Abo
  • Services:

Soziales Netzwerk: Facebook sorgt sich um seine Auswirkungen auf die Demokratie

Echokammern und Fake News: Ein hochrangiger Manager von Facebook hat sich auffallend kritisch zu den Auswirkungen des sozialen Netzwerks auf demokratische Prozesse geäußert. Samidh Chakrabarti präsentiert aber auch erste Lösungsansätze.

Artikel veröffentlicht am ,
Samidh Chakrabarti ist bei Facebook für Civic Engangement zuständig.
Samidh Chakrabarti ist bei Facebook für Civic Engangement zuständig. (Bild: Facebook)

Im Firmenblog von Facebook äußert sich Samidh Chakrabarti unter anderem zur Rolle des Netzwerks im Jahr 2016 bei den Präsidentschaftswahlen. Der für Civic Engangement zuständige Produktmanager schreibt, dass Facebook zu spät auf Initiativen aus Russland reagiert habe, bei denen rund 126 Millionen Amerikaner mit 80.000 mehr oder weniger gezielt irreführenden Beiträgen in Kontakt gekommen seien.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Leonberg
  2. Alfred Kärcher GmbH & Co. KG, Winnenden bei Stuttgart

Samidh Chakrabarti äußert sich aber auch ganz grundsätzlich dazu, welche Rolle Facebook in einer Demokratie haben könnte. "Ich wünschte, ich könnte garantieren, dass die positiven Dinge die negativen überwiegen, aber ich kann es nicht", sagt Chakrabarti. Probleme sieht er unter anderem bei der Verbreitung von Falschmeldungen sowie durch die Auswirkungen von Echokammern.

Besondere Sorge bereitet ihm aber ein Punkt, der öffentlich bislang nur wenig diskutiert wird: Die Reaktion von Politikern auf das, was sie über Facebook in Bezug auf die öffentliche Meinung wahrnehmen. Chakrabarti nennt als Beispiel, dass Frauen zwar in der allgemeinen Bevölkerung die Mehrheit bildeten, sie in politischen Dialogen auf Facebook aber klar unterrepräsentiert seien. Das könnte zu Fehlentscheidungen führen und dazu, dass Minderheiten ignoriert würden.

Andere Klänge in der Echokammer

Immerhin: Für einen Teil der Probleme nennt Chakrabarti ganz konkrete Lösungen. So will er bei Falschmeldungen verstärkt darauf setzen, dass die Mitglieder diese melden. Und zu den Echokammern schreibt er, dass es zwar auf Widerstand stoße, wenn man den Mitgliedern bewusst etwa Artikel mit gegenteiliger Meinung präsentiere, dass aber ein breiteres Spektrum durchaus angenommen werde.

Facebook hatte kürzlich angekündigt, in der Timeline der Nutzer weniger Nachrichten und dafür mehr persönliche Inhalte zu zeigen. Das könnte langfristig auch dafür sorgen, dass politische Themen eine weniger große Rolle spielt als derzeit.

Bereits Mark Zuckerberg selbst hatte in der Vorstellung seiner persönlichen Herausforderungen für 2018 ungewohnt kritische Töne über die Auswirkungen von Facebook auf die Gesellschaft und die Zufriedenheit der Mitglieder angeschlagen. Der Facebook-Gründer hatte angekündigt, er wolle die Nutzer besser vor "Missbrauch und Hass schützen" und "sicherstellen, dass die auf Facebook verbrachte Zeit sinnvoll verbrachte Zeit ist".



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 4,25€
  2. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)
  3. (u. a. Spider-Man 1-3 für 8,49€, X-Men 1-6 für 23,83€ und Batman 1-4 für 14,97€)

matok 23. Jan 2018

Kann man machen. Das ändert aber nichts am Zustand der Demokratie. Menschen, die...

Svenismus 23. Jan 2018

Das selbe gilt für Google. Auf unterschiedlichen Geräten, bekomme ich teilweise...

chewbacca0815 23. Jan 2018

Weshalb sollten sie auch? Meine daheim ist unzweifelhaft und uneingeschränkt die...

teenriot* 23. Jan 2018

Hähh? Dieses Ziel hat nichts mit Demokratie zu tun. Bestenfalls könnte man noch...

HoffiKnoffu 23. Jan 2018

...jetzt schon? Wau....was für Deppen da bei FB.... :-(


Folgen Sie uns
       


Ubitricity ausprobiert

Das Berliner Unternehmen Ubitricity hat ein eichrechtskonformes System für das Laden von Elektroautos entwickelt. Das Konzept basiert darauf, dass nicht die Säule, sondern der Kunde selbst für die Stromzählung sorgt.

Ubitricity ausprobiert Video aufrufen
Shift6m-Smartphone im Hands on: Nachhaltigkeit geht auch bezahlbar und ansehnlich
Shift6m-Smartphone im Hands on
Nachhaltigkeit geht auch bezahlbar und ansehnlich

Cebit 2018 Das deutsche Unternehmen Shift baut Smartphones, die mit dem Hintergedanken der Nachhaltigkeit entstehen. Das bedeutet für die Entwickler: faire Bezahlung der Werksarbeiter, wiederverwertbare Materialien und leicht zu öffnende Hardware. Außerdem gibt es auf jedes Gerät ein Rückgabepfand - interessant.
Von Oliver Nickel


    Kreuzschifffahrt: Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen
    Kreuzschifffahrt
    Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen

    Die Schifffahrtsbranche ist nicht gerade umweltfreundlich: Auf hoher See werden die Maschinen der großen Schiffe mit Schweröl befeuert, im Hafen verschmutzen Dieselabgase die Luft. Das sollen Brennstoffzellen ändern - wenigstens in der Kreuzschifffahrt.
    Von Werner Pluta

    1. Roboat MIT-Forscher drucken autonom fahrende Boote
    2. Elektromobilität Norwegen baut mehr Elektrofähren
    3. Elektromobilität Norwegische Elektrofähre ist sauber und günstig

    3D-Druck on Demand: Wenn der Baumarkt Actionfiguren aus Stahl druckt
    3D-Druck on Demand
    Wenn der Baumarkt Actionfiguren aus Stahl druckt

    Es gibt viele Anbieter für 3D-Druck on Demand und die Preise fallen. Golem.de hat die 3D-Druckdienste von Toom, Conrad Electronic, Sculpteo und Media Markt getestet, um neue Figuren der Big-Jim-Reihe zu erschaffen.
    Ein Praxistest von Achim Sawall


        •  /