Bild: Osman Orsal/Reuters)

Soziales Netzwerk: Türkische Regierung lässt 34 Twitter-Nutzer verhaften

Tränengaseinsatz gegen Demonstrantin
Tränengaseinsatz gegen Demonstrantin (Bild: Osman Orsal/Reuters)

Die Türkei lässt Twitter-Nutzer verfolgen. Einem Inhaftierten wird "Aufruf zum Aufruhr" über das soziale Netzwerk vorgeworfen. In Teilen Istanbuls war der Zugang zu den Netzwerken zeitweise unterbrochen.

Wegen Verbreitung "irreführender und beleidigender Informationen" im sozialen Netzwerk Twitter sind in der Türkei mindestens 25 Menschen verhaftet worden. Nach rund zehn weiteren werde in der Stadt Izmir noch gefahndet, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Einer der Festgenommenen, dem "falsche Anschuldigungen und Aufruf zum Aufruhr" vorgeworfen werden, sei weiter in Haft. 33 Beschuldigte seien wieder freigelassen worden, vier weitere werden gesucht, so Anadolu weiter.

Anzeige

Reporter ohne Grenzen (ROG) verurteilt "das brutale Vorgehen der türkischen Polizei gegen Journalisten, die über die Proteste auf dem Taksim-Platz in Istanbul berichten". Seit Beginn der Proteste sind nach Informationen der Menschenrechtsorganisation mindestens 14 Journalisten verletzt worden, mehrere von ihnen schwer. Hunderte andere Menschen haben Verletzungen davongetragen, viele durch den massiven Einsatz von Tränengas.

Einen Sol-Reporter, Fatos Kalacay, griffen Polizisten demnach in Ankara an, während er über eine dortige Solidaritätsdemonstration für die Proteste in Istanbul berichtete. Ebenfalls zusammengeschlagen worden seien Ugur Can von der Nachrichtenagentur Dogan und Tugba Tekerek von der Zeitung Taraf.

"Bedrohung Twitter"

Kritisiert wird von den Demonstranten auch die Berichterstattung der großen türkischen Medienhäuser einschließlich wichtiger Nachrichtensender, die tagelang kaum über die Proteste informierten. Während die großen Medien wenig berichteten, hat sich die Protestbewegung hauptsächlich über soziale Netzwerke wie Twitter organisiert. In Teilen Istanbuls war der Zugang zu den Netzwerken zeitweise unterbrochen.

Derzeit sitzen 70 Medienschaffende in türkischen Gefängnissen, viele von ihnen ohne Gerichtsurteil, so ROG. Die meisten würden wegen ihrer Arbeit für kurdische Medien der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung beschuldigt.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hatte nach den Massenprotesten die sozialen Netzwerke angegriffen. "Es gibt eine Bedrohung, die sich Twitter nennt. Die größten Lügen sind hier zu finden", sagte Erdogan. "Für mich sind die sozialen Medien die schlimmste Bedrohung der Gesellschaft."


eye home zur Startseite
teenriot 08. Jun 2013

Das perverse ist das die Entwicklung unter Erdogan von der EU gelobt und gefördert wurde.

Zaken 07. Jun 2013

nice try Erdoran, aber die deutschen Medien sind noch nicht gleichgeschaltet

riddick70 07. Jun 2013

.... dann würde man wohl kaum zum Aufruhr aufrufen müssen. Wenn es in Europa so...

Badabupi 06. Jun 2013

Das meinte ich anders: Was wurde dort konkret getwittert?

tingelchen 06. Jun 2013

Nun, wie immer kann man alles zum Guten oder zum Bösen nutzen. Man kann mit einem Löffel...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Dürr Systems AG, Bietigheim-Bissingen
  2. virtual solution AG, München
  3. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Vaihingen
  4. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-75%) 2,49€
  2. 109,99€/119,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. (-20%) 31,99€

Folgen Sie uns
       


  1. GPS Share

    Gnome-Anwendung teilt GPS-Daten im LAN

  2. Net-Based LAN Services

    T-Systems bietet WLAN as a Service ab Juni

  3. Angacom

    Unitymedia verlangt nach einem deutschen Hulu

  4. XYZprinting Nobel 1.0a im Test

    Wie aus einem Guss

  5. Square Enix

    Rollenspiel Lost Sphear mit Weltenerbauung angekündigt

  6. Gratis-WLAN

    EU gibt 120 Millionen Euro für 8.000 Hotspots aus

  7. Continental

    All Charge macht Elektroautos kompatibel für alle Ladesäulen

  8. Rime

    Entwickler kündigen Entfernung von Denuvo nach Crack an

  9. Inspiron Gaming Desktop

    Dell steckt AMDs Ryzen in Komplett-PC

  10. Bluetooth-Wandschalter

    Enocean steuert das Licht mit Energy Harvesting



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Debatte nach Wanna Cry: Sicherheitslücken veröffentlichen oder zurückhacken?
Debatte nach Wanna Cry
Sicherheitslücken veröffentlichen oder zurückhacken?
  1. Android-Apps Rechtemissbrauch ermöglicht unsichtbare Tastaturmitschnitte
  2. Sicherheitslücke Fehlerhaft konfiguriertes Git-Verzeichnis bei Redcoon
  3. Hotelketten Buchungssystem Sabre kompromittiert Zahlungsdaten

Sphero Lightning McQueen: Erst macht es Brummbrumm, dann verdreht es die Augen
Sphero Lightning McQueen
Erst macht es Brummbrumm, dann verdreht es die Augen

Quantencomputer: Nano-Kühlung für Qubits
Quantencomputer
Nano-Kühlung für Qubits
  1. IBM Q Mehr Qubits von IBM
  2. Quantencomputer Was sind diese Qubits?
  3. Verschlüsselung Kryptographie im Quantenzeitalter

  1. Re: Stromverbrauch im Vergleich

    Neutrinoseuche | 13:23

  2. Re: Paranoia erzeugt Angst

    Muhaha | 13:23

  3. Re: Kunstharz in den Sondermüll?

    Berner Rösti | 13:22

  4. Re: "Hass im Netz" klingt nach Zensur für mich

    Der Held vom... | 13:22

  5. Re: Das wird kaum was...

    Muhaha | 13:18


  1. 13:09

  2. 12:45

  3. 12:32

  4. 12:03

  5. 11:52

  6. 11:40

  7. 11:34

  8. 10:23


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel