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Soziales Netzwerk: Facebook will zweites Löschzentrum in Deutschland einrichten

Um verstärkt gegen beleidigende und strafbare Inhalte vorgehen zu können, will Facebook in Deutschland mehr Mitarbeiter zum Löschen von Beiträgen einstellen. Dafür will das soziale Netzwerk ein zweites Löschzentrum in Essen einrichten.
/ Tobias Költzsch , dpa
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Facebook will in Deutschland mehr Mitarbeiter zum Löschen von Beiträgen anheuern. (Bild: Jonathan Nackstrand/AFP/Getty Images)
Facebook will in Deutschland mehr Mitarbeiter zum Löschen von Beiträgen anheuern. Bild: Jonathan Nackstrand/AFP/Getty Images

Facebook(öffnet im neuen Fenster) will die Zahl seiner Mitarbeiter in Deutschland, die strafbare oder beleidigende Einträge entfernen, noch im Jahr 2017 ausweiten. Im Herbst solle in Essen ein zweites Löschzentrum mit 500 Mitarbeitern eingerichtet werden, teilte das Onlinenetzwerk am 9. August 2017 mit.

Auch in Berlin soll die Anzahl an Mitarbeitern erhöht werden

Am ersten Standort Berlin wird aktuell bereits die Zahl der Mitarbeiter der Bertelsmann-Dienstleistungsfirma Arvato, die für Facebook im Einsatz sind, auf 700 erhöht. Das neue Zentrum in Essen soll nicht von Arvato, sondern dem europäischen Anbieter Competence Call Center betrieben werden.

Das vor kurzem im Bundestag angenommene Netzwerkdurchsetzungsgesetz verpflichtet Internetplattformen, strafbare Hassrede schneller zu löschen. In klaren Fällen soll das binnen 24 Stunden passieren, bei weniger eindeutigen Sachverhalten innerhalb einer Woche.

Kritiker bemängeln unter anderem, dass damit die Unternehmen eine Deutungshoheit bekämen. Außerdem gebe es die Gefahr, dass mehr gelöscht werde als nötig, um vor nach dem Gesetz drohenden Geldstrafen sicher zu sein.

Kritik an Facebook während der US-Präsidentschaftswahl

Weltweit will Facebook die Zahl der Mitarbeiter, die Inhalte prüfen und löschen, von 4.500 auf 7.500 ausbauen. Besonders vor der Präsidentschaftswahl in den USA 2016 wurde das Unternehmen dafür kritisiert, nicht entschieden genug gegen absichtlich lancierte Falschmeldungen vorgegangen zu sein. Viele dieser Meldungen richteten sich gegen die Präsidentschaftskandidatin der Demokratischen Partei, Hillary Rodham Clinton.


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