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Soziales Netzwerk: Facebook geht gegen Engagement-Bait-Beiträge vor

Manche Facebook-Seiten versuchen über vermeintliche Interaktionen wie Abstimmungen und Like-Aufrufe Reichweite zu generieren – für viele Nutzer sind derartige Beiträge aber lästig. Facebook will künftig Seiten bestrafen, die auf diese Weise Klicks generieren.
/ Tobias Költzsch
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Facebook will gegen Beiträge vorgehen, die mit vermeintlichen Interaktionen Reichweite generieren wollen. (Bild: Facebook)
Facebook will gegen Beiträge vorgehen, die mit vermeintlichen Interaktionen Reichweite generieren wollen. Bild: Facebook

Facebook will gegen sogenanntes Engagement Bait vorgehen, wie das Unternehmen in einem Blog-Post(öffnet im neuen Fenster) mitteilt. Darunter werden Beiträge verstanden, die den Lesern eine Interaktion vorgaukeln, im Grunde aber nur zur Steigerung der Reichweite dienen.

Facebook hat es unter anderem auf Abstimmungen abgesehen

Bekannte Arten von Engagement Bait sind Abstimmungen, bei denen die Nutzer ihre Meinung mit Hilfe der Bewertungs-Emojis kundtun können. Andere Beiträge rufen wiederum zum Liken auf, wenn der Leser eine bestimmte Voraussetzung erfüllt ("Like dies, wenn du XYZ bist"), oder zum Teilen.

Hintergrund der Beiträge ist das Ausnutzen des Facebook-Algorithmus: Durch die verstärkte Interaktion der Nutzer werden die Beiträge einem größeren Publikum angezeigt. Dadurch steigern sich Interaktion und Reichweite weiter, woran die Seitenbetreiber mehr verdienen.

Algorithmus soll Bait-Posts erkennen

Facebook hat in den vergangenen Monaten mit Hilfe von Tausenden derartiger Beiträge einen KI-Algorithmus programmiert, der lernfähig ist und Engagement-Bait-Postings automatisch einen niedrigeren Rang zuweist. Entsprechend werden derartige Beiträge weniger in den News-Feeds der Nutzer angezeigt.

Gleichzeitig will Facebook Seitenbetreiber bestrafen, die systematisch und wiederholt Engagement-Bait-Beiträge verwenden. Deren Seiten sollen ebenfalls grundsätzlich herabgestuft werden. Facebook will die neuen Regeln schrittweise in den kommenden Wochen einführen, um Betreibern die Möglichkeit zu geben, ihre Social-Media-Strategie anzupassen.

Spendenaufrufe sollen nicht betroffen sein

Facebook zufolge sollen Beiträge, die ernsthaft nach Interaktion suchen, nicht von den neuen Regeln betroffen sein. Dazu zählen beispielsweise Hilfeaufrufe, Fragen nach Ratschlägen, das Sammeln von Spenden oder auch Aufrufe zur Suche von vermissten Personen.


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