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Soziales Netzwerk: Facebook hat fast 50 Millionen Fake-Nutzer

Bis zu 50 Millionen Facebook -Mitglieder existieren nicht. Das räumte das soziale Netzwerk zur Vorbereitung seines Börsengangs ein.
/ Achim Sawall
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Facebook-Chef Mark Zuckerberg vor einem öffentlichen Auftritt mit US-Präsident Barack Obama (Bild: Justin Sullivan/Getty Image)
Facebook-Chef Mark Zuckerberg vor einem öffentlichen Auftritt mit US-Präsident Barack Obama Bild: Justin Sullivan/Getty Image

Facebook hat in einer Pflichtmitteilung(öffnet im neuen Fenster) an die US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) mitgeteilt, dass fünf bis sechs Prozent der 845 Millionen Nutzerkonten des sozialen Netzwerks nicht zu realen Personen gehören.

In der Ergänzung zu einer früheren Mitteilung an die SEC wurden Risiken des Geschäftsmodells aufgelistet. Danach gehören 42 bis 50 Millionen Nutzerkonten zu fiktiven Personen oder sind weitere Konten bereits existierender Facebook-Mitglieder.

Facebook ist traditionell eher vorsichtig bei der Nennung seiner Nutzerzahlen und zählt nur aktive Nutzerkonten.

In der Mitteilung nennt Facebook auch die Patentauseinandersetzung mit Yahoo als ein mögliches künftiges Geschäftsrisiko. Laut Facebook wirft Yahoo dem Unternehmen einen Verstoß gegen 13 seiner Patente vor. Facebook sei weiterhin dabei, die Vorwürfe zu prüfen.

Facebook bestätigte zudem, eine neue Kreditlinie von acht Milliarden US-Dollar abgerufen zu haben, um Steuerverpflichtungen auf Aktienoptionen von Mitarbeitern nachkommen zu können.

Zu den Banken, die Facebook bei dem Börsengang begleiten, gehören auch Citigroup, Deutsche Bank, RBC Capital Markets und Wells Fargo, gab das Unternehmen weiter bekannt.

Bereits bekannt ist, dass die Banken Morgan Stanley und Goldman Sachs eine führende Position bei dem erstmaligen Angebot der Aktien erhalten. Ziel sei es, zehn Milliarden US-Dollar einzunehmen. Damit würde der Betreiber des sozialen Netzwerks mit 75 Milliarden US-Dollar bis 100 Milliarden US-Dollar bewertet.

Das Unternehmen hat 3.000 Beschäftigte.

Der Börsengang ist für die Zeit zwischen April und Juni 2012 geplant. Es wäre das größte IPO (Initial Public Offering) eines Internetunternehmens in der US-Geschichte. Im Jahr 2004 erzielte Google beim Börsengang eine Bewertung von 23 Milliarden US-Dollar.


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