Soziales Netzwerk: Facebook geht gegen Ad-Schleudern vor

Facebook ist voll von verlinkten Webseiten, die wenig Content, dafür aber viel Werbung enthalten. Das soziale Netzwerk geht künftig gegen solche Links vor und zeigt sie nicht mehr in den News Feeds an. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz sollen Werbeschleudern erkannt werden.

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Derartiger Content könnte es künftig auf Facebook schwerer haben.
Derartiger Content könnte es künftig auf Facebook schwerer haben. (Bild: Screenshot Golem.de)

Das soziale Netzwerk Facebook hat bekanntgegeben, künftig gegen verlinkte Seiten mit zu viel Werbung vorgehen zu wollen. Viele der Links, die Nutzer in ihrem News Feed sehen, beinhalten wenig Informationen, dafür aber störende oder arglistige Werbung. Derartige Inhalte sollen künftig möglichst nicht mehr angezeigt werden.

Künstliche Intelligenz soll Inhalte herausfiltern

Dafür hat Facebook nach eigenen Angaben Hunderttausende verlinkte Webseiten kontrolliert und auf störende Werbung hin untersucht. Diejenigen, die zu wenig Inhalte und zu viel Werbung enthielten, wurden identifiziert und in einen Algorithmus eingespeist. Mit Hilfe künstlicher Intelligenz sollen ähnliche Seiten erkannt und herausgefiltert werden.

Ein Posting, das der Algorithmus als qualitativ schlechte Webseite identifiziert, wird anschließend weniger häufig in den News Feeds der Nutzer angezeigt. Zudem ist es möglich, dass das Posting nicht als Werbeanzeige infrage kommt. Auf diese Weise sollen Facebook-Nutzer mehr informative Postings sehen und weniger Webseiten, die nur auf Werbeeinnahmen aus sind.

Derartige Links gibt es aktuell zuhauf auf Facebook. Das Geschäftsmodell sieht vor, mit möglichst wenig Content möglichst viele Werbeeinnahmen zu generieren. Typisch für derartige Inhalte sind effekthaschende Überschriften und Bildergalerien, bei denen jedes Bild auf einer neuen Webseite mit haufenweise Werbung zu sehen ist.

Auswirkungen auf Klicks

Für Publisher, die normalen Content auf Facebook anbieten, soll die Maßnahme einen leichten Zuwachs an Lesern bringen. Das dürfte damit zusammenhängen, dass die Inhalte häufiger angezeigt werden. Publisher, die mit Werbung vollgestopfte Links verbreiten, sollen Facebook zufolge hingegen einen merklichen Einbruch im Traffic verzeichnen.

Die neue Kontrollmaßnahme soll innerhalb der kommenden Monate schrittweise in Kraft treten.

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