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Instagram oder Snapchat? So genau weiß man das nicht mehr.
Instagram oder Snapchat? So genau weiß man das nicht mehr. (Bild: Instagram)

Soziales Netzwerk: Facebook wird auch Instagram kaputt machen

Instagram oder Snapchat? So genau weiß man das nicht mehr.
Instagram oder Snapchat? So genau weiß man das nicht mehr. (Bild: Instagram)

Erst verschwand die Instagram-Chronologie, dann verstärkte Facebook die Empfehlungen anderer Nutzer und jetzt folgt der Umbau zur Snapchat-Konkurrenz - wenn Facebook so weitermacht, wird der Dienst seine Identität und vor allem Simplizität verlieren.
Ein IMHO von Andreas Sebayang

Facebook baut gerne seine Anwendungen vermeintlich im Sinne der Kunden um. In den vergangenen Monaten ist diese Kundennähe vor allem für Nutzer des Netzwerks Instagram unangenehm zu spüren, das dem Konzern gehört. Den Anfang machte die Abschaffung der chronologischen Anzeige. Das ging sogar so weit, dass auch die Postings einer Person nicht mehr chronologisch angezeigt wurden. Wenn jemand seine Sightseeing-Tour durch die Stadt dokumentiert, kann es passieren, dass derjenige, der ihm folgt, zuerst das Bild der Ankunft sieht, dann das Bild vom Tagesausflug und später die Schritte zwischendurch.

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Instagram beteuerte damals, dies sei im Interesse der Nutzer und verweigerte das Schaffen einer Einstellung dagegen. Auf der Suche nach mehr Interaktion und um Nutzerverluste zu verhindern, hat Instagram zudem längere Videos eingeführt, was wir allerdings nicht schlecht finden. 15 Sekunden sind manchmal sehr knapp. Leider fehlen vernünftige Mechanismen, um ein hohes Datenvolumen zu verhindern. In unserer Statistik hat Instagram längst das verschwenderische Facebook überholt, was diese Erweiterung zu einem Nachteil für mobile Nutzer macht.

Instagram wird zu Snapchat

Mit dem krampfhaften Umbau des Bilderdienstes zu einer Snapchat-Konkurrenz wird es noch schlimmer. Die Oberfläche ist seit einiger Zeit zweigeteilt: oben der Snapchat-Clon für Videogeschichten mit einem eigenen Bedienungskonzept und unten der normale Feed für Instagram. Facebook überfrachtet das Interface mit neuen Funktionen und die Bilder geraten fast in den Hintergrund. Für Facebook ist das gut. Das Unternehmen kann Millionen Nutzer für eine Snapchat-Konkurrenz vorweisen und bietet seit kurzem sich nach zweimaligem Ansehen selbst löschende Medien. Der Nutzer fühlt sich hingegen benutzt in einem Machtspiel zwischen Facebook und Snapchat. Der Spaß an Instagram geht dabei verloren. Und das wird wohl so weitergehen.

Dass Facebook sich um Stammnutzer nicht schert, hat das Unternehmen schon bei seinen anderen Produkten bewiesen. Zuletzt etwa durch die Datenweitergabe per Whatsapp, die durch den Druck der europäischen Datenschützer zumindest ausgesetzt ist. Und wer erinnert sich nicht an den @facebook.com-Skandal, bei dem Facebook gegen der Willen der Nutzer Adressbücher manipulierte, um sich mit der Marktmacht kurzerhand zum größten E-Mail-Anbieter der Welt zu machen - ein Vorhaben, das glücklicherweise scheiterte.

Facebook wird das Vorgehen bei Instagram wohl trotzdem nicht schaden. Bisher machen die Anwender jede Änderung mit - auch weil viele keine Alternative sehen.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)


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Vaako 25. Nov 2016

Wünscheswert wäre es ja Facebook ist viel zu gross geworden und mittlerweile ließt man...

blariog 25. Nov 2016

Aber Microsoft setzt immer mehr auf Open Source.

blariog 25. Nov 2016

Als ich bei facebook nur noch Witze fand, die bereits vor einem Jahr bei Twitter durch...

FreiGeistler 25. Nov 2016

Wenns keinen externen Server braucht, ist man auch nicht Kunde.



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