Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Soziales Netzwerk: Facebook will erwachsen werden

Facebook will seinen Nutzern künftig seriösere Inhalte in ihrem Newsfeed zeigen. Dafür hat das Unternehmen seinen Algorithmus geändert. Gleichzeitig werden oft kommentierte Beiträge prominenter angezeigt.
/ Steve Haak
8 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Das Facebook-Logo (Bild: Leon Neal/AFP/Getty Images)
Das Facebook-Logo Bild: Leon Neal/AFP/Getty Images

Weniger Cat-Content und Kalendersprüche, dafür mehr Nachrichten aus Politik und Sport: Facebook will seinen Nutzern öfter "hochwertige Inhalte" von Nachrichtenseiten zeigen. Auswertungen hätten ergeben, dass Nutzer solche Inhalte gegenüber Links zum neuesten Internet-Meme bevorzugten. Deshalb sei der Newsfeed-Algorithmus angepasst worden, schreibt das Unternehmen in einem Blogpost(öffnet im neuen Fenster) .

Gleichzeitig will Facebook die Interaktion seiner Nutzer untereinander verbessern. Darum sollen mit dem Update vielkommentierte Statusbeiträge prominenter im Newsfeed angezeigt werden. Tests hätten gezeigt, dass solche Beiträge zu mehr Diskussionen führten, schreibt Facebook.

Außerdem zeigt Facebook seinen Nutzern jetzt Vorschläge zu ähnlichen Artikeln an, sobald diese auf einen Link einer Nachrichtenseite geklickt haben. Auf einem Foto gibt das Unternehmen ein Beispiel von einem Link und den weiterführenden Verlinkungen zu anderen Beiträgen.

Facebook hatte zuvor(öffnet im neuen Fenster) mit Seiten wie dem Time-Magazin und Buzzfeed zusammengearbeitet, um zu testen, auf welche Weise mehr Nutzer auf Nachrichtenseiten weitergeleitet werden könnten. Dabei hatte das Unternehmen festgestellt, dass innerhalb eines Jahres die durchschnittliche Anzahl von Klicks auf Medienseiten um das Dreifache gestiegen sei. Die Anzahl von Weiterleitungen der Nutzer auf die Buzzfeed-Website sei um 855 Prozent gestiegen, schrieb Facebook. Das Time-Magazine habe 208 Prozent mehr Besucher gemessen.

Im März 2013 hatte Facebook seinen Newsstream zuletzt überarbeitet und seitdem immer wieder angepasst. Damals hatte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg angekündigt(öffnet im neuen Fenster) , das Netzwerk zu einer "personalisierten Zeitung" umbauen zu wollen.


Relevante Themen