• IT-Karriere:
  • Services:

Soziales Netzwerk: Facebook verliert Mitglieder in den USA

Facebook hat offenbar erneut Beliebtheit eingebüßt. Die Mitgliederzahl in den USA ist im letzten halben Jahr um 1,1 Prozent gesunken. Das Nutzerminus gerade in diesem Markt ist für Facebook besonders schmerzhaft.

Artikel veröffentlicht am , hb-ap
Das Facebook-Logo reflektiert in einer Scheibe eines Wolkenkratzers in Peking.
Das Facebook-Logo reflektiert in einer Scheibe eines Wolkenkratzers in Peking. (Bild: Ed Jones/AFP/Getty Images)

Facebook verliert in seinem Kernland USA Mitglieder. Die Nachrichtenagentur Bloomberg zitiert aus einer Studie des Analysten Rory Mather von Capstone Investment, wonach die Nutzerzahl des Sozialen Netzwerks in den USA innerhalb der vergangenen sechs Monate um 1,1 Prozent zurückgegangen ist. In 23 Ländern, in denen Facebook mindestens 50 Prozent Marktanteil halte, sei das Wachstum in den vergangenen drei Monaten unverändert und in 14 Ländern verlangsamt gewesen. Die Facebook-Aktie schloss am Dienstag in New York mit 28,09 Dollar leicht im Minus, nachdem sie schon am Vortag um 8,1 Prozent gefallen war.

Umsatz pro Nutzer fiel von 3,20 Dollar auf 2,86 Dollar

Stellenmarkt
  1. Axians IKVS GmbH, Münster
  2. Wirecard Technologies GmbH, Aschheim bei München

Der Nutzerverlust in den USA ist für Facebook besonders schmerzhaft, weil hier am meisten verdient wird. Der Umsatz für USA und Kanada ist bereits rückläufig, er lag nach Angaben aus dem Börsenprospekt im ersten Quartal 2012 bei 525 Millionen Dollar, nach 567 Millionen im vierten Quartal 2011. Der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer fiel von 3,20 Dollar auf 2,86 Dollar. Die USA als zweitgrößter Mobilfunkmarkt hinter China dürfte auch einen beträchtlichen Teil der rund 488 Millionen mobilen Facebook-Nutzer ausmachen, mit denen derzeit kein Umsatz generiert wird. Eine regionale Untergliederung wird allerdings nicht ausgewiesen. Wenn es sich bei den inaktiven Nutzern nicht überwiegend um Mobilfunk-Nutzer handelt, sondern um PC-Nutzer, könnte der Effekt auf den Umsatz pro Nutzer sogar überproportional ausfallen.

Beim Börsengang im Mai hatte es bereits erhebliche Kritik gegeben, da den Konsortialbanken bereits detailliertere Hinweise zu einer Abschwächung des Wachstums als den übrigen Interessenten und Privatanlegern gegeben wurden. Die Banken hatten daraufhin intern ihre Umsatz- und Gewinnerwartungen für den Börsenkandidaten gesenkt, es aber nur ausgewählten Kunden mitgeteilt.

Unzufriedene Facebook-Nutzer?

Der Nutzerverlust kann Ausdruck einer zunehmenden Unzufriedenheit mit Facebook sein, das in der Vergangenheit durch zahlreiche Verstöße gegen den Datenschutz Aufsehen erregt und seit dem Börsengang ein aggressiveres Verhalten beim Vermarkten von Nutzerdaten eingeschlagen hat. Die Einführung einer neuen Profilseite, der "Timeline", hatte viele Nutzer verärgert. Zuletzt ersetzte das Unternehmen ohne vorherige Rückfrage die auf der Timeline eingetragenen E-Mailadressen durch die Facebook-eigene E-Mail, um Marktanteile im Kampf mit Google, Yahoo oder Microsoft im E-Mailbereich gewinnen zu können.

Nach der aktuellen Erhebung des ASCI, des American Customer Satisfaction Index, ist Facebook mittlerweile auf der Zufriedenheitsskala von 0 bis 100 um acht Prozent auf 61 Punkte zurückgefallen und ist damit mit Abstand die am schlechtesten bewertete Internetfirma und nun unter den fünf der am geringsten eingeschätzten Unternehmen. Insgesamt folgt ACSI 230 US-Firmen.

