Soziales Netzwerk: Facebook sorgt sich um seine Auswirkungen auf die Demokratie

Echokammern und Fake News: Ein hochrangiger Manager von Facebook hat sich auffallend kritisch zu den Auswirkungen des sozialen Netzwerks auf demokratische Prozesse geäußert. Samidh Chakrabarti präsentiert aber auch erste Lösungsansätze.

Artikel veröffentlicht am ,
Samidh Chakrabarti ist bei Facebook für Civic Engangement zuständig.
Samidh Chakrabarti ist bei Facebook für Civic Engangement zuständig. (Bild: Facebook)

Im Firmenblog von Facebook äußert sich Samidh Chakrabarti unter anderem zur Rolle des Netzwerks im Jahr 2016 bei den Präsidentschaftswahlen. Der für Civic Engangement zuständige Produktmanager schreibt, dass Facebook zu spät auf Initiativen aus Russland reagiert habe, bei denen rund 126 Millionen Amerikaner mit 80.000 mehr oder weniger gezielt irreführenden Beiträgen in Kontakt gekommen seien.

Stellenmarkt
  1. Java Entwickler:in (m/w/d)
    Lufthansa Industry Solutions TS GmbH, Oldenburg
  2. Softwareentwickler (m/w/d) für Wäge- und Automatisierungs-Systeme
    SysTec Systemtechnik und Industrieautomation GmbH, Bergheim bei Köln
Detailsuche

Samidh Chakrabarti äußert sich aber auch ganz grundsätzlich dazu, welche Rolle Facebook in einer Demokratie haben könnte. "Ich wünschte, ich könnte garantieren, dass die positiven Dinge die negativen überwiegen, aber ich kann es nicht", sagt Chakrabarti. Probleme sieht er unter anderem bei der Verbreitung von Falschmeldungen sowie durch die Auswirkungen von Echokammern.

Besondere Sorge bereitet ihm aber ein Punkt, der öffentlich bislang nur wenig diskutiert wird: Die Reaktion von Politikern auf das, was sie über Facebook in Bezug auf die öffentliche Meinung wahrnehmen. Chakrabarti nennt als Beispiel, dass Frauen zwar in der allgemeinen Bevölkerung die Mehrheit bildeten, sie in politischen Dialogen auf Facebook aber klar unterrepräsentiert seien. Das könnte zu Fehlentscheidungen führen und dazu, dass Minderheiten ignoriert würden.

Andere Klänge in der Echokammer

Immerhin: Für einen Teil der Probleme nennt Chakrabarti ganz konkrete Lösungen. So will er bei Falschmeldungen verstärkt darauf setzen, dass die Mitglieder diese melden. Und zu den Echokammern schreibt er, dass es zwar auf Widerstand stoße, wenn man den Mitgliedern bewusst etwa Artikel mit gegenteiliger Meinung präsentiere, dass aber ein breiteres Spektrum durchaus angenommen werde.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Facebook hatte kürzlich angekündigt, in der Timeline der Nutzer weniger Nachrichten und dafür mehr persönliche Inhalte zu zeigen. Das könnte langfristig auch dafür sorgen, dass politische Themen eine weniger große Rolle spielt als derzeit.

Bereits Mark Zuckerberg selbst hatte in der Vorstellung seiner persönlichen Herausforderungen für 2018 ungewohnt kritische Töne über die Auswirkungen von Facebook auf die Gesellschaft und die Zufriedenheit der Mitglieder angeschlagen. Der Facebook-Gründer hatte angekündigt, er wolle die Nutzer besser vor "Missbrauch und Hass schützen" und "sicherstellen, dass die auf Facebook verbrachte Zeit sinnvoll verbrachte Zeit ist".

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


matok 23. Jan 2018

Kann man machen. Das ändert aber nichts am Zustand der Demokratie. Menschen, die...

Svenismus 23. Jan 2018

Das selbe gilt für Google. Auf unterschiedlichen Geräten, bekomme ich teilweise...

chewbacca0815 23. Jan 2018

Weshalb sollten sie auch? Meine daheim ist unzweifelhaft und uneingeschränkt die...

teenriot* 23. Jan 2018

Hähh? Dieses Ziel hat nichts mit Demokratie zu tun. Bestenfalls könnte man noch...

HoffiKnoffu 23. Jan 2018

...jetzt schon? Wau....was für Deppen da bei FB.... :-(



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
600 Millionen Euro
Bundeswehr lässt Funkgeräte von 1982 nachbauen

Das SEM 80/90 mit 16 KBit/s wird exakt nachgebaut, zum Stückpreis von rund 20.000 Euro. Das Retrogerät geht für die Bundeswehr in Serie.

600 Millionen Euro: Bundeswehr lässt Funkgeräte von 1982 nachbauen
Artikel
  1. Foundation bei Apple TV+: Die unverfilmbare Asimov-Trilogie grandios verfilmt
    Foundation bei Apple TV+
    Die unverfilmbare Asimov-Trilogie grandios verfilmt

    Gegen die Welt von Asimovs Foundation-Trilogie wirkt Game of Thrones überschaubar. Apple hat mit einem enormen Budget eine enorme Science-Fiction-Serie geschaffen.
    Eine Rezension von Peter Osteried

  2. Browser: Edge unterstützt Maus und Tastatur auf Xbox
    Browser
    Edge unterstützt Maus und Tastatur auf Xbox

    Microsoft hat Edge auf den aktuellen Xbox-Konsolen aktualisiert. Jetzt lässt sich der Browser fast wie am PC per Maus und Tastatur bedienen.

  3. William Shatner: Captain Kirk fliegt offenbar in die Erdumlaufbahn
    William Shatner
    Captain Kirk fliegt offenbar in die Erdumlaufbahn

    Energie! Noch im Oktober 2021 fliegt William "Kirk" Shatner möglicherweise mit Jeff Bezos ins All.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Samsung Odyssey G7 499€ • Alternate (u. a. Thermaltake Level 20 RS ARGB 99,90€) • Samsung 980 1 TB 83€ • Lenovo IdeaPad Duet Chromebook 229€ • Lenovo-Laptops zu Bestpreisen • 19% auf Sony-TVs bei MM • Samsung SSD 980 Pro 1TB 150,50€ • AeroCool Cylon 4 ARGB 25,89€ [Werbung]
    •  /