Soziales Netzwerk: Facebook will Altersbestimmungen strikter durchsetzen

Viele Kinder und Jugendliche nutzen ganz selbstverständlich Facebook und Instagram, dabei sind die Dienste laut den Nutzungsbedingungen erst ab 13 Jahren erlaubt. Diese Vorgabe soll nach Enthüllungen von britischen Reportern nun strikter durchgesetzt werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Mutmaßlich jugendliche Nutzer nehmen in New York ein Selfie für Instagram auf.
Mutmaßlich jugendliche Nutzer nehmen in New York ein Selfie für Instagram auf. (Bild: Photo by Drew Angerer/Getty Images)

Facebook kündigte eine Änderung der Richtlinien im Umgang mit den Konten von Nutzern an, die jünger als 13 Jahre sind. "Wir haben unsere Spezialisten für die Überprüfung von Inhalten angewiesen, dass sie jedes Konto sperren, auf dem sie klare Anzeichen dafür haben, dass es sich um minderjährige Mitglieder handelt - auch wenn das Konto wegen etwas anderem gemeldet wurde." Bislang war es offenbar so, dass die Konten von Minderjährigen normalerweise nur dann gesperrt wurden, wenn sie speziell wegen eines Hinweises auf das Alter des Nutzers gemeldet wurden.

Auslöser für die Änderung ist eine Reportage des britischen Fernsehsenders Channel 4, für die ein Journalist undercover bei einem Dienstleister in Dublin gearbeitet hat, der Inhalte im Auftrag von Facebook überprüft und gegebenenfalls sperrt oder löscht. Dort hatte es dem Bericht zufolge die Anweisung gegeben, Hinweise auf das Alter der Nutzer im Zweifel zu ignorieren. "Wir tun einfach so, als ob wir blind sind und dass wir nicht wissen, wie Minderjährige aussehen", zitiert Techcrunch den Reporter.

Mit dieser Vorgehensweise soll nun Schluss sein, schreibt Facebook in seinem Blog. Die mit dem Überprüfen der Inhalte betrauten Mitarbeiter hätten entsprechende neue Anweisungen erhalten. Nutzer müssten ihr Alter im Zweifel nachweisen, etwa mit Kopien ihrer Ausweispapiere. Laut den Nutzungsbedingungen müssen Mitglieder auf Facebook und Instagram mindestens 13 Jahre alt sein.

In Deutschland und einigen anderen Ländern der EU ist die Lage sogar noch komplizierter. Eigentlich verlangt der Gesetzgeber, dass Konten von Personen, die noch keine 16 Jahre alt sind, durch die Erziehungsberechtigten freigegeben werden. Von den sozialen Netzwerken wird das allerdings nicht überprüft.

In seinem Blog wehrt sich Facebook übrigens gegen die Vermutung, dass ein strengerer Umgang mit den Konten jüngerer Mitglieder den Nutzerzahlen und damit letztlich auch den Umsätzen schaden könnte. Das sei nicht richtig, stattdessen wolle man eine sichere Umgebung schaffen. "Werbetreibende möchten nicht, dass ihre Marken mit störenden oder problematischen Inhalten in Verbindung gebracht werden", schreibt Facebook.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Zazu42 20. Jul 2018

Stimmt dann werden alle unter 13 Jährigen einfach ihr alter reinschreiben und damit ihren...

devman 20. Jul 2018

Es wird gesperrt in der Region Deutschland! Es wird aber nicht weltweit gelöscht. Schon...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Militär
China gelingt Durchbruch bei Abwehr von Hyperschallraketen

Das Shanghai Institute of Mechanical and Electrical Engineering hat einen Durchbruch bei der Erforschung eines Abwehrsystems für Hyperschallwaffen erzielt.

Militär: China gelingt Durchbruch bei Abwehr von Hyperschallraketen
Artikel
  1. T-1000: Roboter aus Metall kann sich verflüssigen
    T-1000
    Roboter aus Metall kann sich verflüssigen

    Ein Team aus den USA und China hat einen Roboter entwickelt, der seinen Aggregatzustand von fest zu flüssig und zurück ändern kann.

  2. David Limp: Amazons Alexa-Chef will an Alexa festhalten
    David Limp
    Amazons Alexa-Chef will an Alexa festhalten

    Amazon will die Bemühungen intensivieren, direkt mit Alexa Geld zu verdienen.

  3. Virtualisieren mit Windows, Teil 3: Betrieb und Pflege von VMs mit Hyper-V
    Virtualisieren mit Windows, Teil 3
    Betrieb und Pflege von VMs mit Hyper-V

    Hyper-V ist ein Hypervisor, um VMs effizient verwalten zu können. Trotz einiger weniger Schwächen ist es eine gute Virtualisierungssoftware, wir stellen sie in drei Teilen vor. Im letzten geht es um Betrieb und Pflege der VMs.
    Eine Anleitung von Holger Voges

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PCGH Cyber Week - Rabatte bis 50% • Acer Predator 32" WQHD 170Hz 529€ • MindStar-Tiefstpreise: MSI RTX 4090 1.982€, Sapphire RX 7900 XT 939€ • Philips Hue bis -50% • Asus Gaming-Laptops bis -25% • XFX Radeon RX 7900 XTX 1.199€ • Kingston 2TB 112,90€ • Nanoleaf bis -25% [Werbung]
    •  /