Google ist die neue Nummer eins

Ausgerechnet der Erzrivale Google, der zum ersten Mal mit seinem sozialen Netzwerk Google+ in der Wertung erscheint, ist nun mit 78 Punkten die neue Nummer eins. Geschätzt würden vor allem die vollständige Werbefreiheit auf Google+ und das mobile Angebot. Google betreibt mit Android ein eigenes Smartphone-Betriebssystem und integriert Google+ immer stärker.

"Facebook und Google konkurrieren auf zwei Feldern: Kundenzufriedenheit und Marktanteile. Beim ersteren gewinnt klar Google, beim zweiten klar Facebook", so Larry Freed, CEO von ForSee, einer an der Umfrage beteiligten Agentur. "Aber ich erwarte, dass Google mit seinen zahlreichen Diensten und seinem mobilen Auftritt schnell aufholen wird", so Freed. "Wenn Facebook sich jetzt noch nicht um die Zufriedenheit seiner Kunden kümmert, könnte sich das aber bald ändern."

Google legt seine Quartalsergebnisse am Donnerstag vor, die Ergebnisse für Facebook werden am 26. Juli erwartet.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. 399,00€ (Bestpreis! zzgl. Versand)
  3. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Anonymer Nutzer 19. Jul 2012

Es reicht schon aus, wenn du die Facebook App startest und die ziehen deine kompletten...

ThadMiller 19. Jul 2012

Schwanzlänge? ;)

ThadMiller 19. Jul 2012

Ist interessant zu sehen wie du FB in etlichen Postings verteidigst. Versteh mich nicht...

ThadMiller 19. Jul 2012

Sind sie nicht...?

Ampel 19. Jul 2012

Machen sich jetzt die Aktionäre von Facebook in die Hose nur weil die Ergebnisse...


Folgen Sie uns
       


Samsungs 49-Zoll-QLED-Gaming-Monitor - Test

Der Samsung CRG9 ist nicht nur durch sein 32:9-Format beeindruckend. Auch die hohe Bildfrequenz und sehr gute Helligkeit ermöglichen ein sehr immersives Gaming und viel Platz für Multitasking.

Samsungs 49-Zoll-QLED-Gaming-Monitor - Test Video aufrufen
Starlink: SpaceX steht zwischen Flaute und Rekordjagd
Starlink
SpaceX steht zwischen Flaute und Rekordjagd

Die nächsten 60 Starlink-Satelliten stehen zum Start bereit, nachdem in diesem Jahr ungewöhnlich wenige Raketen gestartet sind - nicht nur von SpaceX. Die Flaute hat SpaceX selbst verursacht und einen Paradigmenwechsel in der Raumfahrt eingeläutet.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Raumfahrt SpaceX testet Notfalltriebwerke des Crew Dragon
  2. Starship Mit viel Glück nur 6 Monate bis zum ersten Flug ins All
  3. SpaceX Das Starship nimmt Form an

Bosch-Parkplatzsensor im Test: Ein Knöllchen von LoRa
Bosch-Parkplatzsensor im Test
Ein Knöllchen von LoRa

Immer häufiger übernehmen Sensoren die Überwachung von Parkplätzen. Doch wie zuverlässig ist die Technik auf Basis von LoRa inzwischen? Golem.de hat einen Sensor von Bosch getestet und erläutert die Unterschiede zum Parking Pilot von Smart City System.
Ein Test von Friedhelm Greis

  1. Automated Valet Parking Daimler und Bosch dürfen autonom parken
  2. Enhanced Summon Teslas sollen künftig ausparken und vorfahren

ZFS erklärt: Ein Dateisystem, alle Funktionen
ZFS erklärt
Ein Dateisystem, alle Funktionen

Um für möglichst redundante und sichere Daten zu sorgen, ist längst keine teure Hardware mehr nötig. Ein Grund dafür ist das Dateisystem ZFS. Es bietet Snapshots, sichere Checksummen, eigene Raid-Level und andere sinnvolle Funktionen - kann aber zu Anfang überfordern.
Von Oliver Nickel

  1. Dateisystem OpenZFS soll einheitliches Repository bekommen
  2. Dateisystem ZFS on Linux unterstützt native Verschlüsselung

    •  /