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Soziales Netzwerk: Facebook will Fake News mit künstlicher Intelligenz erkennen

Wenige Wochen vor der Bundestagswahl 2017 versucht Facebook weiter, sogenannten Fake News entgegenzutreten. Algorithmen sollen bei der Entscheidung helfen, welche Artikel den als Faktenprüfer gewonnenen Medienpartnern vorgelegt werden.
/ Tobias Költzsch , dpa
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Facebook will selbstlernende Programme einsetzen. (Bild: Thomas Coes/AFP/Getty Images)
Facebook will selbstlernende Programme einsetzen. Bild: Thomas Coes/AFP/Getty Images

Facebook(öffnet im neuen Fenster) will im Kampf gegen gefälschte Nachrichten stärker selbstlernende Software einsetzen. Damit solle unter anderem ermittelt werden, welche Berichte, die auf der Plattform weiterverbreitetet werden, den mit Facebook kooperierenden Faktenprüfern vorgelegt werden sollten, sagte Facebook-Managerin Tessa Lyons der Deutschen Presse-Agentur.

Correctiv soll verdächtige News-Beiträge untersuchen

Neben Beiträgen, deren Wahrheitsgehalt angezweifelt wird, soll mit dem Hinweis "Mehr zum Thema" deren journalistische Gegendarstellung angezeigt werden. In Deutschland arbeitet Facebook dafür mit dem gemeinnützigen Recherchebüro Correctiv zusammen. Der Test mit der prominenten Anzeige der Faktenprüfer-Beiträge wurde am Donnerstag außer in Deutschland auch in den USA, Frankreich und den Niederlanden gestartet.

Facebook wolle selbst nicht entscheiden, ob ein Nachrichtenbeitrag korrekt oder falsch sei, sagt Lyons. Die selbstlernende Software stütze sich derzeit bei der Auswahl möglicherweise zweifelhafter Inhalte auf Hinweise und Kommentare der Nutzer. Mit der Zeit solle damit das Erkennen gefälschter Nachrichten immer weiter verbessert werden.

Kritik an Facebook vor der US-Wahl 2016

Die Ausbreitung gefälschter Nachrichten bei Facebook hatte im US-Präsidentschaftswahlkampf im vergangenen Jahr für viel Aufsehen und Kritik gesorgt. Das Online-Netzwerk verschärfte in den vergangenen Monaten das Vorgehen dagegen immer mehr.

Dabei geht es zum einen darum, die finanziellen Anreize einzudämmen – ein Großteil der gefälschten Nachrichten wurde laut Facebook verbreitet, um mit Klicks Geld zu verdienen. Zum anderen räumte Facebook ein, dass versucht werde, die Plattform für politische Manipulation der Nutzer zu missbrauchen.


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