Soziales Netzwerk: Facebook will verstärkt lokale News anzeigen

Facebook(öffnet im neuen Fenster) hat eine weitere Änderung beim News-Feed der Nutzer des sozialen Netzwerks bekanntgegeben. Künftig sollen verstärkt Nachrichtenmeldungen lokaler Medienanstalten angezeigt werden. Diese identifiziert Facebook durch die Anzahl der Klicks in einem geografisch abgegrenzten Bereich.
Lokale Nachrichten werden weiter oben im News-Feed angezeigt
Veröffentlicht ein lokales Medienunternehmen eine News und folgt der Nutzer diesem Outlet, wird der Beitrag weiter oben als bisher im News-Feed angezeigt. Auch wenn Freunde einen Newsbeitrag mit lokalem Bezug teilen, wird der Eintrag prominenter angezeigt.
Bei der Auswahl der Medien soll Facebook zufolge die Größe des Unternehmens nicht betrachtet werden, sondern lediglich die lokale Verbreitung. Entsprechend sollen sowohl große als auch kleine Unternehmen von der neuen Regelung profitieren. Auch News-Outlets, die sich eher auf Nischenthemen konzentrieren, sollen ihre Reichweite steigern können.
Lokale Nachrichten = bessere Nachrichten?
Facebook zufolge soll die neue Regelung dafür sorgen, dass der News-Feed qualitativ hochwertige Nachrichten anzeigt. Inwieweit dies allerdings durch eine Verstärkung von Newsbeiträgen, die verstärkt in einem lokal begrenzten Gebiet geklickt werden, erreicht werden soll, ist nur teilweise verständlich.
Zum einen ist es sicherlich richtig, dass viele Nutzer Nachrichtenbeiträge aus der Umgebung interessieren. Davon auszugehen, dass lokal häufig geklickte News allerdings automatisch eine Qualitätsverbesserung darstellen, ist fraglich.
Auch schlecht recherchierte Nachrichten können sich gut klicken, insbesondere, wenn sie lokale Themen betreffen. Facebook setzt aber offenbar darauf, dies durch andere Regelungen zu verhindern, beispielsweise die neuen Maßnahmen zur Vermeidung von Falschnachrichten .
Neue Funktion wird zunächst in den USA eingeführt
Facebook will die Neuerung zunächst in den USA einführen. Im Laufe des Jahres 2018 soll die Funktion auch in anderen Ländern verwendet werden. Facebook gibt allerdings noch keinen Hinweis darauf, um welche es sich handeln könnte.



